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Dienstag, 25. Feb. 20
RZ-Akademie

Karlsruhe/St. Gallen (dpa/tmn) - Blogs und Pod­casts spielen in der Wei­ter­bil­dung von Führungs­kräf­ten noch kaum eine Rolle. Wich­tiger gewor­den ist dagegen das per­sön­liche Coa­ching.

Bonn - Selbst­stän­dige sollten auch wei­ter­hin die Kosten für die Fahrt zur Arbeit notie­ren. Denn die Kürzung bei der Ent­fer­nungs­pau­schale werde derzeit gericht­lich geprüft...

Bochum - Gute Pro­dukte einer Firma garan­tie­ren nicht, dass diese auch ein guter Arbeit­geber ist. Poten­zielle Bewer­ber sollten sich daher gründ­lich über das Unter­neh­men infor­mie­ren und mög­lichst vor Ort Ein­drü­cke...

Hens­tedt-Ulzburg - Schon Schüler sollten laut Exper­ten eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung besit­zen, auch wenn sie noch keinen Beruf ausüben. Kommen sie beim Sport oder in ihrer Frei­zeit zu Schaden und sind dadurch...

Hamburg - Der Inter­natio­nale Tag des Lehrers soll an die wich­tige Rolle der Päd­ago­gen bei der Aus­bil­dung der jungen Gene­ration erin­nern. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Bessere Arbeits­bedin­gun­gen für Lehrer -...

Wies­baden/Berlin - In Deutsch­lands Klas­sen­zim­mern stehen immer ältere Lehrer vor den Schü­lern. Die 792 000 haupt­beruf­lichen Lehr­kräfte an den all­gemein­bil­den­den und beruf­lichen Schulen waren im ver­gan­genen Schul­jahr...

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Worauf bei Überstunden zu achten ist

Berlin/Hei­del­berg (dpa/tmn) - Die einen sehen sie als not­wen­diges Übel, andere ver­schwen­den keinen Gedan­ken daran, wenn sie abends „etwas länger im Büro bleiben”.

Überstunden

„Das muss bis Über­mor­gen erle­digt sein!” (Bild: dpa/tmn)

Überstunden gehören für viele zum Arbeits­leben dazu wie Fei­erabend oder Urlaub.

Klassische Überstunden könnte aber bald der Ver­gan­gen­heit angehören, sagen Exper­ten. Mehr­arbeit wird immer öfter mit Arbeits­zeit­kon­ten auf­gefan­gen.

Drücken können sich Ange­stellte nur schwer vor Mehr­arbeit. „Arbeit­neh­mer müssen Über­stun­den machen, wenn drei Bedin­gun­gen zutref­fen”, sagt Michael Eckert, Vor­stands­mit­glied beim Deut­schen Anwalt­ver­ein in Berlin. So müsse Mehr­arbeit betrieb­lich not­wen­dig und zumut­bar sein. Auch dürften keine Vor­schrif­ten wie Lenk- und Ruhe­zei­ten oder Höchst­arbeits­zei­ten ver­letzt werden, so der Anwalt für Arbeits­recht aus Hei­del­berg. „Wenn ein Arbeit­neh­mer einfach nur keine Lust hat, Über­stun­den zu machen, ver­stößt er gegen die gegen­sei­tige Treue­pflicht.” Der Betriebs­rat müsse Über­stun­den aber zustim­men, wenn es keine ent­spre­chende Betriebs­ver­ein­barung gibt.

Angestellte sollten bereits bei der Ein­stel­lung darauf achten, wie Über­stun­den im Arbeits­ver­trag gere­gelt sind. Pau­schale Abgel­tungs­rege­lun­gen ohne Ober­grenze sind laut Eckert unwirk­sam. Unzuläs­sig seien daher Ver­trags­klau­seln wie „Sämt­liche Über­stun­den sind durch das Gehalt abge­gol­ten”. Auch die Ver­gütung von Über­stun­den sollte ver­trag­lich gere­gelt sein. Fehlt eine feste Rege­lung, sollten Arbeit­neh­mer indi­vidu­elle Ver­ein­barun­gen mit ihrem Chef treffen.

Was heute noch als Über­stunde gilt, ist aber nicht so einfach zu benen­nen. „Über­stun­den sind mitt­ler­weile ein schil­lern­der Begriff”, sagt Hartmut Seifert vom Wirt­schafts- und Sozi­alwis­sen­schaft­lichen Insti­tut der Böckler-Stif­tung in Düs­sel­dorf. Exper­ten unter­schei­den drei Arten von Mehr­arbeit: Zum einen die klas­sische Über­stunde, für die es Zuschläge gibt. Häu­figer werde Mehr­arbeit aber auch durch fle­xible Arbeits­zei­ten auf­gefan­gen. An dritter Stelle stehen unbe­zahlte Über­stun­den ohne Frei­zeit­aus­gleich.

„Langfristig verlieren die bezahlten Über­stun­den an Bedeu­tung”, sagt Eugen Spitz­nagel, Leiter des For­schungs­bereichs Kon­junk­tur und Arbeits­zeit am Insti­tut für Arbeits- und Berufs­for­schung (IAB) in Nürn­berg. Gerade in klei­neren Betrie­ben seien Arbeits­zei­ten oft fle­xibel und eher infor­mell gere­gelt.

Arbeitszeitkonten erlau­ben es Betrie­ben, über die tarif­lich ver­ein­barte Arbeits­zeit hin­aus­zuge­hen, aber auch dar­unter zu bleiben, sagt Seifert. Mehr­arbeit werde dabei mit Frei­zeit aus­gegli­chen. So gebe es auch lang­fris­tige Konten, die Arbeit­neh­mern etwa erlau­ben, Zeit für einen frühe­ren Ren­ten­beginn anzu­sam­meln. Aller­dings haben diese fle­xiblen Zei­ter­fas­sungs­instru­mente nicht nur Vor­teile: Die Arbeits­zeit­kon­ten müssen meist in einer bestimm­ten Frist aus­gegli­chen werden. Noch ein Nach­teil sei, dass Ange­stellte häufig keinen Zuschlag für ihre Mehr­arbeit erhal­ten, sagt Seifert.

In einigen Arbeitsverträgen ist die Arbeits­zeit dagegen über­haupt kein Thema. Das sei vor allem bei krea­tiver Pro­jekt­arbeit etwa in Werbe- und Even­tagen­turen oder Wirt­schafts­bera­tun­gen der Fall, sagt Karl-Fried­rich Raible von der Bera­tungs­firma Kien­baum in Frank­furt/Main. „Da zählen Resul­tate, nicht die Anwe­sen­heit.”

Variable Arbeits­zei­ten sollten Mit­arbei­tern dabei eigent­lich in ihrer Fle­xibi­lität zugute kommen, sagt Seifert. Aus recht­licher Sicht stehen jedoch immer die Belange des Betriebs an erster Stelle. „Ob die Arbeits­zei­ten also in Kon­flikt mit den pri­vaten Belan­gen stehen, hängt sehr vom Betrieb ab.” Mit einem nor­malen Fami­lien­leben etwa seien ständig wech­selnde Arbeits­zei­ten oft nicht ver­ein­bar. Von Annika Graf, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/09/24/service/berufbildung/t/rzo365682.html
Montag, 24. September 2007, 9:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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