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Sonntag, 26. Mai 19

BekleidungsladenKöln - Wenn beim Eis­hockey-Spiel „NHL 2K7” ein Kufen-Crack gegen die Bande kracht, stehen darauf die Schrift­züge von Sport­schuh- oder Renn­rad­tei­leher­stel­lern.

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Immer mehr Werbung in Videospielen

Köln - Wenn beim Eishockey-Spiel „NHL 2K7” ein Kufen-Crack gegen die Bande kracht, stehen darauf die Schriftzüge von Sportschuh- oder Rennradteileherstellern. „In-Game Advertising”, also Werbung in Videospielen, wird immer wichtiger.

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„Test Drive Unlimited”: Kleidung im Spiel kaufen. (Bild: IGA Worldwide/dpa/tmn)

„Noch vor ein paar Jahren war das ein absolutes Nischenthema”, sagt Frank Hermann, Marketingdirektor beim Spielepublisher Electronic Arts (EA) in Köln. Inzwischen sind Werbebotschaften aus vielen Titeln nicht mehr wegzudenken. „Das betrifft vor allem Renn- und Sportspiele oder Titel, die in einer an die 'Echtwelt' angelehnten Umgebung spielen”, ergänzt André Horn, Chefredakteur der in München erscheinenden Zeitschrift „GamePro”. Anders sieht es etwa in Fantasy-Welten aus - kein Wunder, passen doch Schwerter schwingende Helden und Reklame für Rasierzubehör nicht zusammen, obwohl beide mit Klingen zu tun haben.

Die Tatsache, dass Werbung beim „Daddeln” am Rechner oder an der Konsole immer mehr Gewicht bekommt, hat vor allem damit zu tun, dass die technischen Möglichkeiten dafür vielfältiger werden. Lange hatten sie sich in Werbebanden mit fest stehenden Schriftzügen am Rand von digitalen Fußballplätzen erschöpft. „Oder es gab Product Placement, indem zum Beispiel Cola-Automaten an bestimmten Plätzen im Spiel standen”, erklärt André Horn.

Für viele Markenartikelhersteller war dieses so genannte statische In-Game-Advertising nicht interessant. „Denn das musste immer schon Monate vor der Veröffentlichung der Spiele programmiert werden”, sagt Frank Hermann. Dann fiel aber im Jahr 2006 der Startschuss für das „dynamische” Werben - für die Möglichkeit, über Server immer wieder neue Werbung in Spiele zu schalten. Die Voraussetzung dafür - der Spieler muss gleichzeitig online sein - ist nicht nur bei Rechnern, sondern auch bei den aktuellen Konsolen immer häufiger gegeben.

Eines der ersten EA-Spiele mit dynamischer Werbung ist der Renn-Titel „Need For Speed Carbon”. „Darin hat zum Beispiel McDonald's sein 'Monopoly' beworben, dann kam Porsche, und auch 'Rocky Balboa' und einige andere Filme wurde geschaltet”, sagt Hermann. Sony nutzt auch „Playstation Home”, den Online-Dienst für Spieler, zum Ausstrahlen immer wieder neuer Reklame: „Da hängen zum Beispiel in einer Art virtueller Lobby überall Bildschirme, die per Streaming mit Werbung beliefert werden”, erklärt André Horn.

Darum, dass die Werbung auf den Bildschirm kommt, kümmern sich die Spielehersteller nicht selbst. Das übernehmen in der Regel darauf spezialisierte Firmen. Eine davon heißt IGA Worldwide. „Wir haben gerade einen Shop des Modeherstellers Ben Sherman in 'Test Drive Unlimited' von Atari gebaut”, sagt André Sonder von der Niederlassung des Unternehmens in Berlin.

„Der Laden ist begehbar, und man kann darin seine Figur einkleiden mit Schuhen, Hose, T-Shirt”, sagt Sonder. Bei diesem Shop am Rande der Rennstrecke handelt es sich um statische Werbung - auch hier hat sich zuletzt also eine Menge getan. Wie viel Geld beim In-Game-Advertising fließt, darüber schweigen sich die Experten aus. Einer Sache können sie sich so gut wie sicher sein: Die meisten Videospieler stört die digitale Werbung nicht.

Im Gegenteil: „Das vermittelt vielen ein Gefühl von Authentizität und wird als bereichernd empfunden”, sagt Horn. Wer die Champions League nachspielt, will eben nicht nur, dass Lukas Podolski aussieht wie Lukas Podolski. Auch auf die Bande, an der er vorbei spurtet, kommt es an - schließlich klebt dort im Münchner Stadion auch keine Blümchentapete. Etwas Kredit verspielen die Hersteller in Horns Augen nur durch zu offensichtlich platzierte Werbung - wenn zum Beispiel ein Agent sein Notebook zückt und darauf groß der Hersteller zu sehen ist.

Und wie sieht die Zukunft des In-Game-Advertising aus? „Ich könnte mir vorstellen, dass auch animierte Inhalte kommen werden”, so Frank Hermann. Auch mit interaktiven Elementen wie dem begehbaren Laden werde künftig sicher noch mehr gearbeitet. „Die Werbeelemente müssen aber immer eine Bereicherung für den Spieler sein.” Deshalb kann sich André Horn nicht vorstellen, dass im nächsten Fußball-Titel etwas auftaucht, was in kaum einer Sportsendung im Fernsehen fehlt: Werbeblöcke - so authentisch muss es dann doch nicht sein. Von Florian Oertel, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/21/service/computer/t/rzo336637.html
Montag, 21. Mai 2007, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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