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Montag, 21. Mai 07

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Einsteigen und Losflirten - Dating im Minutentakt der S-Bahn

Stuttgart - Nervöse Hände umklammern dankbar den Stiel des Sektglases.

Speed-Dating

In Stuttgart wurde die S-Bahn in eine Kontaktbörse verwandelt. (Bild: dpa)

Ein bisschen Mut antrinken muss schon sein. Mit prüfenden Blicken werden die Umstehenden gemustert.

An der S-Bahn-Haltestelle im Stuttgarter Westen bilden sich schnell kleine Gruppen. Noch bleiben Männer und Frauen unter sich. Eine erwartungsvolle Spannung liegt in der Luft. Einige haben den Film „Shoppen” gesehen, der gerade in den Kinos läuft. In ihm geht es um das so genannte „Speed Dating” - eine noch relativ neue Form der Kontaktaufnahme. Und jetzt sind sie selbst dabei: Unter dem Motto „Flirten leicht gemacht” stellten sich am 8. Mai 72 mutige Singles der Herausforderung des ersten „S-Bahn-Datings” in Stuttgart.

Sybille (23) hat kurze schwarze Haare und ist modisch gekleidet. Sie hat sich keinen Plan zurecht gelegt, sie will einfach einen schönen Abend haben. Doch wer von ihr ein „Ja” bekommen will, muss schon etwas bieten. „Die Optik wird eine große Rolle spielen”, gibt sie lächelnd zu. „Sympathisch muss er sein und die gleichen Interessen haben.”

So locker sehen es nicht alle. Inge ist 44 und will nicht mehr alleine sein. Eigentlich sei sie sehr schüchtern, sagt sie und wischt sich verlegen die schwitzigen Hände an der Jeans ab. „Aber ich werde es schon hinkriegen”, meint sie zuversichtlich, als die Straßenbahn einfährt: An die regulären Waggons sind drei weitere für die Flirtenden angehängt worden. Ihre Fenster zieren Herzen, innen sorgen rote Rosen für die richtige Stimmung.

In drei Altersgruppen werden die Teilnehmer auf die Waggons verteilt und sofort geht es los: Auf die Plätze, fertig, Flirt! Zwei Haltestellen haben die Pärchen jeweils Zeit, um sich näher kennen zu lernen. Dann müssen die Männer zur nächsten Dame und das Spiel beginnt von neuem. In den wenigen Minuten bleibt nicht viel Zeit für Charakterstudien. Nach der Eisbrecherfrage: „Warum machst du denn hier mit?”, sind Hobbys und Beruf die dominierenden Themen.

Mancher Mann ist selbstbewusst, geht aus sich heraus und möchte am liebsten das Herz jeder einzelnen Dame im Sturm erobern. Andere sind so aufgeregt, dass sie vergessen, ihrem ersten „Date” die vorgesehene rote Rose zu geben. Und es kann noch schlimmer kommen: Dem 56 Jahre alten Ewald, einem ehemaligen Lokalpolitiker, verschlägt es bei der ersten Dame schlichtweg die Sprache. „Ich war wie blockiert.”

Auf die Sekunde spontan, witzig und charmant zu sein, ist eben gar nicht so leicht. Manchmal kommt die Aufforderung „Bitte Plätze tauschen” viel zu schnell und zuweilen wird sie schon sehnsüchtig erwartet. Für die meisten vergehen die zwölf „Dates” in knapp zwei Stunden aber wie im Nu. Bei der Ankunft am Stuttgarter Hauptbahnhof ist der Abend für die „Speed-Dater” aber noch nicht vorbei. Nachdem die Karten eingesammelt sind, auf denen die Singles angekreuzt haben, wen sie wiedersehen möchten und wen nicht, geht es zur Party im Bahnhofsturm. Bei Klaviermusik wird weiter eifrig geflirtet.

Die meisten sind mit dem Abend vollauf zufrieden. Der 41-jährige Andreas arbeitet in einer psychiatrischen Klinik und hat viel mit Menschen zu tun. „Es ist schön mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Ich frage mich, warum das im Alltag nicht so ist”, sagt er. „Es war nett, aber erfolgreich war ich nicht”, klagt Sybille. Der Großteil der Männer sei eher der schüchterne Typ gewesen. „Die Deutschen sind einfach nicht so flirtwillig wie die Italiener oder Spanier.”

Bei Christin und Thorsten hat die Chemie gestimmt. „Ich habe nur ein Ja gegeben, wenn es charakterlich gepasst hat und die Sympathie da war”, erklärt Christin. Die beiden werden sich wiedersehen, denn auf ihren Karten haben sie das gleiche angekreuzt: „Ja”. Von Catherine Simon, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/21/magazin/szene/t/rzo333896.html
Mittwoch, 09. Mai 2007, 13:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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