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Dienstag, 25. Feb. 20
RZ-Akademie

Karlsruhe/St. Gallen (dpa/tmn) - Blogs und Pod­casts spielen in der Wei­ter­bil­dung von Führungs­kräf­ten noch kaum eine Rolle. Wich­tiger gewor­den ist dagegen das per­sön­liche Coa­ching.

Bonn - Selbst­stän­dige sollten auch wei­ter­hin die Kosten für die Fahrt zur Arbeit notie­ren. Denn die Kürzung bei der Ent­fer­nungs­pau­schale werde derzeit gericht­lich geprüft...

Bochum - Gute Pro­dukte einer Firma garan­tie­ren nicht, dass diese auch ein guter Arbeit­geber ist. Poten­zielle Bewer­ber sollten sich daher gründ­lich über das Unter­neh­men infor­mie­ren und mög­lichst vor Ort Ein­drü­cke...

Hens­tedt-Ulzburg - Schon Schüler sollten laut Exper­ten eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung besit­zen, auch wenn sie noch keinen Beruf ausüben. Kommen sie beim Sport oder in ihrer Frei­zeit zu Schaden und sind dadurch...

Hamburg - Der Inter­natio­nale Tag des Lehrers soll an die wich­tige Rolle der Päd­ago­gen bei der Aus­bil­dung der jungen Gene­ration erin­nern. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Bessere Arbeits­bedin­gun­gen für Lehrer -...

Wies­baden/Berlin - In Deutsch­lands Klas­sen­zim­mern stehen immer ältere Lehrer vor den Schü­lern. Die 792 000 haupt­beruf­lichen Lehr­kräfte an den all­gemein­bil­den­den und beruf­lichen Schulen waren im ver­gan­genen Schul­jahr...

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Alles wegen des Fachkräftemangels: Betriebe kooperieren mit Schulen

Pader­born - Lehr­linge müssen feilen. Das ändert sich in der Indus­trie ver­mut­lich nie.

Wincor Nixdorf

Ein Mit­arbei­ter schraubt bei Wincor Nixdorf an einem Geld­auto­maten. (Bild: dpa)

Was sich ändert, ist der Arbeits­markt - in Deutsch­land fehlen Fach­kräfte, vor allem Inge­nieure, aber auch Infor­mati­ker und Maschi­nen­bauer.

Und das bei mehr als 3,7 Millionen Arbeits­losen. „Wir könnten aus dem Stand 50 bis 100 Inge­nieure ein­stel­len”, sagt Joachim Ohse, Per­sonal­lei­ter des Auto­zulie­ferers Ben­teler in Pader­born. Gleich­zei­tig suchten laut Stand vom 31. Juli bun­des­weit 236 000 junge Men­schen eine Lehr­stelle - bei 123 000 offenen Stellen. Doch wegen feh­len­der Fach­kräfte denkt manches Unter­neh­men um. Zusam­men­arbeit mit Schulen, auch Haupt­schu­len, soll Betrie­ben den Nach­wuchs sichern.

„Schul­part­ner­schaf­ten sind die stärkste Waffe, die wir gegen Jugend­arbeits­losig­keit haben”, sagt Herbert Sommer, Son­der­beauf­trag­ter für Berufs­aus­bil­dung der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Ost­west­falen zu Bie­lefeld und ehe­mali­ger IHK-Prä­sident. Der Mangel an Fach­arbei­tern sei vielen Unter­neh­mern bewusst. „Das ist genau der Punkt, den diese Unter­neh­men alle schon erkannt haben.”

Daher arbeitet beispielsweise Benteler , ein Unter­neh­men mit bun­des­weit rund 650 Aus­zubil­den­den, mit Schulen und der Uni­ver­sität Pader­born zusam­men. Dem Inge­nieurs­man­gel soll ein „Kom­bina­tions­stu­dien­gang” abhel­fen - ein Studium zum Maschi­nen­bau-, Elektro- oder Wirt­schaft­sin­genieur ver­bun­den mit einer Aus­bil­dung zum Indus­trie­mecha­niker oder Elek­tro­niker. Der andere Weg heißt Koope­ration mit einer Haupt­schule. In einer spe­ziel­len Klasse können 15 Schüler, die sich eigens dafür ent­schie­den haben, ver­stärkt Mathe, Natur­wis­sen­schaf­ten und Eng­lisch pauken - der Lohn für fünf Schüler ist eine Lehr­stelle bei Ben­teler. Ins­gesamt fanden sogar zwei Drittel der Schüler einen Aus­bil­dungs­platz, in der Par­allel­klasse waren es 25 Prozent.

Benteler setzt stark auf die eigene Aus­bil­dung. „Derart gut aus­gebil­dete Leute werden wir auf dem Arbeits­markt nicht finden”, sagt Ohse selbst­bewusst. Außer­dem sei dem Unter­neh­men klar, dass die Zahl der Schul­abgän­ger von Haupt- und Real­schu­len in den kom­men­den Jahren um bis zu einem Viertel sinken werde. „Wir müssen daran denken, es kommt der Knick.” Dann werde Ben­teler jedoch als begehr­ter Aus­bil­dungs­betrieb gut auf­gestellt sein. Dennoch: „Viele wissen nicht über den Stand­ort Bescheid”, sagt Spre­che­rin Gudrun Girnus. Damit sei poten­ziel­len Mit­arbei­tern aber auch unbe­kannt, dass Ben­teler zu den 50 größten Indus­trie­unter­neh­men in Deutsch­land zählt.

Die Paderborner Firma Hella Leuch­ten-Systeme GmbH, ein Auto­mobil­zulie­ferer mit 1000 Beschäf­tig­ten und 34 Aus­zubil­den­den, koope­riert seit 2006 mit einer Haupt­schule. In der Klasse habe die Hälfte der Schüler einen Aus­bil­dungs­platz gefun­den, in anderen Klassen seien es gerade einmal zehn Prozent, sagt Hella-Aus­bil­dungs­lei­ter Georg Schulte. Geschäfts­füh­rer Huber­tus Köhne bezeich­net es als „relativ schwer”, Inge­nieure aus anderen Region nach Ost­west­falen zu bewegen. Hella müsse sich daher auf hei­mische Schulen und Uni­ver­sitäten kon­zen­trie­ren.

Standortnachteile der Provinz beim Buhlen um Fach­kräfte befürch­tet auch Eckard Heid­loff, Vor­stands­chef des Pader­bor­ner Geld­auto­maten- und Kas­sen­sys­tem­her­stel­ler Wincor Nixdorf. „Wenn der Arbeits­markt schlecht ist, kommt ein Münch­ner mal nach Pader­born”, sagt er. Wincor Nixdorf hat 159 Aus­zubil­dende, wegen des starken Wachs­tums sieht Aus­bil­dungs­lei­ter Kurt Rei­chert aber „Spiel­raum nach oben für weitere Aus­bil­dungs­ver­hält­nisse.” Das Unter­neh­men arbei­tet daher mit Real- und Haupt­schu­len sowie Fach­hoch­schu­len und der Uni­ver­sität Pader­born zusam­men. Dennoch fehlen vor allem Fach­infor­mati­ker. Heid­loff fordert von Lehrern mehr Nähe zur Wirt­schaft ein. „Manch­mal kommt es mir so vor, als ob es ver­schie­dene Welten sind.”

In Ostwestfalen haben Jugendliche gute Chancen: Die Zahl der Aus­bil­dungs­plätze stieg laut Sommer in den ver­gan­genen zahn Jahren um fast 40 Prozent. Bis Ende Sep­tem­ber soll die Zahl der unver­sorg­ten Lehr­stel­len­bewer­ber auf unter 1600 sinken - bei eben­falls 1600 gemel­deten offenen Stellen. „Es sieht deut­lich besser aus”, betont Sommer, besser jeden­falls als bun­des­weit. Von Thomas Strün­keln­berg, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/08/29/service/berufbildung/t/rzo359839.html
Mittwoch, 29. August 2007, 14:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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