IVWPixel Zählpixel
Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Gesundheit Beruf Lexikon
Montag, 17. Feb. 20
RZ-Akademie

Karlsruhe/St. Gallen (dpa/tmn) - Blogs und Pod­casts spielen in der Wei­ter­bil­dung von Führungs­kräf­ten noch kaum eine Rolle. Wich­tiger gewor­den ist dagegen das per­sön­liche Coa­ching.

Bonn - Selbst­stän­dige sollten auch wei­ter­hin die Kosten für die Fahrt zur Arbeit notie­ren. Denn die Kürzung bei der Ent­fer­nungs­pau­schale werde derzeit gericht­lich geprüft...

Bochum - Gute Pro­dukte einer Firma garan­tie­ren nicht, dass diese auch ein guter Arbeit­geber ist. Poten­zielle Bewer­ber sollten sich daher gründ­lich über das Unter­neh­men infor­mie­ren und mög­lichst vor Ort Ein­drü­cke...

Hens­tedt-Ulzburg - Schon Schüler sollten laut Exper­ten eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung besit­zen, auch wenn sie noch keinen Beruf ausüben. Kommen sie beim Sport oder in ihrer Frei­zeit zu Schaden und sind dadurch...

Hamburg - Der Inter­natio­nale Tag des Lehrers soll an die wich­tige Rolle der Päd­ago­gen bei der Aus­bil­dung der jungen Gene­ration erin­nern. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Bessere Arbeits­bedin­gun­gen für Lehrer -...

Wies­baden/Berlin - In Deutsch­lands Klas­sen­zim­mern stehen immer ältere Lehrer vor den Schü­lern. Die 792 000 haupt­beruf­lichen Lehr­kräfte an den all­gemein­bil­den­den und beruf­lichen Schulen waren im ver­gan­genen Schul­jahr...

Beruf & Bildung

News  

Recht  

Weiterbildung  

Wie werde ich...  

Ausbildungspaten helfen bei der Lehrstellensuche

Han­nover - In der Schule hatte Emir „keinen Bock” auf eine Aus­bil­dung. Eigent­lich hatte er auf gar nichts Bock.

Paten helfen bei der Lehrstellensuche

Günther Müller (M) hilft Jugend­lichen bei der Lehr­stel­len­suche. (Bild: dpa)

Dann lernte er Günther Müller kennen. Der 67-Jährige ehe­malige Bau­tech­niker ist Aus­bil­dungs­pate beim Frei­wil­ligen­zen­trum Han­nover.

Er hilft Jugendlichen dabei , einen Aus­bil­dungs­platz zu bekom­men. Jetzt haben Emir und sein Kumpel Maher einen Vertrag mit einem renom­mier­ten Bau­unter­neh­men und lassen sich zum Beton­bauer aus­bil­den. „Ohne Herrn Müller hätten wir Bewer­bun­gen geschrie­ben, Absagen bekom­men und fertig”, ist der 19-Jährige über­zeugt. „Durch ihn kam bei mir die Moti­vation. Der Rentner habe in seinem Kopf einen Hebel umge­legt.

Das Projekt „Aus­bil­dungs­paten” unter­stützt seit 2006 vor­ran­gig Haupt­schü­ler. Diese hätten bei der Suche nach einer Lehr­stelle oft schlechte Karten, erklärt Ingrid Ehr­hardt, Geschäfts­füh­rerin des Frei­wil­ligen­zen­trums. Als Paten enga­gie­ren sich Ehren­amt­liche mit lang­jäh­riger Berufs­erfah­rung. Sie schrei­ben zusam­men mit den Jugend­lichen Bewer­bun­gen und üben Vor­stel­lungs­gespräche. Der Arbeits­auf­wand für die Paten liege wöchent­lich bei min­des­tens andert­halb Stunden, sagt Ehr­hardt. „Die meisten inves­tie­ren aber viel mehr Zeit.” Ins­gesamt arbei­ten momen­tan 40 bis 50 Paten im Projekt mit. 22 Schüler konnten bereits an Betriebe ver­mit­telt werden.

Die Ausbildungspaten erzeugen Ehrhardts Ansicht nach weniger Druck als die Eltern der Jugend­lichen. „Unsere Paten wissen, dass nicht immer alles sofort klappt.” Sie seien wich­tige Vor­bil­der für die Heran­wach­sen­den und müssten daher mit Ver­spre­chun­gen sehr vor­sich­tig sein. Günther Müller ist sich seiner großen Verant­wor­tung bewusst. Von seinen Jugend­lichen fordert der pen­sio­nierte Bau­tech­niker aber auch Eigenini­tia­tive: „Sie müssen zeigen, dass sie wirk­lich wollen.”

Sein Erfolg ent­schä­digt ihn für manch eine Ent­täu­schung: „Wenn ich einem Jugend­lichen zu einer Aus­bil­dung ver­hel­fen kann, baut mich das inner­lich richtig auf.” Gegen Haupt­schü­ler hätten viele Unter­neh­men Vor­behalte. Das kann Müller, der selbst die Volks­schule besucht hat, nicht nach­voll­zie­hen: „Haupt­schü­ler sind besser als ihr Ruf!”

Die Idee, Ausbildungspaten einzusetzen , stammt von Ingrid Wage­mann, Rats­frau der Han­nove­raner Grünen und jugend­poli­tische Spre­che­rin. „Durch das Projekt bekom­men die Jugend­lichen eine neue Per­spek­tive erklärt sie. Viele Schüler hätten einen ein­geschränk­ten Blick­win­kel und wüssten gar nicht genau, welchen Job sie ausüben wollten. Die Paten habe sie als „un­glaub­lich enga­giert ken­nen­gelernt. „Das sind rich­tige Über­zeu­gungs­täter.

Emir und Maher sind Günther Müller für seine Unter­stüt­zung dankbar. „Er ist ein Mann mit Erfah­rung sagt Emir. „Es ist immer gut, Leute mit Bezie­hun­gen zu kennen.” Selbst als Aus­bil­dungs­paten zu arbei­ten, können sich die beiden aller­dings nicht vor­stel­len. Zu groß wäre die Angst davor, von den Jugend­lichen ent­täuscht zu werden. Günther Müller hat seine Zuver­sicht noch nicht ver­loren: „Wenn ein biss­chen Selbst­wille da ist, schaf­fen wir gemein­sam alles.”

Auch Uwe Ritzmann vom Niedersächsischen Kul­tus­minis­terium bewer­tet das Projekt positiv: „Hier steht die indi­vidu­elle För­derung jedes ein­zel­nen Schü­lers im Vor­der­grund. Er könne sich vor­stel­len, dass das Projekt bun­des­weit Schule macht. Ein Schritt in diese Rich­tung könnte der auf dem Inte­gra­tions­gip­fel im Juli gefasste Beschluss sein, ein bun­des­wei­tes Netz­werk von Bil­dungs­paten zur Betreu­ung von Kindern mit Migra­tions­hin­ter­grund auf­zubauen.

Weitere Infor­matio­nen: www.freiwilligenzentrum-hannover.de Von Chris­tine Cor­nelius, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/10/05/service/berufbildung/t/rzo357785.html
Dienstag, 21. August 2007, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion