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Samstag, 15. Juni 13

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Mainz 05 ver­abschie­det sich aus der Bun­des­liga

Zi­dan-Dou­ble erhebt Ansprüche

Mün­chen - Das war's dann: Der FSV Mainz 05 hat sich nach drei Jahren aus der Fuß­ball-Bun­des­liga ver­abschie­det. In ihrem 102. und vorerst letzten Erst­liga­spiel unter­lag die Mann­schaft von Jürgen Klopp vor 69 000 Zuschau­ern in der aus­ver­kauf­ten Alli­anz-Arena mit 2:5 (0:3) beim FC Bayern München und ist damit als 16. der Tabelle abge­stie­gen.

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"Wir ziehen den Hut vor Euch", stand eben­falls auf diesem Trans­parent, mit dem sich der FSV Mainz 05 in der Alli­anz-Arena bei den gut 7000 Fans bedankte, die auch am letzten Spiel­tag die lange Reise nicht gescheut und die 05er ver­nünf­tig aus der Bun­des­liga ver­abschie­det hat­ten.

Mit roten Zylin­dern auf den Köpfen mar­schierte die kom­plette Dele­gation des FSV Mainz 05 in die Alli­anz-Arena zu ihrem 102. und vorerst letzten Spiel in der Fuß­ball-Bun­des­liga. Mann­schaft, Vor­stand und Trainer des Abstei­gers trugen ein 18 Meter breites Spruch­band in die Kurve zu den gut 7000 mit­gereis­ten Mainzer Fans und bedank­ten sich auf diese Art für die fan­tas­tische Unter­stüt­zung in drei Jahren Bun­des­liga. "Wir ziehen den Hut vor Euch. Danke." Das taten die Mainzer im Kol­lek­tiv und ver­beug­ten sich vor ihren Fans mit gezück­tem Zylin­der. Eine Geste, die auch den baye­rischen Zuschau­ern unter den 69 000 in der Arena spon­taner Applaus wert war.

Doch so, wie die etwas zu klein gera­tenen Hüte auf den Spie­lerköp­fen der Szene etwas von der Ernst­haf­tig­keit des Ansin­nens nahmen, so erhielt dieser letzte Bun­des­liga­auf­tritt des nun fest­ste­hen­den Abstei­gers bis­wei­len eine leicht unwür­dige Note - die der FSV Mainz 05 nicht gebraucht hät­te.

Wenig mit Bun­des­liga­fuß­ball zu tun

Gen­auso wenig wie diese ganze Partie in München noch etwas mit Bun­des­liga­fuß­ball zu tun hatte. Die 05er schlit­ter­ten zwar soeben noch einmal an einer rich­tigen Klat­sche zum Sai­son­ende vorbei. Doch die Profis des Abstei­gers wirkten in dieser unwirk­lichen Atmo­sphäre wie Sta­tis­ten, die zu ihrer Rolle gezwun­gen werden muss­ten. Der FC Bayern ver­unstal­tete diesen 34. Spiel­tag zu einer dem eigent­lichen Abschiedss­piel für Mehmet Scholl vor­gezo­genen Gene­ral­probe. Die Ehren­runde nach seiner Aus­wechs­lung geriet zur Hul­digungs­tour. Und als auch noch Hasan Saliha­mid­zic loszog, um sich seinen Abschied aus der Weißwurst­metro­pole ver­süßen zu lassen, wären die wenigs­ten im Stadion böse gewe­sen, wenn die Fuß­bal­ler den Spiel­betrieb ganz ein­gestellt und sich statt­des­sen mit dem Wei­zen­bier des Spon­sors zuge­pros­tet hät­ten.

Gut, dass die Mainzer eine Woche zuvor ihre eige­nes, wür­diges Sai­son­ende mit ihrem Pub­likum began­gen hatten. In München waren sie nur Bei­werk. "Eine tolle Saison ist uns nicht gelun­gen", sagte Jürgen Klopp nachher in ent­spre­chen­der Stim­mung. "Wir sitzen hier, und obwohl wir uns schon zweimal mit dem Abstieg abge­fun­den haben, tut es weh. Gerade jetzt tut es weh, weil es end­gül­tig ist. Ein Abschied, der sich nicht wirk­lich gut anfühl­t."

