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Dienstag, 14. Juli 20

Wies­baden - Auch in Tief­kühl­kost können Krank­heits­erre­ger ste­cken. Durch­fall-Erre­ger wie das Noro­virus können durch kon­tami­nierte Speisen über­tra­gen werden und sind äußerst tem­pera­tur­resis­tent...

SonnenbadMün­chen (d­pa/t­mn) - Was­ser­fes­te Son­nen­creme ist nicht nur beim Schwim­men wich­tig. Sie ist immer dann sinn­voll, wenn man ins Schwit­zen gerät, berich­tet die Zeit­schrift „Ami­ca”.

Bad Nenn­dorf - Beim Baden im Fluss sollten sich auch erfah­rene Schwim­mer vor Gefah­ren in Acht nehmen. „Jeder Fluss hat seine beson­deren Eigen­hei­ten”, sagte Martin Janssen von der Deut­schen Lebens-Ret­tungs-Gesell­schaft...

Ham­burg - Eine Hypo­sen­sibi­lisie­rung kann auch bei einer All­ergie auf Bienen- oder Wes­pen­gift helfen. Etwa drei bis fünf Prozent der Deut­schen rea­gie­ren nach Angaben der DAK in Hamburg an einer solchen All­ergie.

Ham­burg - Vor allem Insek­ten­gift-All­ergi­ker sollten nur mit Schuhen über Wiesen und Rasen gehen. Denn wer barfuß unter­wegs ist, ris­kiert Stiche: Wespen nisten zum Teil auch im Boden.

Ber­lin - Bei der Bekämp­fung von Kopfläu­sen sollten ent­spre­chende Mittel nicht zu sparsam ver­wen­det werden. Das teilt das Robert-Koch-Insti­tut (RKI) in Berlin mit.

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Misteltherapie gegen Krebs hat zweifelhafte Wirkung

Berlin/Heidelberg (dpa/tmn) - Als Alternativmittel gegen Krebs taugt die Pflanze nicht, aber vielleicht als Ergänzung: An Mistelextrakten scheiden sich die Geister. Für Betroffene bleibt nur eins: sich selbst ein Bild machen.

Misteltherapie

Mistelextrakte sind umstritten. (Bild: Ruhr-Uni Bochum/Hoeggemeier/dpa/tmn)

„Mistelextrakte sind zugelassene Arzneimittel, die zu den besonderen Therapierichtungen gehören. Dazu zählen auch homöopathische Arzneimittel und alle pflanzlichen Mittel”, erklärt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin. Mistelextrakte bekomme man in der Apotheke ohne Rezept. Dennoch sollten sie nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

„Mistelpräparate werden eingesetzt , um die Lebensqualität von Krebspatienten zu verbessern”, erklärt die Pharmakologin. „Sie sind kein Ersatz für eine OP oder für den Einsatz von Zytostatika.” Meist werde ein stark verdünnter Mistelextrakt unter die Haut gespritzt. In der Schulmedizin habe sich die Mistel bislang nicht durchsetzen können, sie gehöre zu der besonderen Therapierichtung Anthroposophische Medizin.

„Es gibt eine Medizin, die mit dem handelt, was uns erkranken lässt. Und es gibt eine zweite Medizin, die sich auf das fokussiert, was die Gesundheit erhält”, sagt Arzt Matthias Girke vom Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Berlin und Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD). Die anthroposophische Medizin soll das Gesundungspotenzial unterstützen.

Als Alternative zur Schulmedizin will der Arzt anthroposophische Medizin aber nicht verstanden wissen: Anthroposophische Medizin erweitere das Spektrum der Schulmedizin und berücksichtige dabei neben der körperlichen auch die seelisch-geistige Situation des Patienten. „Beim Krebs ist die anthroposophische Medizin keine Alternativmedizin”, betont Girke. Bei der Misteltherapie gehe es vorrangig um Lebensqualität in der Endphase der Erkrankung. Viele Studien ergäben Hinweise auf eine lebensverlängernde Wirkung.

Mit Mistelextraktinjektionen unter die Haut lassen es Anthro-Mediziner aber nicht mehr bewenden: „Die Mistel hat eine zytotoxische Wirksamkeit”, sagt Girke. Werde Mistelextrakt hochdosiert in einen Tumor gespritzt, könne dies die Tumorzellen absterben lassen. Mistelextrakt könne zudem die Immunantwort stimulieren. Eine ausschließliche Misteltherapie bietet sich Girke zufolge nur in der Palliativmedizin an, wenn sich ein Krebspatient ohne Heilungsaussichten nach Abwägung der Nebenwirkungen und dem möglichen Erfolg einer Chemotherapie gegen die Chemotherapie entscheidet.

Völlig anders schätzt der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg die Misteltherapie ein: „Würde man die heutigen wissenschaftlichen Prüfkriterien zum Nachweis der Wirksamkeit anlegen, wie sie zum Beispiel bei uns für neue Chemotherapie-Substanzen gelten, bekämen die Mistelpräparate vermutlich keine Zulassung als Arzneimittel.” Zweifelsfreie wissenschaftliche Beweise dafür, dass Mistelpräparate das Tumorwachstum hemmen oder gar Tumore heilen können, fehlten bis heute. Ungeklärt seien auch die Nebenwirkungen einer Misteltherapie.

Infos vom Deutschen Krebsforschungsinstitut Heidelberg: www.krebsinformation.de

Infos zur Misteltherapie von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte: http://mistel-therapie.de Von Arnd Petry, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/21/service/gesundheit/t/rzo335566.html
Mittwoch, 16. Mai 2007, 9:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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