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Montag, 21. Mai 07

Hauptdarstellerin Daniela WellniMAINZ. Dass die Uni sich nicht nur zur Wis­sen­schafts­ver­mitt­lung, sondern auch als Büh­nen­schau­platz eignet, beweist die Musical Inc. mit ihrer Ins­zenie­rung des ame­rika­nischen Stückes "Fame".

Yvonne Massmann mit dem MarkenzeIm Fort Mala­koff kann man nicht nur shop­pen, hier gibt es auch ein anspre­chen­des kul­turel­les Ange­bot. Die Galerie Empire Art zeigt in ihren modern ein­gerich­teten Räumen abstrakte Bilder inter­natio­nal tätiger Künst­ler.

KOBLENZ. "Thea­ter­instink­t", meint Rolf Cofflet selbst, sei für einen Büh­nen­bild­ner unab­ding­bar. Dazu das sichere Gespür für die Momente eines Stücks oder einer Oper...

Mit 60 000 Euro ist der Joseph-Breit­bach-Preis die höchste deut­sche Lite­ratur­aus­zeich­nung. Der 1903 in Ehren­breit­stein gebo­rene Schrift­stel­ler ist dennoch einer breiten Öffent­lich­keit nur bedingt bekannt.

Koblenz, Konradhaus: Netz von Intrigen im Modehaus

Mit 60 000 Euro ist der Joseph-Breitbach-Preis die höchste deutsche Literaturauszeichnung. Der 1903 in Ehrenbreitstein geborene Schriftsteller ist dennoch einer breiten Öffentlichkeit nur bedingt bekannt.

Gabriele Nickolmann und Johannes

Gabriele Nickolmann und Johannes C. Maier in "Die Jubilarin" - das Stück ist jetzt im Konradhaus zu sehen. Foto: Konradhaus

Das Konradhaus zeigte nun Breitbachs Volksstück "Die Jubilarin" , das 1960 in Paris uraufgeführt wurde.

KOBLENZ. Im Zeitalter des Turbo-Kapitalismus sind sie selten geworden: Firmenjubiläen, die normalerweise begangen werden, wenn ein Mitarbeiter 25 oder 40 Jahre einem Unternehmen angehört. Als Joseph Breitbach 1960 sein im Original auf Französisch geschriebenes Volksstück "Die Jubilarin" verfasste, war dies jedoch anders, wurde damals Firmentreue doch noch nicht mit Unflexibilität, sondern mit Loyalität gleichgesetzt.

Konflikte in der Arbeitswelt gab es dennoch, wie die Inszenierung des Volksstückes "Die Jubilarin" im Konradhaus nun zeigte. Im Mittelpunkt des Geschehens steht dabei eine Verkäuferin eines Modehauses (Gabriele Nickolmann), die kurz vor ihrer 25-jährigen Firmenzugehörigkeit steht. Allerdings ist die Firma kein Paradies, sondern eher ein Tummelplatz der Intrigen. So möchte eine Gruppe von Angestellten (Christine Münster, Ursula Boffin-Hofmeister, Tanja Zwierlein, Hella Elges) klammheimlich zur Mode-Konkurrenz (Mike Köhler und Roberto Agriello) wechseln, während die Verkäuferin Krekovius die Jubilarin auf das Altenteil drängen will. Der neue Direktor (Matthias Hausding) hingegen hofft, das Jubiläum werbewirksam ausschlachten zu können, wobei er nur bedingt auf die Mithilfe des Betriebsratvorsitzenden (Johannes Christopher Maier), zugleich Sohn der Jubilarin und ein Meister der Intrige, zählen kann.

Doch so zäh in dem von Ingrid Sehorsch flott und komprimiert inszenierten Stück jeder auch um seinen Vorteil ringt, richtig zugebissen wird in dem Haifischbecken "Modehaus" nicht. Die Existenzen der Verkäuferinnen, und daran mag man die 60er-Jahre spüren, stehen nämlich nicht wirklich auf dem Spiel. Wem es nicht passt, der geht einfach zur Konkurrenz, die auch die betagten Mitarbeiter einstellen möchte, wenn auch nicht im Ver-, sondern im Einkauf.

Die eher fehlende Aktualität ist für das Stück jedoch nicht weiter tragisch. Denn als Volksstück konzipiert, hat "Die Jubilarin" einerseits sowieso durchaus boulevardeske Elemente, die für sich genommen zeitlos sind, und andererseits bietet es eine passende Sicht auf die Zeit des sogenannten rheinischen Kapitalismus. Des Einsatzes von Handys und Computern seitens der Requisite hätte es also nicht bedurft, denn die "Jubilarin" ist kein Stück aus der Verkaufswelt des 21. Jahrhunderts - und das muss es auch nicht sein. (pka)

Karten: Tel. 0261/973 05 51

RZO


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/21/magazin/szeneregional/t/rzo336693.html
Montag, 21. Mai 2007, 12:57 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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