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Dienstag, 11. Aug. 20

Gerhard Cromme und Peter LöscherMün­chen - Siemens plant lang­fris­tig mit dem neuen Kon­zern­chef Peter Löscher. Der Vor­stands­vor­sit­zende habe einen Fünf- Jah­res-Ver­trag erhal­ten, sagte ein Sie­mens-Spre­cher der dpa in Mün­chen.

Ham­burg - Die 30 Aktien des Dow Jones Indus­trial Index wiesen am 21.5.2007 um 22:30 Uhr MEZ fol­gende Schluss­kurse auf. (Stand und Verän­derung zur Schluss­notie­rung am vor­heri­gen Bör­sen­tag bei Aktien in US-Dol­lar...

FRANKFURT - Der Kurs des Euro hat am Montag zum Dollar deut­lich an Boden ver­loren, seine Ver­luste am Abend aber leicht abge­baut. Händler nannten als Begrün­dung für die frühen Ver­luste die...

Frank­fur­t/Main - An der Frank­fur­ter Wert­papier­börse wurden im Par­kett­han­del am 21.5.2007 um 20:05 Uhr fol­gende Schluss­kurse für die 30 Werte des Deut­schen Aktien­index DAX fest­gestellt.

Bonn - Der Streik bei der Deut­sche Telekom geht in der ent­schei­den­den Woche unver­min­dert weiter. Auch in den kom­men­den Tagen werde der Druck auf die Kon­zern­führung nicht abreißen...

Frank­furt - Die deut­schen Aktien haben sich am Montag unein­heit­lich prä­sen­tiert. Der Lei­tin­dex DAX erreichte im Han­dels­ver­lauf den höchs­ten Stand seit Jah­res­beginn und been­dete den Handel mit einem Plus von 0,15...

Streik bei der Deutschen Telekom geht in die entscheidende Woche

Bonn - Der Streik bei der Deutsche Telekom geht in der entscheidenden Woche unvermindert weiter. Auch in den kommenden Tagen werde der Druck auf die Konzernführung nicht abreißen, sagte der Streikleiter der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Ado Wilhelm.

Demonstration von Telekom-Mitarbeitern

Nach der Ableh­nung von ver.di will die Telekom die umstrit­tene Gesell­schaft T-Ser­vice zum 1. Juli im Allein­gang grün­den.

Wie schon in der vergangenen Woche hätten sich am Montag rund 15.000 Menschen an dem Arbeitskampf beteiligt. Die Beschäftigten protestieren gegen die geplante Auslagerung von rund 50.000 Mitarbeitern in den neuen Bereich T-Service. Sie sollen dort länger arbeiten und weniger verdienen.

Gegen diese Personalpläne kündigten nun auch die Beamten bei der Deutschen Telekom massiven Widerstand an. Nach Informationen von "stern.de" haben fast 15.000 bei der Telekom beschäftigte Beamte vorsorglich schriftlich Widerspruch gegen eine Versetzung zu T-Service angekündigt. Damit sehe sich die Telekom neben dem Streik der Angestellten nun auch einer rechtlichen Auseinandersetzung mit ihren Beamten ausgesetzt, sollte es zu der Auslagerung der Arbeitsplätze kommen.

Durch den Streik seien derweil die Betriebsabläufe bei dem Bonner Konzern "weitreichend" gestört, sagte Streikleiter Wilhelm weiter. Auf einen Telefonanschluss müsse man sechs Wochen warten, hieß es in Gewerkschaftskreisen. Auch in Call-Centern sei kein Durchkommen, weil die Mitarbeiter streikten. Die Telekom räumte Beeinträchtigungen beim Kundenservice ein, hielt sich zum Umfang aber bedeckt. Die Proteste treffen das Unternehmen in einer sensiblen Phase, da viele Kunden ihren traditionellen Telefonanschluss zur schnellen DSL-Verbindung aufrüsten wollen.

Unterdessen wurde die Zeit für eine Verhandlungslösung knapp. Die Telekom will nach der Ablehnung von ver.di T-Service im Alleingang zum 1. Juli gründen und muss daher noch in diesem Monat die betroffenen Mitarbeiter über die künftigen Tarifbedingungen informieren. Bereits in dieser Woche könnten die ersten Briefe verschickt werden, sollte keine Einigung mit ver.di erzielt werden.

Bislang haben ver.di und Telekom keine neuen Verhandlungen anberaumt. Beide Seiten zeigten sich zwar verhandlungsbereit, forderten aber von der Gegenseite, den ersten Schritt zu machen. Als Knackpunkt gilt vor allem die geplante Lohnkürzung von neun Prozent, die ver.di strikt ablehnt. Ein Telekom-Sprecher verteidigte diese als "unerlässlich", um den Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz auszugleichen.

Ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder forderte die Telekom auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die unverändert hohe Streikbeteiligung sende ein klares Signal an die Konzernführung: "Die Beschäftigten meinen es ernst mit ihrem Widerstand gegen Ausgliederung, Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerung ."

Zum Wochenbeginn beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben in Bayern, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin/Brandenburg jeweils rund 2.500 Mitarbeiter am Streik. In Baden-Württemberg sowie Niedersachsen/Bremen waren jeweils 1.700 zum Ausstand aufgerufen, in Hessen 1.400 und in Hamburg und Schleswig-Holstein mehrere hundert. Betroffen waren wiederum die Bereiche Hotline-Service und Kundendienst.

Die Stimmung sei weiterhin gut, sagte Streikleiter Helmut Doser in Bayern. Sie werde jedoch aggressiver, weil zunehmend mit Abmahnungen und Kündigungen gedroht würde. "Wir hoffen alle, dass der Arbeitgeber bald zur Besinnung kommt". Es habe Einschüchterungsversuche von der Firmenseite gegeben, hieß es bei der Gewerkschaft in Nordrhein-Westfalen: Briefe seien verschickt worden, in denen Notdienste und Erhaltungsarbeiten eingefordert würden, ansonsten drohten arbeitsrechtliche Konsequenzen.

Die Telekom wies Vorwürfe der Gewerkschaft zurück, wonach streikende Mitarbeiter eingeschüchtert worden seien. "Wir sind verpflichtet, bestimmte Notdienste aufrecht zu erhalten. Das teilen wir auch den Mitarbeitern mit", sagte ein Konzernsprecher in Bonn. Drohungen seien dem Unternehmen nicht bekannt.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/21/wirtschaft/t/rzo336037.html
Montag, 21. Mai 2007, 18:49 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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