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Freitag, 14. Juni 13

ChampionParis - Mit Genug­tuung haben Ferrari und die von der Ben­zinaffäre von Bra­silien betrof­fenen Teams Wil­liams und BMW-Sauber auf das Urteil des Beru­fungs­gerichts des Auto­mobil-Welt­ver­ban­des FIA rea­giert.

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FIA-Urteil: McLaren der Verlierer - Ferrari froh

Paris - Mit Genug­tuung haben Ferrari und die von der Ben­zinaffäre von Bra­silien betrof­fenen Teams Wil­liams und BMW-Sauber auf das Urteil des Beru­fungs­gerichts des Auto­mobil-Welt­ver­ban­des FIA rea­giert.

Champion

Ferrari-Pilot Kimi Räik­könen feiert den WM-Titel mit Cham­pagner.

Dagegen steht McLaren-Mer­cedes als großer Ver­lie­rer der durch den Spio­nage­skan­dal und andere Affären ohnehin schon belas­teten Formel-1-Saison 2007 fest.

„Die Entscheidung des Berufungsgerichts beendet eine sowohl auf als auch neben der Strecke inten­sive Saison”, meinte Ferrari-Team­chef und -Geschäfts­füh­rer Jean Todt. Es sei ein „letzter und ver­zwei­fel­ter Versuch” abge­lehnt worden, „das auf der Strecke erreichte Ergeb­nis noch zu ver­ändern”. Das Beru­fungs­gericht hatte den Ein­spruch von McLaren-Mer­cedes gegen das Ergeb­nis beim Sai­son­finale am 21. Oktober in Sao Paulo als „unzuläs­sig” abge­wie­sen. Damit steht der erste Titel­gewinn des fin­nischen Ferrari-Fahrers Kimi Räik­könen fest.

McLaren-Mer­cedes hatte gegen die Ent­schei­dung der Renn­kom­missare in Bra­silien pro­tes­tiert, Nico Rosberg und Kazuki Naka­jima im Wil­liams sowie Robert Kubica und Nick Heid­feld im BMW-Sauber wegen angeb­lich zu nied­riger Ben­zin­tem­pera­turen in ihren Wagen nicht zu dis­qua­lifi­zie­ren. Rosberg, Kubica und Heid­feld hatten beim letzten Sai­son­ren­nen als Vierter, Fünfter und Sechs­ter vor Sil­ber­pfeil-Pilot Lewis Hamil­ton gelegen. Der Brite hatte mit Platz sieben den Titel ver­passt. Zum WM-Triumph hätte ihm ein fünfter Rang gereicht.

BMW-Motorsportchef Mario Theissen war mit der wenig über­raschen­den Ent­schei­dung der vier FIA-Spor­trich­ter unter Vorsitz des Tsche­chen Jan Sto­vicek zufrie­den. „Ich bin froh, dass der Fall geklärt ist. Damit ist die Saison 2007 für uns end­gül­tig beendet. Das Ergeb­nis hatten wir erwar­tet”, sagte Theis­sen. „Meiner Ansicht nach hätte der Fall nicht vor den Court of Appeal kommen sollen, sondern vor die Tech­nical Working Group. Es sollte eine klare Rege­lung für die kom­mende Saison geben.” Auch Wil­liams begrüßte aus­drück­lich das Urteil. Das Team habe „das Regle­ment nicht ver­letzt”.

Kritik am Vor­gehen von McLaren-Mer­cedes wurde sogar in der eng­lischen Presse laut. Zwar hatten Ver­tre­ter des Renn­stalls - allen voran Vize­welt­meis­ter Hamil­ton - stets betont, den Titel nicht nachträg­lich am Grünen Tisch gewin­nen zu wollen. Doch bei der Ver­hand­lung in London hatte McLaren-Anwalt Ian Mill letzt­lich genau das gefor­dert.

„Es war das Urteil, dass die meisten Formel-1-Insider erwar­tet hatten und schloss ein paar pein­liche Tage für McLaren ab”, schrieb „The Guar­dian”. „The Times” meinte: „Das Beru­fungs­gericht der FIA ersparte Lewis Hamil­ton die Pein­lich­keit, nachträg­lich zum Formel-1-Welt­meis­ter gekürt zu werden, indem es den Antrag von McLaren zurück­wies.” Ähnlich äußerte sich der „Daily Tele­graph”: „Ein Formel-1-Gericht ersparte Lewis Hamil­ton pein­liches Erröten, indem es McLa­rens Versuch zurück­wies, ihn auf juris­tischem Weg zum Welt­meis­ter zu machen.”

Immerhin erwies sich der 22 Jahre alte Brite als fairer Sports­mann. „Wie ich schon immer gesagt habe, Kimi hat die Welt­meis­ter­schaft ver­dient. Und weder ich noch irgend­jemand anders bei Voda­fone McLaren-Mer­cedes hatten irgend­ein Ver­lan­gen, sie ihm im Gericht wieder weg­zuneh­men”, hatte der Jungs­tar zu dem Urteilss­pruch gesagt. „Das war nicht der Zweck des Ein­spruchs.” Auch McLaren- Geschäfts­füh­rer Martin Whit­marsh erklärte noch einmal in einer Stel­lung­nahme, dass es dem Team nur um die Klärung einer Regel gegan­gen sei.

In Italien herrschte nach dem Ende aller Zweifel am Titel­gewinn von Räik­könen Erleich­terung: „La Gaz­zetta dello Sport” titelte: „Räik­könen, der Titel ist wirk­lich deiner. Endlich! Mara­nello jubelt.” „La Repubb­lica” stellte kurz und knapp fest: „McLaren abge­wie­sen, Ferrari jubelt nochmal.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/11/17/sport/formel1/t/rzo378206.html
Samstag, 17. November 2007, 14:02 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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