Das 2:5 (0:3) der 05er bei den Bayern diente noch einmal als ein Spie­gel­bild einer gesam­ten Saison. Die Mainzer spiel­ten mit einer umge­krem­pel­ten und ersatz­geschwäch­ten Mann­schaft sehr ordent­lich, ver­gaben beste Chancen selbst in Führung zu gehen, kas­sier­ten dann ruck­zuck relativ billige Gegen­tore. Tref­fer, die das Team stark beein­druck­ten und recht lange nach­wirk­ten. Gute Paraden von Chris­tian Wetklo sowie die beiden Mainzer Treffer von Chadli Amri und Markus Feulner hielten die Nie­der­lage am Ende im Rah­men.

"Das Spiel hat gezeigt, wie es bei uns wei­ter­geht"

Trotz­dem war diese Partie auf­schluss­reich. Denn sie hatte eine Reihe posi­tiver Aspekte aus 05-Sicht. "Das Spiel hat gezeigt, wie es bei uns wei­ter­geht", sagte der 05-Trai­ner. Mit einer Mann­schaft näm­lich, "die Fußball spielen können wird", wie Klopp ankün­digte. Egal, wie diese Mann­schaft zusam­men­gestellt sein wird. Denn in München mel­deten die ersten Spieler Ansprüche auf einen Zweit­liga­platz an - Neu­zugänge aus dem eigenen Kader.

Der große Sieger dieses Spiels war Chadli Amri. Der junge Fran­zose, für den ver­letz­ten Tor­jäger Mohamed Zidan ins Spiel gekom­men, zeigte eine große Vor­stel­lung. Klopp sprach nachher sogar von einem "Zi­dan-Double". Amri beein­druckte in München mit enormer Antritts­schnel­lig­keit, großer Ver­siert­heit am Ball, Drang zum Tor und großem Mut. Die Bay­ern-Abwehr hatte viel Mühe mit dem 22-Jäh­rigen. Neben­spie­ler Marius Niculae lie­ferte dagegen keine Argu­mente, die den Klub bewegen könn­ten, den Rumänen mit in die Zweite Liga zu neh­men.

Neven Subo­tic, der junge Ame­rika­ner, kurz­fris­tig für den ver­letz­ten Nikolce Noveski auf die Innen­ver­tei­diger­posi­tion gerückt, zeigte gutes Spiel­ver­ständ­nis, hatte starke Szenen im Aufbau. Der 18-Jäh­rige zahlte aller­dings bei seinem Bun­des­liga­debüt viel Lehr­geld. Bei einigen Toren sah Subotic gegen die Bay­ern-Stars nicht gut aus. Doch das Talent deutete an, dass Klopp getrost auf ihn bauen kann.

Vran­cic mit "Rie­sen­poten­zial"

Das gilt ebenso für Mario Vran­cic. Das 17-jäh­rige Aus­nah­meta­lent der 05er kam in der zweiten Hälfte zu seinem ersten Bun­des­ligaein­satz und brachte damit seinen Manager zum Schwär­men. "Er hat ein Rie­sen­poten­zial. Auf ihn werden wir in Zukunft auf alle Fälle bauen", erklärte Chris­tian Heidel. "Mario hat ange­deu­tet, was er kann", fügte Klopp hinzu. Der 17-Jäh­rige bestach mit seinem leicht­füßi­gen, tech­nisch hoch­wer­tigen Spiel, mit Mut zum schwie­rigen Pass und Über­sicht. Vrancic muss sich noch ans Tempo gewöh­nen. Fast wäre dem jungen 05er in der 83. Minute ein Treffer gelun­gen. Einen Elf­meter hätte Vrancic auf alle Fälle kriegen müssen, denn Saliha­mid­zic parierte Vran­cics Schuss mit der Hand. "Ich hätte Mario den Straf­stoß schießen las­sen", erklärte der 05-Trai­ner.

Jörg Schnei­der


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/21/sport/r/mainz-1.html
Montag, 21. Mai 2007, 07:50 © RZ-Online GmbH (aj)
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