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Montag, 23. Juli 07

ReisepassWies­baden/Ber­lin - Erst­mals seit dem Jahr 2000 sind im ver­gan­genen Jahr in Deutsch­land wieder mehr Aus­län­der ein­gebür­gert worden. Nach Angaben des Sta­tis­tischen Bun­des­amtes vom Montag erhiel­ten 124 830 Aus­län­der die...

KabulBer­lin/Ka­bul - Nach dem Tod eines ent­führ­ten deut­schen Bau­inge­nieurs in Afgha­nis­tan setzt die Bun­des­regie­rung alles daran, den zweiten ver­schlepp­ten Deut­schen unver­sehrt aus der Gewalt der Kid­nap­per zu befrei­en.

Brüs­sel/Pa­ris/So­fia (dpa) - Die Europäi­sche Union hat am Montag die Bemühun­gen um die Frei­las­sung von fünf bul­gari­schen Kran­ken­schwes­tern und einem paläs­tinen­sischen Arzt aus der Haft in Libyen fort­gesetzt.

Brüs­sel - Mit einer Warnung vor neuem poli­tischen Streit um die künf­tigen Grund­lagen­ver­träge der EU hat eine Regie­rungs­kon­ferenz der 27 EU-Staa­ten über die geplan­ten Ver­tragsän­derun­gen begon­nen.

Ber­lin - Die CDU-Spitze will den Bei­trags­satz zur Arbeits­losen­ver­siche­rung stärker senken als geplant, stößt jedoch auf Vor­behalte beim Koali­tions­part­ner SPD. „Wir peilen eine Bei­trags­sen­kung auf 3,5 Prozent an”...

Of­fen­bach - Vor bil­ligen und unge­prüf­ten Elek­tro­arti­keln aus Asien hat das Prü­fin­sti­tut des Ver­ban­des der Elek­tro­tech­nik (VDE) gewarnt. Unge­eig­netes Mate­rial und schlechte Sicher­heits­tech­nik seien die gefähr­lichs­ten...

Wieder mehr Einbürgerungen in Deutschland

Wies­baden/Ber­lin - Erst­mals seit dem Jahr 2000 sind im ver­gan­genen Jahr in Deutsch­land wieder mehr Aus­län­der ein­gebür­gert worden.

Reisepass

Erst­mals seit dem Jahr 2000 sind im ver­gan­genen Jahr wieder mehr Aus­län­der ein­gebür­gert worden. (Sym­bol­bild)

Nach Angaben des Sta­tis­tischen Bun­des­amtes vom Montag erhiel­ten 124 830 Aus­län­der die deut­sche Staats­bür­ger­schaft.

Das war im Vergleich zu 2005 eine Stei­gerung um 7590 oder 6,5 Pro­zent. Nach Ansicht des Frei­bur­ger Poli­tik­wis­sen­schaft­lers Prof. Dieter Obern­dör­fer wird diese Zunahme jedoch nicht von Dauer sein. „Man kann kaum sagen, dass es sich hierbei um eine Trend­wende han­del­t”, sagte der Experte in einem Gespräch mit der Deut­schen Presse-Agen­tur dpa.

Der Zuwachs sei viel­mehr auf Son­der­fak­toren wie die poli­tische Lage in den Her­kunfts­län­dern der Ein­gebür­ger­ten zurück zu führen, sagte Obern­dör­fer. Beson­ders starke Anstiege gab es bei den Ein­bür­gerun­gen von Israe­lis (4313, plus 50,2 Pro­zent) sowie Men­schen aus Serbien und Mon­tene­gro (12 611, plus 43 Pro­zent). „Grund ist die zuneh­mende Verun­siche­rung der Men­schen in Israel und die per­spek­tiv­lose Situa­tion in Ser­bien”, sagte Obern­dör­fer.

Die größte Gruppe stellten wieder die gebür­tigen Türken mit 26,8 Pro­zent. Sie sind damit etwas ein­bür­gerungs­wil­liger als andere Natio­nalitäten, denn ihr Anteil an allen in Deutsch­land leben­den Aus­län­dern beträgt nur 25,8 Pro­zent. Mit 33 478 Men­schen (plus 2,5 Pro­zent) stieg die Anzahl der ein­gebür­ger­ten Türken jedoch nur leicht. Da die Türkei ein asso­ziier­tes Mit­glied der Europäi­schen Union (EU) sei, gebe es wenige Berei­che, in denen Türken gegenü­ber EU-Bür­gern Nach­teile erlit­ten, sagte Obern­dör­fer.

Ins­gesamt sei die Stim­mung unter den Zuwan­derern in Deutsch­land nicht sehr posi­tiv, sagte der Exper­te. „Da hat sich viel ange­staut - auch wegen popu­lis­tischer Äuße­run­gen.” Deutsch­land müsse nun auf­pas­sen, im Ver­gleich mit Wett­bewer­bern wie anderen europäi­schen Staa­ten, den USA oder Kanada nicht ins Hin­ter­tref­fen zu gera­ten. „Wenn es jetzt nicht gelingt, die Gesetze nach­zubes­sern, ent­ste­hen hand­feste Nach­teile für Deutsch­lan­d”, warnte Obern­dör­fer. So müssten vor allem die Zuwan­derungs­bedin­gun­gen für hoch Qua­lifi­zierte gelo­ckert werden. In die Bun­des­regie­rung setzt der Experte aber keine Hoff­nun­gen: „Ich sehe vor­läu­fig null Ansatz.”

Die größte Gruppe unter den Ein­gebür­ger­ten stell­ten mit mehr als zwei Drit­teln Men­schen, die min­des­tens acht Jahre in Deutsch­land gelebt und eine gültige Auf­ent­halts­geneh­migung beses­sen hatten. Etwas sel­tener als im Jahr 2005 wurden aus­län­dische Ehe­part­ner und Kinder dieser Per­sonen­gruppe ein­gebür­gert. Im Jahr 2000 war mit der Ein­führung des neuen Staats­bür­ger­rechts ein Rekord bei den Ein­bür­gerun­gen erreicht worden, der bei knapp 187 000 Men­schen lag. Seitdem waren die Zahlen bis 2006 kon­tinu­ier­lich gesun­ken.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/07/23/news/t/rzo351473.html
Montag, 23. Juli 2007, 21:40 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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