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Dienstag, 25. September 07

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Berlin - Die Fil­mema­cher Matt­hias Glasner, Lars Kraume und Jürgen Vogel haben eine gemein­same Pro­duk­tions­firma gegrün­det. Der Name „Bad­lands Film” erin­nert an die New-Hol­lywood-Bewe­gung der 70er Jahre und den...

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München - Das dra­mati­sche Leben des legen­dären Räubers Mathias Kneißl wird zurzeit für das Kino ver­filmt: Maxi­milian Brück­ner („Schwere Jungs”) spielt den baye­rischen Volks­hel­den...

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Ein beschwingter Walser zu Viert

Für beschwingte Filme mit Anspruch hat der Regis­seur Rainer Kauf­mann ein gutes Händ­chen. Sei es in der Krimi- Ver­fil­mung „Die Apo­the­kerin” oder in dem Fern­seh­film „Marias letzte Reise” über eine krebs­kranke Bäuerin ­ stets gelingt dem Fil­mema­cher ein unter­halt­sames Zusam­men­spiel aus Span­nung, Gefühl und Humor.

Ein fliehendes Pferd

Klaus (Ulrich Tukur), Helmut (Ulrich Nöthen), Helene (Petra Schmidt-Schal­ler) und Sabine (Katja Riemann, l-r) sind gemein­sam unter­wegs.

Auch in seinem neuen Werk „Ein flie­hen­des Pferd”, das am 20. Sep­tem­ber im Kino anläuft, setzt Kauf­mann auf diese Mischung. Seine Ver­fil­mung einer Novelle von Martin Walser ist eine leichte Som­mer­komö­die, die sich im Laufe der Geschichte zu einer span­nen­den Analyse lang­jäh­riger Bezie­hun­gen wandelt.

Ausgangspunkt ist das zufällige Treffen von zwei alten Stu­dien­freun­den und ihren Frauen im Urlaub am Boden­see. Was als harm­loses Wie­der­sehen beginnt, ent­wickelt sich zu einer dra­mati­schen, hoche­motio­nalen Begeg­nung, bei der tief ver­bor­gene Ängste, Sehnsüchte und Ver­let­zun­gen zutage treten. Gedreht wurde in Über­lin­gen und Umge­bung sowie auf dem Boden­see. Nur für einen hef­tigen Sturm, für den der Wind die Wogen gefähr­lich hoch auf­peitscht, wich das Team auf einen rie­sigen Was­ser­pool auf der Mit­tel­meer-Insel Malta aus.

Behutsam über­tru­gen Kauf­mann und die Dreh­buch­auto­ren Ralf Hertwig und Kathrin Richter die 1978 erschie­nene Novelle in die heutige Zeit. Im Mit­tel­punkt stehen Helmut (Ulrich Noethen) und Sabine (Katja Riemann), die seit Jahren ihre Ferien am Boden­see ver­brin­gen. Sie haben sich in ihrem Alltag gut ein­gerich­tet. Der ist zwar nicht mehr span­nend, dafür aber sehr bequem.

Doch dann taucht Klaus auf - von Ulrich Tukur wun­der­bar als auf­dring­licher Lebe­mann gespielt, der mit der jungen hüb­schen Helene (Petra Schmidt-Schal­ler) eine span­nungs­volle Bezie­hung unter­hält. „Es war herr­lich für mich, mal so eine rich­tige Ner­ven­säge zu spielen”, bekannte Tukur. Mit seiner uner­bitt­lichen Auf­dring­lich­keit bringt er das biedere Ehe­leben von Klaus und Sabine gewal­tig durch­ein­ander: Helmut träumt von Helene und von auf­regen­dem Sex, der in seiner Ehe zur reinen Pflich­ter­fül­lung ver­kom­men ist. Sabine dagegen ent­deckt ihre Gefühle für Klaus, der sich forsch und nervig in ihr Leben drängt. Ganz all­mäh­lich fangen die Ehe­leute an, sich selbst und ihre Bezie­hung in Frage zu stellen. Bei einem Segel­törn auf dem Boden­see kommt es schließ­lich zu einer dra­mati­schen Wende.

Walsers Geschichte spiele in einer Zeit, in der die sexu­elle Revo­lution gerade Fuß gefasst habe, erklärt Kauf­mann. „In die heutige Zeit hätte das so nicht über­tra­gen werden können. In Film gehe es mehr um Helmut und Sabine und um die Trag­fähig­keit einer so langen Bezie­hung. „Und darüber, wie kann man eine solche Bezie­hung in der Mitte seines Lebens noch mal auf­bre­chen oder reno­vie­ren oder ver­ändern.” Wenn man sich am Ende fragt, ob Klaus und Helene wirk­lich exis­tiert haben, ist das durch­aus beab­sich­tigt. „Eigent­lich sind es Figuren, die aus dem Unter­bewusst­sein ent­stan­den sind von Helmut und Sabine. Das ist die größte Befürch­tung und die größte Hoff­nung”, erläu­tert der Regis­seur. „Die Erotik auf der einen Seite ist wie eine Art von Hoff­nung, und die Bedräng­nis und die Zer­störung des Alten ist die größte Furcht.”

Während das Drehbuch geschrieben wurde, hielt sich Walser zurück. Erst ein halbes Jahr vor Beginn der Dreh­arbei­ten kam er dazu. Bei den Dia­logen habe er „dann und wann ein wenig ein­gegrif­fen”, sagt er. Das Gesam­ter­geb­nis hat ihn auf jeden Fall über­zeugt. „Es ist ein Glücks­fall für einen Autor, dass ein Film selbst­stän­dig wird, nicht skla­visch am Buch entlang filmt und ein eigenstän­diges Kunst­werk wird.” Von Cordula Dieck­mann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/09/24/magazin/kino/t/rzo364112.html
Dienstag, 18. September 2007, 7:36 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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