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Samstag, 15. Juni 13

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Historischer Segler in London bei Brand schwer beschädigt

London (dpa)- Ein Großbrand hat am Montag eine der bekanntesten Londoner Attraktionen, das 138 Jahre alte Segelschiff „Cutty Sark”, stark beschädigt.

Cutty Sark

Die weltberühmte Cutty Sark vor der Restaurierung (Archiv).

Weite Teile des einst schnellsten Großseglers der Welt waren jedoch wegen Restaurationsarbeiten ausgelagert worden, so dass nur der Rumpf brannte und das Schiff wieder aufgebaut werden kann, wie der „Cutty Sark”-Treuhandfonds erklärte. Als Ursache des Feuers, das am frühen Morgen ausbrach, vermutet die Polizei Brandstiftung.

Vor dem Brand sei neben dem Trockendock in Greenwich im Südosten Londons ein silbergrauer Wagen bemerkt worden. Ermittler würden die Aufnahmen von Videokameras in der Umgebung sorgfältig auswerten, hieß es bei Scotland Yard.

Innerhalb von zwei Stunden löschten acht Feuerwehren die Flammen, die weithin zu sehen waren. Es wurde niemand verletzt. Der erste Alarm sei um 4.45 Uhr (5.45 Uhr MESZ) ausgelöst worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Die Flammen haben ganz erhebliche Schäden angerichtet.” Teile der Themse-Kleinstadt Greenwich im Südosten von London, die wegen ihres Observatoriums auf dem Nullmeridian und der Greenwich Mean Time (GMT) weltbekannt ist, waren Stunden lang gesperrt. Mehrere Zug- und U-Bahnverbindungen waren unterbrochen.

Der Ehemann von Königin Elizabeth , Prinz Philip, ließ mitteilten, er sei traurig über den „Rückschlag an diesem wichtigen, nationalen maritimen Erbe”. Prinz Philip ist Präsident des Treuhandfonds.

Das rund 68 Meter lange Schiff, eine Konstruktion aus Holz und Eisen, sei glücklicherweise nicht soweit zerstört worden, dass ein Wiederaufbau unmöglich wäre, erklärte Richard Doughty, der Leiter des „Cutty Sark”-Treuhandfonds Reportern. „Wir hatten Glück im Unglück, denn 50 Prozent der Schiffsausrüstung war wegen der Restauration ausgelagert.” Dazu gehörten auch der Hauptmast des Seglers und große Teile der Takelage. Auch mehr als die Hälfte der Original-Beplankung habe sich während des Feuers in einem Lagerhaus befunden.

Die Schäden am Schiffsrumpf und Teilen der Planken seien beträchtlich, sagte Doughty. „Wenn man solches Originalmaterial verliert, dann verliert man ein Stück Geschichte.” „Wir sind entschieden, das Schiff wieder zusammenzusetzen”, sagte Chris Livett, Vorsitzender der „Cutty Sark”-Enterprises. Die Höhe des Schadens konnte er zunächst nicht benennen, er rief aber zu Spenden auf.

Die „Cutty Sark” war der einzige noch existierende Teeklipper der Welt. Sie war eigens für den Transport von Tee aus China so gebaut worden, dass sie lange Seereisen möglichst schnell bewältigen konnte. Nachdem Dampfschiffe den Teetransport übernahmen wurde die „Cutty Sark” unter anderem für den Transport von Wolle aus Australien eingesetzt. Für Touristen war der 900-Tonnen-Großsegler ein Magnet, seit er 1954 in das eigens dafür gebaute Trockendock am Ufer von Greenwich vor der Königlichen Marine-Akademie als Museumsschiff seinen letzten Ankerplatz bekam. Millionen von Menschen, die den Nullmeridian in Greenwich besuchten, schauten sich auch den Großsegler an.

Die „Cutty Sark” war am 23. November 1869 in Dumbarton am Clyde bei Glasgow vom Stapel gelaufen. Mit ihrer Segelfläche von rund 3000 Quadratmetern und ihrer schnittigen Figur wurde sie unter Kapitän Richard Woodget 1885 das schnellste Segelschiff ihrer Zeit, als sie ihre Rivalin, die „Thermopylae”, schlug. Die Höchstgeschwindigkeit des Seglers, der 35 Mann Besatzung hatte, betrug 17,5 Knoten (32,4 Stundenkilometer). „Damit war die "Cutty Sark" sozusagen der Ferrari der Meere ihrer Zeit”, sagte Doughty.

Für die 2006 begonnene umfangreiche Restauration der „Cutty Sark” waren nach Angaben des Treuhandfonds rund 25 Millionen Pfund (37,5 Millionen Euro) bereitgestellt worden. Die zusätzlichen Kosten für den Wiederaufbau nach dem Brand seien derzeit kaum abzuschätzen, erklärten Experten. Der Aufwand werde jedoch „sehr groß” sein. Die „Cutty Sark” sollte ursprünglich 2009 wieder für Besucher zugänglich sein.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/21/news/t/rzo336587.html
Montag, 21. Mai 2007, 16:23 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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