IVWPixel Zählpixel
Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Gesundheit Beruf Lexikon
Sonntag, 29. März 20
RZ-Akademie

Karlsruhe/St. Gallen (dpa/tmn) - Blogs und Pod­casts spielen in der Wei­ter­bil­dung von Führungs­kräf­ten noch kaum eine Rolle. Wich­tiger gewor­den ist dagegen das per­sön­liche Coa­ching.

Bonn - Selbst­stän­dige sollten auch wei­ter­hin die Kosten für die Fahrt zur Arbeit notie­ren. Denn die Kürzung bei der Ent­fer­nungs­pau­schale werde derzeit gericht­lich geprüft...

Bochum - Gute Pro­dukte einer Firma garan­tie­ren nicht, dass diese auch ein guter Arbeit­geber ist. Poten­zielle Bewer­ber sollten sich daher gründ­lich über das Unter­neh­men infor­mie­ren und mög­lichst vor Ort Ein­drü­cke...

Hens­tedt-Ulzburg - Schon Schüler sollten laut Exper­ten eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung besit­zen, auch wenn sie noch keinen Beruf ausüben. Kommen sie beim Sport oder in ihrer Frei­zeit zu Schaden und sind dadurch...

Hamburg - Der Inter­natio­nale Tag des Lehrers soll an die wich­tige Rolle der Päd­ago­gen bei der Aus­bil­dung der jungen Gene­ration erin­nern. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Bessere Arbeits­bedin­gun­gen für Lehrer -...

Wies­baden/Berlin - In Deutsch­lands Klas­sen­zim­mern stehen immer ältere Lehrer vor den Schü­lern. Die 792 000 haupt­beruf­lichen Lehr­kräfte an den all­gemein­bil­den­den und beruf­lichen Schulen waren im ver­gan­genen Schul­jahr...

Beruf & Bildung

News  

Recht  

Weiterbildung  

Wie werde ich...  

Gute Zeiten für Zeitarbeit: Das Misstrauen ist weiter groß

Hamburg - Vor allem ein paar Monate Pra­xiser­fah­rung hatte sich Kurt Tanta ver­spro­chen, als er den Arbeits­ver­trag bei der Ferchau Engi­nee­ring GmbH unter­schrieb. Aus den „paar Monaten” sind fast 20 Jahre gewor­den.

Zeitarbeit

Ferchau leiht Maschi­nen­bauer an andere Firmen aus. (Bild: Ferchau/dpa/tmn)

In dieser Zeit stellte der Maschi­nen­bau­kon­struk­teur sein Wissen 15 Unter­neh­men im Auftrag von Ferchau leih­weise zur Ver­fügung, mal nur für wenige Wochen, in der Regel für ein bis zwei, einmal sogar für vier Jahre. Der Begriff Zeit­arbeit oder gar Leih­arbeit kommt dem 44-Jäh­rigen nicht über die Lippen. Es gehört zur Fir­men­phi­loso­phie, sich von der Zeit­arbeit abzu­set­zen: „Wir unter­stüt­zen die Kunden dabei, fle­xibel zu bleiben, indem wir ganze Gewerke im Rahmen eines Werk­ver­tra­ges abwi­ckeln. Das ist etwas anderes als Zeit­arbeit”, sagt Martina Geb­hardt, Lei­terin der Unter­neh­mens­kom­muni­kation in Gum­mers­bach.

Dabei ist das Prinzip identisch: Mehr als 17 000 Zeit­arbeits­unter­neh­men in Deutsch­land ver­lei­hen ihre ins­gesamt 600 000 fes­tan­gestell­ten Mit­arbei­ter an wech­selnde Ein­satz­stel­len auf Kun­den­seite. Eine Ober­grenze für die Dauer eines Ein­sat­zes gibt es nicht mehr. Kann ein Mit­arbei­ter einer Zeit­arbeits­firma nicht zu einem Kunden ver­mit­telt werden, erhält er den Leer­lauf ver­gütet oder baut even­tuell geleis­tete Über­stun­den ab.

Christoph Lamol­ler, Geschäfts­füh­rer der Gesell­schaft für Orga­nisa­tions- und Mana­gement­ent­wick­lung GOM in Hamburg, berät Unter­neh­men über das Poten­zial, das im Per­sonal­lea­sing steckt. „Es gibt im Mit­tel­stand einen enormen Hand­lungs­bedarf”, ist seine Beo­bach­tung. Aller­dings gibt es auch Wider­stände: Die Gewerk­schaf­ten spre­chen von Lohn­dum­ping, die Mit­arbei­ter fürch­ten die Kon­kur­renz bil­lige­rer und womög­lich enga­gier­terer Arbeits­kräfte.

Fakt ist, dass die Zeitarbeitnehmer , wenn sie nicht gerade zu den hoch­qua­lifi­zier­ten Kräften gehören, häufig weniger ver­die­nen. „Unsere Zeit­arbeit­neh­mer erfül­len eine andere Aufgabe als die Stamm­mit­arbei­ter”, argu­men­tiert Ingrid Hofmann, Geschäfts­füh­rerin der I.K. Hofmann GmbH in Nürn­berg mit 8000 Zeit­arbeits­kräf­ten. Was unaus­gespro­chen hin­zukommt: Auch die Zeit­arbeits­fir­men müssen von dem Geschäft leben können - derzeit läuft es nicht schlecht: „Die Umsatz­ren­dite im Per­sonal­lea­sing liegt derzeit bei 15 bis 20 Prozent. Hier sind auch die Abneh­mer gefragt, sich darüber zu infor­mie­ren, was von ihrem Geld eigent­lich beim Leih­arbei­ter ankommt”, sagt Lamol­ler.

Der Berater hat immer wieder mit Vor­urtei­len zu kämpfen: Wer gut ist, geht nicht zur Zeit­arbeit, lautet eines davon. Dabei müssten die Unter­neh­mer eigent­lich wissen, dass es ihre vor­sich­tige Ein­stel­lungs­poli­tik ist, die „normale Kar­rie­rewege” erschwert: Zwar hat der Auf­schwung schon in den ver­gan­genen Monaten 560 000 neue Stellen gebracht, ein Viertel davon geht aber auf das Konto von Zeit­arbeits­fir­men, so die Bun­des­agen­tur für Arbeit.

„Zeitarbeit ist längst keine Konkurrenz mehr für uns, sondern ein ernst­zuneh­men­der Partner”, erklärt deren Spre­cher Ulrich Waschki. Für die Arbeit­suchen­den sei das oft nicht der Traum­arbeit­geber, aber doch die bessere Alter­native zur Arbeits­losig­keit. Damit sie nicht zum Alp­traum wird, sollten Inter­essen­ten sich über die Arbeit­geber infor­mie­ren, die Ver­träge genau lesen und darauf achten, dass das Zeit­arbeits­unter­neh­men das „Merk­blatt für Leih­arbeit­neh­mer” der Bun­des­agen­tur für Arbeit mit aus­hän­digt. Von Deike Uhten­woldt, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/10/01/service/berufbildung/t/rzo367394.html
Montag, 01. Oktober 2007, 9:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion