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Mittwoch, 26. Feb. 20
RZ-Akademie

Karlsruhe/St. Gallen (dpa/tmn) - Blogs und Pod­casts spielen in der Wei­ter­bil­dung von Führungs­kräf­ten noch kaum eine Rolle. Wich­tiger gewor­den ist dagegen das per­sön­liche Coa­ching.

Bonn - Selbst­stän­dige sollten auch wei­ter­hin die Kosten für die Fahrt zur Arbeit notie­ren. Denn die Kürzung bei der Ent­fer­nungs­pau­schale werde derzeit gericht­lich geprüft...

Bochum - Gute Pro­dukte einer Firma garan­tie­ren nicht, dass diese auch ein guter Arbeit­geber ist. Poten­zielle Bewer­ber sollten sich daher gründ­lich über das Unter­neh­men infor­mie­ren und mög­lichst vor Ort Ein­drü­cke...

Hens­tedt-Ulzburg - Schon Schüler sollten laut Exper­ten eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung besit­zen, auch wenn sie noch keinen Beruf ausüben. Kommen sie beim Sport oder in ihrer Frei­zeit zu Schaden und sind dadurch...

Hamburg - Der Inter­natio­nale Tag des Lehrers soll an die wich­tige Rolle der Päd­ago­gen bei der Aus­bil­dung der jungen Gene­ration erin­nern. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Bessere Arbeits­bedin­gun­gen für Lehrer -...

Wies­baden/Berlin - In Deutsch­lands Klas­sen­zim­mern stehen immer ältere Lehrer vor den Schü­lern. Die 792 000 haupt­beruf­lichen Lehr­kräfte an den all­gemein­bil­den­den und beruf­lichen Schulen waren im ver­gan­genen Schul­jahr...

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Bachelor-Stress verleidet Studenten Ehrenämter

Kiel - Ob AStA, Stu­die­ren­den­par­lament oder Hoch­schul­chor - das ehren­amt­liche Enga­gement an Unis lässt nach.

Campus Frankfurter Goethe Universität

Lernen auf dem Campus: Die Arbeits­belas­tung ist gewach­sen. (Bild: dpa)

Die neuen Abschlüsse fordern die Stu­den­ten voll, zudem müssen viele arbei­ten, um sich über Wasser zu halten, wie das Bei­spiel Schles­wig-Hol­stein zeigt.

Jesko Zychski ist im Dauerstress. Der Eth­nolo­gie-Student der Kieler Uni­ver­sität ist nicht nur bei der Grünen Hoch­schul­gruppe aktiv, sondern auch als Che­fre­dak­teur beim Campus-Radio für einen rei­bungs­losen Sen­debe­trieb ver­ant­wort­lich. Zugleich stellt er als AStA-Refe­rent Kon­takte zu kul­turel­len Ein­rich­tun­gen her. Er ist „Mädchen für Alles”, und die Mehr­belas­tung ist für ihn kein Problem, sagt er.

Doch enga­gierte Stu­den­ten wie Zychski werden an den Hoch­schu­len im Norden immer sel­tener. „Gene­rell ist es nicht einfach, Nach­wuchs zu finden. Und im kom­men­den Win­ter­semes­ter könnte es noch schlim­mer werden”, befürch­tet der 25-Jährige. Grund ist das neu­artige Bache­lor- und Master-System. Der neue Stu­dien­abschluss ist stärker ver­schult, straf­fer ange­legt und setzt der Länge eines Stu­diums klare zeit­liche Grenzen. Von nun an gilt: Wer sich nicht sputet, fliegt raus. Laut Zychski werden viele der neuen Bache­lor- und Master-Stu­den­ten mit Vor­lesun­gen und Semi­naren annähernd eine 50-Stunden-Woche haben. Von den Stu­die­ren­den werden jetzt in der Vor­lesungs­zeit wesent­lich mehr Leis­tun­gen als bisher abver­langt. „Da bleibt einfach keine Zeit für ehren­amt­liches Enga­gement”, sagt der Infor­matik-Student.

Bisher erfolgreiche Projekte der Stu­den­tischen Arbeits­gemein­schaf­ten wie die Thea­ter­grup­pen, der Bereich Film, Musik und Hörfunk oder die Foto­gra­fie und Zei­chen­kurse könnten bald auf der Strecke bleiben. Philipp Wewe­ring, AStA-Vor­sit­zen­der aus Lübeck, berich­tet davon, dass in manchen stu­den­tischen Gremien der Hoch­schule die Posi­tio­nen wegen Per­sonal­not über­haupt nicht besetzt sind. Ein­zelne Stu­den­ten müssten dort sogar mehrere Ämter gleich­zei­tig beklei­den - ohne jede finan­zielle Ent­schä­digung.

„Stei­gende Kosten für Lebens­unter­halt und Stu­dien­mate­rial ohne eine ange­mes­sene Erhöhung des BAFöG zwingen Stu­die­rende dazu, sich einen Job zu suchen”, schil­dert Wewe­ring. Dies halte Stu­die­rende von einer frei­wil­ligen Beschäf­tigung mit Ehrenäm­tern ab. Niklas Naumann ist AStA-Vor­sit­zen­der an der Uni­ver­sität Flens­burg. Er hat ver­sucht, befreun­dete Kom­mili­tonen zu über­zeu­gen, in der Stu­den­ten­ver­tre­tung mit­zuar­bei­ten. Das Bache­lor- und Master-Studium lasse ihnen aber „kaum Zeit zum Atmen”. Der 27-Jährige sieht aller­dings nicht nur ein zeit­liches, sondern ein gene­rel­les Problem, was das Inter­esse an ehren­amt­lichen Tätig­kei­ten angeht: „Man findet kaum Stu­den­ten, die sich ernst­haft enga­gie­ren und damit die Ver­län­gerung ihres Stu­diums in Kauf nehmen.”

Während Naumann bis zu fünf Stunden täglich für seine Kom­mili­tonen arbei­tet, würde bei vielen anderen das Inter­esse an Hoch­schul­poli­tik gänz­lich schwin­den. „Das fängt schon bei der Wahl des Klas­sen­spre­chers in der Schule an. Junge Men­schen werden immer unpo­liti­scher; davon ist auch die Uni betrof­fen”, sagt der Lehramt- Student. Die Wahl­betei­lung zu den Stu­die­ren­den­par­lamen­ten spricht eine deut­liche Sprache - in Kiel liegt sie nur bei 20 Prozent. In Flens­burg geht sogar nicht einmal jeder Zehnte zur Wahl. Von Moritz Hahn, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/09/21/service/berufbildung/t/rzo365171.html
Freitag, 21. September 2007, 11:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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