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Donnerstag, 6. Aug. 20
RZ-Akademie

Karlsruhe/St. Gallen (dpa/tmn) - Blogs und Pod­casts spielen in der Wei­ter­bil­dung von Führungs­kräf­ten noch kaum eine Rolle. Wich­tiger gewor­den ist dagegen das per­sön­liche Coa­ching.

Bonn - Selbst­stän­dige sollten auch wei­ter­hin die Kosten für die Fahrt zur Arbeit notie­ren. Denn die Kürzung bei der Ent­fer­nungs­pau­schale werde derzeit gericht­lich geprüft...

Bochum - Gute Pro­dukte einer Firma garan­tie­ren nicht, dass diese auch ein guter Arbeit­geber ist. Poten­zielle Bewer­ber sollten sich daher gründ­lich über das Unter­neh­men infor­mie­ren und mög­lichst vor Ort Ein­drü­cke...

Hens­tedt-Ulzburg - Schon Schüler sollten laut Exper­ten eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung besit­zen, auch wenn sie noch keinen Beruf ausüben. Kommen sie beim Sport oder in ihrer Frei­zeit zu Schaden und sind dadurch...

Hamburg - Der Inter­natio­nale Tag des Lehrers soll an die wich­tige Rolle der Päd­ago­gen bei der Aus­bil­dung der jungen Gene­ration erin­nern. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Bessere Arbeits­bedin­gun­gen für Lehrer -...

Wies­baden/Berlin - In Deutsch­lands Klas­sen­zim­mern stehen immer ältere Lehrer vor den Schü­lern. Die 792 000 haupt­beruf­lichen Lehr­kräfte an den all­gemein­bil­den­den und beruf­lichen Schulen waren im ver­gan­genen Schul­jahr...

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Neuer Studiengang zum Kulturthema Essen

Bad Mer­gentheim - Die Kultur des Essens und Trin­kens kann jetzt in Deutsch­land auch stu­diert werden.

Festtafel

Auch kul­tur­his­tori­sche Aspekte rund um die Ess­kul­tur sind ein Thema. (Bild: dpa)

Am 1. Oktober beginnt in der Berufs­aka­demie Bad Mer­gentheim im Main-Tauber-Kreis die deutsch­lands­weit erste Hoch­schul­aus­bil­dung zu diesem Thema.

Doch ein Schlaraffenland wird der Stu­dien­gang „Food Mana­gement” für die 20 ange­hen­den Betriebs­wir­tin­nen und 5 Betriebs­wirte nicht, auch wenn der Campus im male­rischen Deutschor­dens­schloss dies ver­muten ließe. „Sie bekom­men die fach­lichen und sozia­len Fähig­kei­ten ver­mit­telt, um kuli­nari­sche Genüsse in Verant­wor­tung für Mensch und Umwelt wirt­schaft­lich erfolg­reich zu machen”, erklärt Pro­fes­sorin Nicole Graf, die Lei­terin der Hoch­schule.

An den Herd muss keiner. „Wir lehren nicht das Kochen”, sagt Pro­fes­sorin und Stu­dien­gangs­lei­terin Sabine Woydt. Viel­mehr geht es in den sechs Semes­tern bis zum Bache­lor um Betriebs- und Volks­wirt­schaft, Mathe­matik, Recht, Sta­tis­tik und Infor­mati­ons­tech­nik; die Stu­den­ten erhal­ten auch Ein­bli­cke in die Sen­sorik und Ernährungs­wis­sen­schaft, in kul­turelle, sozio­logi­sche und psy­cho­logi­sche Aspekte des Essens sowie in die Kette vom Pro­duzen­ten bis zum Ver­brau­cher. Nach Angaben von Woydt kommen die Abi­turi­enten, die das Studium jeweils nach drei Monaten für Pra­xis­pha­sen in ihren Betrie­ben unter­bre­chen, „aus kleinen Hand­werks­betrie­ben bis hin zum Han­dels­gigan­ten Metro”.

Nach ihrem Studium können die Betriebs­wirte als kauf­män­nische Leiter in der Gastro­nomie und bei Zulie­ferern tätig werden, etwa als Restau­rant­lei­ter, Fili­allei­ter, Geschäfts­füh­rer oder Pro­dukt­mana­ger, oder können auch kuli­nari­sche Events orga­nisie­ren. „Wir werden keine Aka­demi­ker auf Halde pro­duzie­ren, sondern die drin­gend not­wen­digen Spe­zia­lis­ten auf diesem Gebiet. Damit kann auch ein Gegen­trend zur hohen Insol­venz­rate im Gast­gewerbe gesetzt werden”, sagt Wolf­gang Born­heim, Vor­stands­chef der Deut­schen Aka­demie für Kuli­naris­tik. Deren Prä­sident und Star­koch Eckart Wit­zig­mann sieht in der ersten uni­ver­sitären Beglei­tung der Tisch-Kultur „den Beginn einer neuen Ära” in der Aus­bil­dung: „Wir brau­chen Men­schen, die wissen, dass Essen und Trinken mehr ist als Nah­rungs­auf­nahme.”

Auch Prä­sident Otto Geisel von Slow Food Deutsch­land sieht Bil­dungs­bedarf für die 220 000 gastro­nomi­schen Betriebe in Deutsch­land. „Wir brau­chen topqua­lifi­zierte Mit­arbei­ter, nicht nur für die Gastro­nomie, sondern auch für den Tou­ris­mus. Bran­chen, die mehr Men­schen in Arbeit und Brot stellen als Auto­mobil-und Che­mieb­ran­che zusam­men. Diese drin­gend not­wen­digen Mit­arbei­ter bekom­men wir mit diesem neuen Stu­dien­gang.” Ähn­liche uni­ver­sitäre Aus­bil­dun­gen gibt es sonst nur in San Diego (Kali­for­nien), Örebro (Schwe­den) und Pol­lenza (Italien).

Durch das duale System der wechselnden Aus­bil­dung an der Hoch­schule und in den Betrie­ben sind die Absol­ven­ten nach Meinung der BA-Lei­terin Nicole Graf nach dem Studium „absolut flug­fähig” und durch den hohen Zei­tauf­wand von acht bis neun Stunden Theorie oder Praxis am Tag belast­bar. Der Aus­wahlm­odus für den neuen Stu­dien­gang sei stren­ger als ein Numerus clausus gewesen, sagt Graf. Denn die ange­hen­den „Genuss­aka­demi­ker” waren hungrig auf den Job. Graf: „Auf eine Stelle in den Betrie­ben gab es bis zu 100 Bewer­ber.”

Berufsakademie Bad Mer­gentheim: www.ba-mer­gentheim.de

Deutsche Aka­demie für Kuli­naris­tik e. V.: www.kuli­naris­tik.de Von Wolf Günth­ner, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/09/12/service/berufbildung/t/rzo363002.html
Mittwoch, 12. September 2007, 12:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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