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Freitag, 14. Juni 13

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TSG-Mäzen rückt 05-Manager in Rassismus-Ecke

Unap­petit­liche Anschul­digun­gen

Mainz - Das Zweit­liga­spiel des FSV Mainz 05 bei der TSG Hof­fen­heim (0:1) vom Sonntag hat ein Nachspiel. Und zwar ein höchst unap­petit­liches. In einem Brief sowie in einem Interview auf der Vereins-Homepage bezich­tigt Mäzen Dietmar Hopp den 05-Manager, bewusst Hass auf die TSG zu schüren und rückt Christian Heidel in die Rassismus-Ecke.

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05-Manager Christian Heidel (rechts) und Präsident Harald Strutz: Geschockt von den unap­petit­lichen Vorwürfen aus Hof­fen­heim. Heidel wehrte sich in einem Schreiben gegen die Anschul­digun­gen und ging damit in die Öffent­lich­keit.

Am Dienstag flatterte dem FSV Mainz 05 ein an den Prä­siden­ten Harald Strutz gerich­tetes Fax in die Geschäfts­stelle. Absender: die TSG Hof­fen­heim. Unter­schrie­ben von Dietmar Hopp, dem schwer­rei­chen Mäzen sowie von Jochen A. Rotthaus dem Geschäfts­füh­rer des Zweit­ligis­ten. Inhalt: Hopp und sein Geschäfts­füh­rer beschwe­ren sich bei dem 05-Chef über ein Interview, das Christian Heidel der Sonntags-FAZ gegeben hat. Hopp wirft dem 05-Manager vor, in unver­ant­wort­licher Art und Weise seinen Verein ange­grif­fen zu haben. Und dabei versteigt sich der Mil­liardär zu folgender schwer wiegenden For­mulie­rung: "Jedermann ist glücklich darüber, dass der Deutsche Fußball Bund und die DFL mit kon­sequen­ter Härte gegen Rassismus vorgehen. Wir würden uns wünschen, dass man Dis­kri­minie­rung, wie sie Herr Heidel betreibt, mit der gleichen Kon­sequenz verfolgt. Denn diese infame Dif­famie­rung unseres Clubs, die wohl bewusst den Hass auf Hof­fen­heim schüren soll, ist auch geeignet, Gewalt gegen uns aus­zulö­sen."

Entsetzen am Bruchweg

Am Bruchweg löste dieser Schrieb großes Entsetzen aus. Die Vorwürfe alleine sind schon ein starkes Stück. Hopp hat den Brief, in dem er die 05er auf­for­dert, sich von "den Ent­glei­sun­gen" ihres Managers zu distan­zie­ren, dazu in Kopie an DFB-Chef Theo Zwanziger, an Natio­nal­mann­schafts-Manager Oliver Bierhoff, an DFL-Geschäfts­füh­rer Christian Seifert sowie an diverse Medien im Rhein-Neckar-Raum geschickt. Zusätz­lich bekräf­tigte Hopp die Anschul­digun­gen in einem Interview auf der Homepage der TSG Hof­fen­heim. Damit stellte der SAP-Gründer die größt­mög­liche Öffent­lich­keit her. Und seitdem brennt überall die Luft.

Heidel hat sich mit Strutz ver­stän­digt und dem Hof­fen­hei­mer Macher selbst geant­wor­tet. "Ich kann es nicht fassen und diese Reaktion überhaupt nicht verstehen", sagte der 05-Manager gestern am Rande des Pokal­spiels der 05-Zweiten in Ingelheim. Heidel hat seinen Text an den gleichen Verteiler geschickt, aller­dings nicht an die Zeitungen. "Erst als bei mir diverse Boulevard-Blätter und andere Medien anriefen, habe auch ich mich an die Presse gewandt. Ich hätte die Unstim­mig­kei­ten gerne intern gelöst. Aber das ist nun nicht mehr möglich."

Modell Hof­fen­heim kritisch betrach­tet

Um was geht es eigent­lich bei diesem Theater? Im FAZ-Interview hatte sich Heidel in die Reihe der­jeni­gen eingefügt, die das Modell Hof­fen­heim kritisch betrach­ten. "Es ist legitim, dieses Konzept aus Sicht eines Pro­fic­lubs zu hin­ter­fra­gen", sagt der 40-Jährige. "Ich habe meine Bedenken dahin­gehend geäußert, wie sich der Fußball in Deutsch­land verändern könnte, sollte dieses Modell Schule machen. Und ich weiß, 35 Pro­fiklubs denken genauso."

Der 05-Manager hatte dasBei­spiel von Johanna Quandt (eine der reichsten deutschen Unter­neh­merin­nen) gewählt. "Sollte Frau Quandt in Bad Homburg Geschmack am Fußball finden, wäre es für sie aufgrund der finan­ziel­len Mög­lich­kei­ten pro­blem­los zu rea­lisie­ren, die dort spielende SpVgg Bad Homburg in Kürze in die Bun­des­liga zu bringen", erklärte Heidel seine Aussagen. "Ich glaube, es steht außer Frage, dass dies Fuß­ball­ver­eine, die ihre Einnahmen und Etats aus ihrer täglichen Arbeit heraus erwirt­schaf­ten, mit Besorgnis regis­trie­ren würden, denn die zu ver­gebe­nen Plätze für Vereine dieser Struktur redu­zie­ren sich."

Heidel: "Geradezu geschockt"

"Für mich ist das eine ganz schwie­rige Situation, denn ich muss mich hier mit jemand anlegen, der eine ganz andere Nummer ist. Ich weiß nicht, was daraus noch entsteht", sagte der 40-Jährige gestern. "Ich weiß aller­dings, dass ich mich ent­schie­den dagegen verwahren muss. Ebenso gegen die Anschul­digung, vor Jour­nalis­ten Hass­aus­brüche gehabt und die TSG mit Dreck beworfen zu haben."

Deshalb hat der 05-Manager dem Mil­liardär geschrie­ben, "dass ich geradezu geschockt bin, dass Sie meine Kritik am Modell Hof­fen­heim mit Ras­sen­dis­kri­minie­rung auf eine Stufe stellen und diese Kritik mit gleicher Kon­sequenz verfolgt wissen wollen. Genauso schlimm ist für mich die Unter­stel­lung, meine Kritik soll bewusst Hass und Gewalt gegen Ihren Verein auslösen. Das ist für mich in keiner Weise akzep­tabel. Ich halte es für mehr als grenz­wer­tig, Ver­glei­che dieser Art anzu­stel­len."

Jörg Schneider


http://rhein-zeitung.de/on/07/10/04/sport/r/mainz-1.html
Donnerstag, 04. Oktober 2007, 09:16 © RZ-Online GmbH (aj)
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