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Montag, 16. Sept. 19

Hamburg - Die 30 Aktien des Dow Jones Indus­trial Index wiesen am 5.10.2007 um 22:30 Uhr MEZ fol­gende Schluss­kurse auf. (Stand und Verän­derung zur Schluss­notie­rung am vor­heri­gen Bör­sen­tag bei Aktien in US-Dollar...

NEW YORK - Der Euro­kurs hat sich im späten Handel kaum bewegt. Die Gemein­schafts­währung kostete am Abend 1,4140 US-Dollar. Am Nach­mit­tag war der Euro bei 1,4146 gehan­delt worden.

Frank­furt/Main - An der Frank­fur­ter Wert­papier­börse wurden im elek­tro­nischen Handel (Xetra) am 5.10.2007 um 18:14 Uhr fol­gende Schluss­kurse für die 30 Werte des Deut­schen Aktien­index DAX fest­gestellt.

Frank­furt - Die meisten deut­schen Aktien haben am Freitag nach über­raschend posi­tiven US-Arbeits­markt­daten etwas fester geschlos­sen. Der DAX stieg über die 8.000-Punkte-Marke und legte schließ­lich um 0,72 Prozent auf...

Frank­furt - Die meisten deut­schen Aktien haben am Freitag nach über­raschend posi­tiven US-Arbeits­markt­daten etwas fester geschlos­sen. Der DAX stieg über die 8.000-Punkte-Marke und legte schließ­lich um 0,72 Prozent auf...

London - Nach einem sechs Monate langen Über­nah­mekampf hat die bri­tische Groß­bank Bar­clays ihr Angebot für den nie­der­län­dischen Kon­kur­ren­ten ABN Amro zurück­gezo­gen.

Barclays gibt im Kampf um ABN Amro auf

London - Nach einem sechs Monate langen Übernahmekampf hat die britische Großbank Barclays ihr Angebot für den niederländischen Konkurrenten ABN Amro zurückgezogen. Barclays habe nicht die angestrebte Zustimmung der ABN-Amro-Anteilseigner von 80 Prozent bekommen, teilte das Kreditinstitut in London mit.

Barclays-Logo

Die bri­tische Bank Bar­clays hat ihre Nie­der­lage im Bie­ter­wett­streit um ABN Amro ein­gestan­den.

Damit ist der Weg frei für das Dreierkonsortium um die Royal Bank of Scotland (RBS), das mehr Geld für ABN Amro geboten hat. Die Anmeldefrist für diese Offerte lief am Freitagnachmittag ab. Das Ergebnis soll nächste Woche bekannt gegeben werden. Im Gegensatz zu Barclays hat sich das Konsortium einen Zuschlag auch bei weniger als 80 Prozent Zustimmung offen gehalten.

Es handelt sich um die bisher größte Übernahme im Bankensektor. ABN Amro soll nach den Plänen des Konsortiums zerschlagen und unter den Käufern aufgeteilt werden. Nach Angaben von Gewerkschaften sind 19 000 Jobs in Gefahr.

RBS hatte zusammen mit dem belgisch-niederländischen Finanzkonzern Fortis und der spanischen Banco Santander 71,1 Milliarden Euro für die größte Bank der Niederlande geboten, zum Großteil in bar. Barclays wollte dagegen nur 67,5 Milliarden Euro zahlen. Da dieses Angebot zum großen Teil aus Aktien bestand, war der Wert in den vergangenen Wochen während der Krise an den Finanzmärkten auf 62,1 Milliarden Euro gesunken. Marktbeobachter hatten einen Rückzieher von Barclays bereits erwartet.

Die Bedingungen für die Offerte seien nicht erfüllt worden, begründete Barclays die Entscheidung. Das Institut startete stattdessen einen Aktienrückkauf und verlangt von ABN 200 Millionen Euro für die fehlgeschlagene Übernahme. Die Forderung ergibt sich aus einer Vereinbarung, dass der ABN-Amro-Vorstand seinen Aktionären das Barclays-Angebot ausdrücklich empfiehlt.

Davon hatten der Vorstand aber zuletzt abgesehen. ABN Amro akzeptierte die Forderung. Ein Sprecher sagte, dass Barclays ein Übernahmeangebot gemacht habe, sei „ein Ausdruck des Vertrauens in unsere Bank und unsere Mitarbeiter”. Er wollte den Rückzug nicht kommentieren.

Trotz der Niederlage sagte Barclays-Chef John Varley, er sei „zuversichtlich”, dass die Bank in den kommenden Jahren „bedeutend” wachse. Chairman Marcus Agius betonte, die Bank sei „stolz” auf das, was das Management in den vergangenen Monaten geleistet habe. Die Aktien der Banken des Konsortiums reagierten kaum auf die Nachricht. Marktteilnehmer hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Auch die Papiere von ABN und Barclays zeigten sich unbewegt.

Das ABN-Management hatte zu Beginn des Übernahmekampfes im April die Barclays-Offerte bevorzugt und das Konkurrenz-Gebot abgelehnt. Einige ABN-Aktionäre bevorzugten jedoch das höhere Gebot des Konsortiums. ABN reagierte mit einer „Giftpille” und wollte sich mit einem Verkauf der für das Konsortium interessanten US-Tochter LaSalle unattraktiv für die Gruppe machen. Der Streit um diese Veräußerung ging bis vor das oberste Gericht in den Niederlanden, das den Verkauf dann letztlich zuließ. Das Konsortium stieg anschließend aber nicht aus, sondern verbesserte die Struktur seines Angebots noch einmal.

In dem Kampf hatte Barclays auch Schützenhilfe aus Asien bekommen und die Offerte Ende Juli erhöht. Möglich wurde das verbesserte Angebot durch eine Beteiligung der staatlichen China Development Bank (CDB) und des staatlichen Investmentfonds Temasek aus Singapur. Barclays wäre selbst bereit gewesen, den Adler aus seinem Logo zu nehmen und das Hauptquartier nach Amsterdam zu verlegen.

Marktbeobachter nannten den Rückzug „einen Segen” für Barclays, da sich die Bank mit der Übernahme in der gegenwärtigen Bankenkrise übernommen hätte. Analysten hatten auch betont, dass RBS zu viel für die Niederländer bezahlen würde.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/10/05/wirtschaft/t/rzo368393.html
Freitag, 05. Oktober 2007, 17:28 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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