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Freitag, 25. Sept. 20
RZ-Akademie

Karlsruhe/St. Gallen (dpa/tmn) - Blogs und Pod­casts spielen in der Wei­ter­bil­dung von Führungs­kräf­ten noch kaum eine Rolle. Wich­tiger gewor­den ist dagegen das per­sön­liche Coa­ching.

Bonn - Selbst­stän­dige sollten auch wei­ter­hin die Kosten für die Fahrt zur Arbeit notie­ren. Denn die Kürzung bei der Ent­fer­nungs­pau­schale werde derzeit gericht­lich geprüft...

Bochum - Gute Pro­dukte einer Firma garan­tie­ren nicht, dass diese auch ein guter Arbeit­geber ist. Poten­zielle Bewer­ber sollten sich daher gründ­lich über das Unter­neh­men infor­mie­ren und mög­lichst vor Ort Ein­drü­cke...

Hens­tedt-Ulzburg - Schon Schüler sollten laut Exper­ten eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung besit­zen, auch wenn sie noch keinen Beruf ausüben. Kommen sie beim Sport oder in ihrer Frei­zeit zu Schaden und sind dadurch...

Hamburg - Der Inter­natio­nale Tag des Lehrers soll an die wich­tige Rolle der Päd­ago­gen bei der Aus­bil­dung der jungen Gene­ration erin­nern. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Bessere Arbeits­bedin­gun­gen für Lehrer -...

Wies­baden/Berlin - In Deutsch­lands Klas­sen­zim­mern stehen immer ältere Lehrer vor den Schü­lern. Die 792 000 haupt­beruf­lichen Lehr­kräfte an den all­gemein­bil­den­den und beruf­lichen Schulen waren im ver­gan­genen Schul­jahr...

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Ausbilder sind wichtige Ansprechpartner bei Suchtproblemen

Erfurt/Mainz - Der Alko­hol­kon­sum unter Jugend­lichen steigt wieder deut­lich an. Das ist das Ergeb­nis einer aktu­ellen Unter­suchung der Bun­des­zen­trale für gesund­heit­liche Auf­klärung (BZgA) in Köln.

Suchtprävention

Wenn Azubis zur Flasche greifen. (Bild: DAK/Wigger/dpa/tmn)

Auch in Betrie­ben ist das ein Thema. Laut einer Studie des Insti­tuts für Berufs­for­schung (BIBB) in Bonn kommt Alkohol- und ille­galer Dro­gen­kon­sum unter Azubis und jungen Mit­arbei­tern „in ernst­zuneh­men­der Häu­fig­keit und Inten­sität” vor.

„Betriebe wenden sich häufiger mit ent­spre­chen­den Anfra­gen an uns”, sagt Karl-Thomas Wenchel von der Berufs­genos­sen­schaft Metall Süd (BGMS) in Mainz. „Erschei­nun­gen wie das Fla­trate-Trinken gab es früher nicht”, so Wenchel. „In den letzten Jahren hat der frühe und ris­kante Alko­hol­kon­sum unter Jugend­lichen deut­lich zuge­nom­men”, bestätigt Katrin Otto von „impuls” in Erfurt, einer Ein­rich­tung der thürin­gischen Sucht­hilfe.

Unter Jugend­lichen finde eine Pola­risie­rung statt: Während einige über­haupt keinen Alkohol trinken, sei der Konsum bei anderen stark aus­geprägt, sagt Rein­hard Fuchs vom Insti­tut für betrieb­liche Sucht­prä­ven­tion in Berlin. „Wirk­same Prä­ven­tion muss diese Unter­schiede im Blick haben.” „Wenn die Leis­tungs­fähig­keit nach­lässt und sich Kon­flikte am Aus­bil­dungs­platz häufen, führt das zu ver­mehr­ten Fehl­zei­ten”, warnt Otto. Der Verlust der Lehr­stelle könne die Folge sein.

In Großbetrieben ist der Umgang mit Sucht­pro­ble­men oft durch Betriebs­ver­ein­barun­gen gere­gelt. Meist steht auch ein Sucht­hel­fer als Ansprech­part­ner zur Ver­fügung. „Wenn Aus­zubil­dende in die Betriebe kommen, passen sie sich oft den vor­herr­schen­den Kon­sum­gewohn­hei­ten an”, sagt Ange­lika Nette vom Büro für Sucht­prä­ven­tion in Hamburg. Nicht in jeder Firma herrscht strik­tes Alko­hol­ver­bot. „Es gibt Betriebe, da steht der Bier­auto­mat fast neben dem Band”, sagt Rein­hard Fuchs.

„Jugend­liche möchten gute Arbeit leisten”, sagt Ange­lika Nette. Deshalb sei es wichtig, sie in ihrem Alltag zu unter­stütz­ten. „Aus­bil­der können Jugend­lichen gezielt dabei helfen, damit Stress­situa­tio­nen nicht zum Trinken ver­führen”, sagt auch Karl-Thomas Wenchel. Belas­tun­gen am Arbeits­platz ließen sich nicht immer ver­mei­den. Den Azubis könne aber gezeigt werden, wie sie besser damit umgehen.

„Ausbilder haben eine hohe Verant­wor­tung gegenü­ber den jungen Men­schen”, betont Rein­hard Fuchs. „Ein guter Aus­bil­der bekommt Stim­mungs- und Leis­tungs­schwan­kun­gen mit und kann den Jugend­lichen darauf anspre­chen.” Kommt ein Azubi bei­spiels­weise ange­trun­ken zur Arbeit, muss der Aus­bil­der dafür sorgen, dass dies künftig unter­bleibt. „Er kann her­aus­fin­den, welches Problem hinter diesem Ver­hal­ten steckt und Hilfe anbie­ten”, sagt Fuchs.

Bemerken Eltern, dass ihr Kind mit alko­holi­schen Geträn­ken oder anderen Sub­stan­zen expe­rimen­tiert, sollten sie offen darüber reden, rät Katrin Otto. Beson­ders in Kri­sen­zei­ten sei es wichtig, mit Heran­wach­sen­den im Gespräch zu bleiben. „Eltern sollten ver­suchen, die Gründe her­aus­zufin­den und gemein­sam nach Lösun­gen suchen”, sagt die Exper­tin. Unter­stüt­zung dabei bieten Bera­tungs­stel­len und Selbst­hil­fegrup­pen.

Informationen: Bundeszentrale für gesund­heit­liche Auf­klärung, Post­fach 91 01 52, 51071 Köln, (Telefon: 0221/89 920); Insti­tut für betrieb­liche Sucht­prä­ven­tion, Crel­lestraße 21, 10827 Berlin (Telefon: 030/81 82 83 40).

Informationen der Bun­des­zen­trale für gesund­heit­liche Auf­klärung: www.bzga.de

Informationen des Insti­tuts für betrieb­liche Sucht­prä­ven­tion: www.ibs-berlin.net Von Sabine Schra­der, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/09/10/service/berufbildung/t/rzo362401.html
Montag, 10. September 2007, 9:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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