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Dienstag, 11. Aug. 20
RZ-Akademie

Karlsruhe/St. Gallen (dpa/tmn) - Blogs und Pod­casts spielen in der Wei­ter­bil­dung von Führungs­kräf­ten noch kaum eine Rolle. Wich­tiger gewor­den ist dagegen das per­sön­liche Coa­ching.

Bonn - Selbst­stän­dige sollten auch wei­ter­hin die Kosten für die Fahrt zur Arbeit notie­ren. Denn die Kürzung bei der Ent­fer­nungs­pau­schale werde derzeit gericht­lich geprüft...

Bochum - Gute Pro­dukte einer Firma garan­tie­ren nicht, dass diese auch ein guter Arbeit­geber ist. Poten­zielle Bewer­ber sollten sich daher gründ­lich über das Unter­neh­men infor­mie­ren und mög­lichst vor Ort Ein­drü­cke...

Hens­tedt-Ulzburg - Schon Schüler sollten laut Exper­ten eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung besit­zen, auch wenn sie noch keinen Beruf ausüben. Kommen sie beim Sport oder in ihrer Frei­zeit zu Schaden und sind dadurch...

Hamburg - Der Inter­natio­nale Tag des Lehrers soll an die wich­tige Rolle der Päd­ago­gen bei der Aus­bil­dung der jungen Gene­ration erin­nern. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Bessere Arbeits­bedin­gun­gen für Lehrer -...

Wies­baden/Berlin - In Deutsch­lands Klas­sen­zim­mern stehen immer ältere Lehrer vor den Schü­lern. Die 792 000 haupt­beruf­lichen Lehr­kräfte an den all­gemein­bil­den­den und beruf­lichen Schulen waren im ver­gan­genen Schul­jahr...

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Ostdeutsche Unis zahlen Begrüßungsgeld an West-Studenten

Berlin - Sie ver­spre­chen ein Begrüßungs­geld von 80 Euro, legen Bier­deckel in Sze­nek­nei­pen aus oder senden Kinos­pots jen­seits der Lan­des­gren­zen: Beim Werben um Stu­den­ten aus West­deutsch­land werden ost­deut­sche Hoch­schu­len immer ein­falls­rei­cher.

Studium im Osten

Audimax in Rostock: Ost­deut­sche Unis werben um West-Studenten. (Bild: dpa)

Und der Lockruf des Ostens wird erhört. Viele Hoch­schu­len in den öst­lichen Bun­des­län­dern ver­zeich­nen zum Semes­ter­start im Herbst einen Bewer­ber­ansturm. Das mag nicht allein an den Ima­gekam­pagnen der Hoch­schu­len liegen. Der größte Trumpf des Ostens aus Stu­den­ten- ist seine kos­tengüns­tige Bildung. Keines der neuen Bun­des­län­der erhebt Stu­dien­gebühren - inklu­sive Berlin.

Im Westen der Republik ist ein Erst­stu­dium teuer gewor­den. Fast alle Bun­des­län­der von Hamburg bis Bayern kas­sie­ren inzwi­schen pro Semes­ter Hoch­schul- bis zu 500 Euro - Aus­nah­men sind Schles­wig- oder Rhein­land- Allein das bietet den Hoch­schu­len im Osten einen Stand­ort­vor­teil. Ein breit gefächer­tes Stu­dien­ange­bot und güns­tige Mieten kommen oft hinzu.

Doch die Ima­gekam­pagnen, die vom Begrüßungs­geld in Ebers­walde über Gut­schein- in Mag­deburg bis zum Erlass von Park­gebühren in Schmal­kal­den reichen, sind auch Teil eines Demo­gra­phie- um junge Leute. Denn von Übe­ral­terung und Abwan­derung sind auch die Hoch­schul- in Ost­deutsch­land nicht aus­genom­men.

Auf kleine Gastgeschenke als Stu­dien­anreiz wollen sich die Uni­ver­sitäten des Ostens jedoch nicht redu­zie­ren lassen. So wirbt Meck­len­burg- zwar mit der Broschüre „Zwi­schen Strand und Audimax” um Stu­dienan­fän­ger. Von einem Segel­törn auf der Ostsee mache aber kein Hoch­schü­ler seine Stu­dien­platz­wahl abhän­gig, sagt Rainer Wes­ter­mann, Rektor der Uni Greifs­wald. „Wir wollen mit exzel­len­ter Lehre Stu­den­ten aus den Alt­bun­des­län­dern an die Küste ziehen und nicht mit Frei­zeit­ange­boten betont er. Der Lockruf des Nord­ostens hat Erfolg: In Greifs­wald kommen inzwi­schen 37 Prozent der 11 000 Stu­den­ten aus dem Westen, in Rostock sind es 18 Prozent.

Bran­den­burg hat die Werbung für seine Hoch­schu­len auf Bier­deckel drucken lassen und in Ber­liner Sze­nek­nei­pen ver­teilt. Das Land mit rund 42 000 Hoch­schü­lern muss zwar noch nicht um Stu­den­ten buhlen. Doch es gibt Druck von anderer Seite: Bran­den­burg bekommt aus dem Hoch­schul­pakt des Bundes in den nächs­ten drei Jahren nur dann die begehr­ten 16 Mil­lio­nen Euro, wenn die Stu­dienan­fän­ger­zahl kon­stant bleibt. Dafür lohnt es sich, im nahen Berlin Abi­turi­enten zu ködern. Die Argu­mente: inno­vative Stu­diengänge wie Trieb­werks­tech­nik oder gute Ange­bote für Stu­den­tin­nen mit Kind.

Thüringische Hochschulstädte wie Ilmenau oder Schmal­kal­den ver­lan­gen für den Erlass der bun­des­weit übli­chen Ver­wal­tungs­gebühren pro Semes­ter, dass Stu­den­ten dort ihren Erst­wohn­sitz anmel­den. Das ist eine beliebte Praxis in vielen Hoch­schul- - in Ost wie West. Denn mit mehr Ein­woh­nern in der Sta­tis­tik bekommt eine Stadt mehr Finanz­zuwei­sun­gen vom Land. Die Tech­nische Uni­ver­sität Ilmenau wirbt darüber hinaus in den Kinos des Nach­bar­lan­des Hessen für ihr Angebot. In Hessen kostet ein Erst­stu­dium von diesem Herbst an 500 Euro pro Semes­ter. Jena will sich gleich zu einem europäi­schen „Stu­den­ten­para­dies” mausern und befragt Stu­den­ten gezielt nach ihren Wün­schen. Zu den neues­ten Ange­boten zählt ein Stu­dien­gang Ara­bis­tik.

Sachsen und Berlin stre­cken ihre Fühler noch weiter aus - Rich­tung Ausland. An der Tech­nischen Uni­ver­sität Dresden stu­die­ren zur Zeit zum Bei­spiel 800 Chi­nesen. Von den 35 000 TU-Stu­den­ten kommen 10 Prozent aus dem Ausland. Die Ber­liner Uni­ver­sitäten werben unter anderem in New York für ihr Angebot. Ohne aus­län­dische Stu­den­ten könnten deut­sche Hoch­schu­len inter­natio­nal kaum kon­kur­renz­fähig bleiben, schätzt Dieter Lenzen, Prä­sident der Freien Uni­ver­sität. Von Ulrike v. Lesz­czyn­ski, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/10/05/service/berufbildung/t/rzo357828.html
Dienstag, 21. August 2007, 12:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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