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Freitag, 05. Oktober 07

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Simmern - Wozu die Lese­gewohn­hei­ten eines Kindes führen können, zeigt eine Autorin aus Simmern im Wes­ter­wald. Eine Geschichte ihrer Kin­der­tage wurde zum Leit­bild für ihr lite­rari­sches Schaf­fen.

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Roman geht auf Zeitreise

Simmern - Wozu die Lese­gewohn­hei­ten eines Kindes führen können, zeigt eine Autorin aus Simmern im Wes­ter­wald.

Die ehemalige Zisterzienserabtei

Die ehe­malige Zis­ter­zien­ser­abtei Heis­ter­bach im Sie­ben­gebirge (Rhein-Sieg-Kreis) bietet die Kulisse für den zweiten Roman, "Das Rätsel der Templer", der Autorin Martina André aus Simmern im Wes­ter­wald.

Eine Geschichte ihrer Kin­der­tage wurde zum Leit­bild für ihr lite­rari­sches Schaf­fen. Am heu­tigen Don­ners­tag liest Martina André aus ihrem aktu­ellen Buch.

Caesarius von Heisterbach, der Mönch, der im Wald ein­geschla­fen und auf eine Zeit­reise von 300 Jahren gegan­gen ist (manche Quellen spre­chen auch von 1000 Jahren), fas­ziniert die acht­jäh­rige Martina so sehr, dass die Geschichte 38 Jahre später die Vorlage für einen Roman liefert. Dieser Roman von Martina André (46) aus Simmern im Wes­ter­wald ist jetzt erschie­nen: "Das Rätsel der Templer". Bereits mit ihrem Debüt "Die Gegen­päps­tin", das im Mai erschie­nen ist, hat die Autorin großen Erfolg - 30 000 Exem­plare sind ver­kauft, die dritte Auflage ist gedruckt.

"Das Thema Zeit­reise hat mich von jeher fas­ziniert, und vor einigen Jahren dachte ich mir, jetzt fängst du einfach mal an zu schrei­ben", erzählt sie. "Und dann habe ich erst mal 14 Tage nur geschrie­ben", sagt sie weiter. Was nach zwei Jahren dabei her­aus­kam, war ein 950 Seiten umfas­sen­des Werk, das zuerst einmal von einer befreun­deten Dreh­buch­auto­rin zer­ris­sen wurde - "zu lang, zu viele Adjek­tive, zu erzäh­lerisch", war das Urteil. Also setzte Martina André sich hin und kor­rigierte etliche Male. Außer­dem bemühte sie sich um Kurse, in denen ange­hen­den Schrift­stel­lern das Hand­werks­zeug ver­mit­telt werden sollte: "Ich wollte aus­pro­bie­ren, wie es funk­tio­niert."

Und es hat funktioniert. Denn der dann ein­gereichte Roma­nent­wurf fand bei einem Ham­bur­ger Agenten Beach­tung. Ihm gefiel der Stil. Ansch­ließend fand er dann bei einem renom­mier­ten Verlag so viel Beach­tung, dass der Ver­lags­lei­ter der Self­made-Autorin erst einmal ein Auf­trags­werk in die Hände legte: Ein "Roman mit moder­nen und his­tori­schen Antei­len, in dem Maria Mag­dalena eine der Pro­tago­nis­tin­nen ist", lautete die Feu­erprobe.

"Ich wollte die Geschichte auf rea­lis­tische Füße stellen", erklärt die Autorin. Sie hat sich mit der Frau­enrolle in der katho­lischen Kirche befasst, über die Orga­nisa­tionss­truk­turen des Vati­kans recher­chiert, sich mit den vier Evan­gelien und der Rolle der Maria Mag­dalena darin beschäf­tigt. Das Exposé hatte sie in zwei­ein­halb Stunden geschrie­ben. In das Buch hat sie mehr als ein Drei­vier­tel­jahr lang ihre Frei­zeit inves­tiert. So ganz neben­bei, neben Teil­zeit­job bei der Bun­des­poli­zei in Koblenz und Familie. "Im Augen­blick ist das Schrei­ben für mich mehr ein Hobby, und meine Arbeit als Ver­wal­tungs­beam­tin steht für mich nach wie vor im Vor­der­grund", erzählt die Mutter eines Sohnes.

Aber für die Recherche zu ihren Lieb­lings­the­men nimmt sie sich immer wieder Zeit. "Ich habe mehr und mehr pro­fes­sio­nell recher­chiert und geschrie­ben", erklärt sie mit Stolz. Sie unter­nimmt Recher­che­rei­sen ins Ausland. Dabei lernt sie Men­schen kennen, die ihr im rich­tigen Augen­blick die ent­schei­den­den Dinge erzählen können. So wie das schot­tische Ehepaar Mairi und George, oder der Pfarrer aus Darm­stadt, der dem Mit­tel­hoch­deut­schen in drei Dia­lek­ten mächtig ist und für ihr aktu­elles Werk "Das Rätsel der Templer" ganze Dialog-Pas­sagen vom Hoch­deut­schen ins Mit­tel­hoch­deut­sche über­setzt hat. Sie setzt sich mit Numis­mati­kern in Ver­bin­dung. Sie recher­chiert aus­gie­big in der Lan­des­biblio­thek und liest Dok­tor­arbei­ten, zum Bei­spiel über die Führungs­hier­archien der Templer. Sie legt Wert auf Genau­igkeit. Aber nicht his­torisch ist ihr Motto, sondern rea­lis­tisch-fan­tas­tisch.

"Da kennen wir uns 25 Jahre, und dann so was", ruft die Schwie­ger­mut­ter von Martina André, als sie das erste Buch in den Händen hält, zu dem nach sehr kurzer Zeit sogar schon ein Hörbuch erschie­nen ist und eine Option auf die Film­rechte ver­kauft wurde. Bereits mit acht Jahren hatte Martina André "Götter, Gräber und Gelehrte" gelesen und Paul Frischau­ers Welt­geschichte in Romanen. "Kin­der­bücher haben mich nicht so inter­essiert."

Und so schreibt sie heute bei mystisch klin­gen­der Musik von Loreena McKen­nitt auf der Geschichte basie­rende Romane und nutzt den Namen ihrer huge­not­tischen Urgroßmut­ter als Pseud­onym. Denn ihren Namen möchte die medien­scheue Autorin nicht preis­geben. (Susanne Willke)

RZO


http://rhein-zeitung.de/on/07/10/04/magazin/szeneregional/t/rzo368036.html
Donnerstag, 04. Oktober 2007, 10:48 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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