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Freitag, 18. Sept. 20

Autos sollen automatisch Hilfe rufenBerlin/Frank­furt/Main (dpa/tmn) - Die Vor­stel­lung ist der Alp­traum jedes Auto­fah­rers. Mitten in der Nacht platzt unter­wegs der Reifen, das Auto kommt von der Fahr­bahn ab...

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Direkter Draht: Autos sollen automatisch Hilfe rufen

Berlin/Frank­furt/Main (dpa/tmn) - Die Vor­stel­lung ist der Alp­traum jedes Auto­fah­rers.

Autos sollen automatisch Hilfe rufen

Mit dem auto­mati­schen Notruf schnel­ler Hilfe holen. (Bild: Con­tinen­tal/dpa/tmn)

Mitten in der Nacht platzt unter­wegs der Reifen, das Auto kommt von der Fahr­bahn ab, stürzt die Böschung hin­unter und der Fahrer bleibt bewusst­los im Wagen liegen.

Weit und breit ist niemand, der Hilfe holen kann. Der Verkehr fließt nur noch spär­lich, und zu sehen ist der Unfall­wagen vom Straßen­rand auch nicht. Geht es nach der EU-Kom­mis­sion, ver­lie­ren solche Situa­tio­nen aller­dings bald ihren Schre­cken. Denn die Brüss­ler Behörde drängt ihre Mit­glied­staa­ten und die Fahr­zeugher­stel­ler zum Einsatz von „eCall”. Ein elek­tro­nischer Notruf soll, so sieht es der Plan der EU-Kom­mis­sion vor, bei jedem Unfall auto­matisch die Ret­tungs­kräfte alar­mie­ren und so wich­tige Zeit für Leib und Leben sparen.

„Diese soge­nannte Goldene Minute könnte bei Ver­kehrs­unfäl­len in Europa rund 2500 Men­schen das Leben retten”, zitiert Thomas Neumann, Chef des Zulie­ferers Con­tinen­tal Auto­motive Systems in Frank­furt/Main, aus der EU-Sta­tis­tik. Sie weist für die europäi­schen Straßen bis dato 41 000 Tode­sop­fer und 1,7 Mil­lio­nen Ver­letzte aus.

Zudem könnten bis zu 45 000 Ver­let­zun­gen weniger schwer aus­fal­len und 26 Mil­liar­den Euro an Kosten ver­mie­den werden, sagt Dieter-Lebrecht Koch, Mit­glied im Ver­kehrs­aus­schuss des EU-Par­laments und Vor­stands­mit­glied im Europäi­schen Ver­kehrs­sicher­heits­rat. Auch unfall­bedingte Staus ließen sich ver­mei­den. „Der Haupt­nut­zen des Systems ist die Tat­sache, dass es die Not­dienste sofort über den genauen Unfall­ort infor­miert”, heißt es bei der EU-Kom­mis­sion.

„Deutsch­land verfügt bereits über ein vor­bild­liches Ret­tungs­wesen”, sagt Ver­kehrs­minis­ter Wolf­gang Tie­fen­see. „Mit eCall wird das System mit Hilfe mod­erns­ter Technik weiter ver­bes­sert, weil wir die Zeit vom Unfall bis zur Alar­mie­rung der Ret­tungs­kräfte weiter ver­kür­zen können.” Die EU-Kom­mis­sion ver­weist auf ent­spre­chende Studien: Sie hätten ergeben, dass die War­tezeit im länd­lichen Raum um 50 und in städ­tischen Gebie­ten um 40 Prozent ver­kürzt werden könnte.

„Technisch ist der automatische Notruf denkbar einfach”, erklärt ein Con­tinen­tal-Ent­wick­ler: Dafür müssten im Fahr­zeug ledig­lich ein GPS-Sensor oder ein Navi­gati­ons­sys­tem sowie ein Mobil­tele­fon oder ein GSM-Chip ein­gebaut werden. Nach Angaben von Citroën-Spre­cher Thomas Albrecht in Köln werden in derart aus­gerüs­teten Fahr­zeu­gen die Notrufe vom System immer dann aus­gelöst, wenn nach einer Karam­bolage ein Airbag oder ein Gurt­straf­fer zünden. „Wenn der Fahrer nur Zeuge eines Unfalls ist, lässt sich der Notruf auch durch das Drücken der SOS-Taste akti­vie­ren.”

Ist die digi­tale Ret­tungs­kette erst einmal ange­stoßen, geht die Alar­mie­rung nach Angaben aus der BMW-For­schung in München sehr schnell: Die Elek­tro­nik schickt eine SMS oder ein Daten­paket mit der genauen Posi­tion an die Ret­tungs­zen­trale, während gleich­zei­tig eine Sprach­ver­bin­dung ins Auto auf­gebaut wird. Wenn die Pas­sagiere noch ansprech­bar sind, können die Helfer auf diese Weise schon unter­wegs wich­tige Infor­matio­nen zum Bei­spiel über Ver­let­zun­gen erhal­ten.

Im einem von ADAC organisierten Praxis­test hat sich das System für Deutsch­land bereits bewährt, sagt Con­tinen­tal-Spre­che­rin Katja Mattl. In 94 Prozent aller simu­lier­ten Not­fälle seien die Posi­tions­daten inner­halb der ersten 35 Sekun­den in der Ret­tungs­zen­trale ein­getrof­fen. „Bei 83 Prozent der Notrufe war die Posi­tions­genau­igkeit besser als 30 Meter, bei wei­teren 15 Prozent besser als 100 Meter.” Ver­letzte können so schnel­ler ver­sorgt werden, da die Retter direkt zur Unfall­stelle gelei­tet werden.

Neu ist eCall aller­dings nicht. In den sehr viel dünner besie­del­ten USA werden solche Lösun­gen bereits seit mehr als zehn Jahren ange­boten. Und auch in Europa bieten eine Reihe von Fahr­zeugher­stel­lern solche Tele­matik-Ein­hei­ten an - aller­dings nur gegen Auf­preis. So gibt es einen ent­spre­chen­den SOS-Knopf auch neben dem Innen­spie­gel vieler BMW-Modelle, beim Connect-Navi­gati­ons­sys­tem von Fiat oder in den Mul­time­dia-Sys­temen von Peugeot und Citroën.

Vollkommen offen ist noch der Preis für die Tech­nolo­gie. „Anrufe und Datenü­ber­mitt­lung werden zwar wie der bis­herige Notruf kos­ten­los sein. Doch was den End­kun­den die Geräte für Kom­muni­kation und Posi­tions­bestim­mung kosten werden, kann man bislang noch nicht absehen”, sagt ein Con­tinen­tal-Ent­wick­ler. Von Thomas Geiger, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/08/24/service/auto/t/rzo358575.html
Freitag, 24. August 2007, 9:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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