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Freitag, 14. Juni 13
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Schier­stei­ner Brücke:

Schlichte Eleganz über­zeugte die Jury

Mainz - Die Jury hat ent­schie­den: Die neue Schier­stei­ner Brücke soll ein schlankes, eher schlich­tes Bauwerk werden. Gestern wurden die Entwürfe des Wett­bewerbs vor­gestellt.

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Unauffäl­lig statt reprä­sen­tabel: der umstrit­tene Sie­ger­ent­wurf für die geplante neue Schier­stei­ner Brücke.

Die neue Rhein­brü­cke wird wahr­schein­lich eine schlanke, auf Pfeilern auf­lie­gende Bal­ken­brü­cke sein - und nicht das reprä­sen­table Tor zwischen Mainz und Wiesbaden, das vor allem Mainzer Politiker sich im Vorfeld gewünscht hatten. Doch den Mit­glie­dern des Preis­gerichts ging es nicht nur um Ästhetik: Vor allem die Umwelt­ver­träg­lich­keit und die größt­mög­liche Schonung des Natur­schutz­gebie­tes auf der Rett­berg­saue, die Rea­lisier­bar­keit in zwei Abschnit­ten, die Robust­heit und nicht zuletzt die Bau- bezie­hungs­weise Unter­hal­tungs­kos­ten spielten eine Rolle bei der Ent­schei­dung.

Schüler: "Chance vertan"

Deshalb landete die vom Mainzer Jury-Mitglied, dem Bau- und Ver­kehrs­dezer­nen­ten Norbert Schüler (CDU), favo­risierte Schräg­seil-Brücke, eine Kon­struk­tion mit zwei Pylonen, auch nur auf dem zweiten Platz. Schüler ist unzu­frie­den: "Damit wurde eine Chance vertan, eine stadt­pla­neri­sche Lösung zu prä­ferie­ren. Die Haltung der Stadt Mainz kam nicht aus­rei­chend zum Tragen."

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Der vom Mainzer Jury-Mitglied Norbert Schüler bevor­zugte Entwurf einer Hän­geseil­brü­cke landete auf dem zweiten Platz.

Gegen den Pylo­nen­ent­wurf sprach unter anderem: Die Errich­tung in zwei Bau­abschnit­ten wäre sehr kom­pli­ziert - die in der Mitte stehenden Pylonen (133 und 170 Meter hoch) müssten in der Über­gangs­zeit aufwendig abge­stützt werden.

Wie bereits berichtet, soll zunächst ab 2012 eine Hälfte der 1200 Meter langen neuen Brücke errichtet, dann das alte Bauwerk 2015 abge­ris­sen, ansch­ließend der zweite Teil des neuen Rheinü­ber­gangs bis 2017 gebaut werden.

Scherz: "Wirt­schaft­lichste Lösung"

"Der Wett­bewerb, den die Straßen­bau­ver­wal­tun­gen Hessen und Rheinland-Pfalz im Auftrag des Bun­des­ver­kehrs­minis­teri­ums ausgelobt hatten, stellte die betei­lig­ten Büros vor eine schwie­rige Aufgabe, denn die Entwürfe mussten etliche Voraus­set­zun­gen erfüllen", erklärte Joachim Naumann, Refe­rat­slei­ter Brü­cken­bau im Bun­des­ver­kehrs­minis­terium, das die Kosten tragen wird. Von der guten Qualität des sieg­rei­chen Entwurfs ist Wolfgang Scherz, Präsident der Hes­sischen Straßen- und Ver­kehrs­ver­wal­tung, überzeugt: "Er zeigt nicht nur schlichte Eleganz, sondern stellt die wirt­schaft­lichste Lösung in Bau und Unter­hal­tung dar und belastet die Umwelt auch am wenigsten. Rheinland-Pfalz und Hessen können mit diesem Neu­bau­pro­jekt die Anfor­derun­gen der weiteren Ver­kehrs­ent­wick­lung gut meistern."

Damit ist die Richtung für das neue Bauwerk vor­gege­ben - was unter anderem dem Mainzer Ober­bür­ger­meis­ter missfällt. "An dieser expo­nier­ten Stelle zwischen den beiden Lan­des­haupt­städ­ten muss mehr möglich sein als eine simple Beton­trasse", kri­tisiert Jens Beutel (SPD). Die Stadt Mainz bedauere die bisherige Fest­legung auf eine "Einfachst-Lösung". Beutel fordert: "Das Thema muss noch mal auf die Tages­ord­nung der laufenden Abstim­mungs­run­den aller Betei­lig­ten." Eine öffent­liche Dis­kus­sion über die Entwürfe fordert auch der CDU-Land­tags­abge­ord­nete Gerd Schreiner.

Naumann: "Jeder Entwurf ist opti­mie­rungs­fähig"

Doch damit rennen beide offene Türen ein. Naumann: "Jeder Entwurf ist opti­mie­rungs­fähig. Jetzt kann darüber dis­kutiert werden." Erst 2009 soll der Vor­ent­wurf fest- stehen, bis 2011 sollen dann die recht­lichen Voraus­set­zun­gen für das 100 bis 140 Millionen Euro teure Stück Baukultur geschaf­fen werden. Und 2012 ist dann Baubeginn.

Vom 7. Januar bis Ende Januar, montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, liegen die Entwürfe im Hes­sischen Landesamt für Straßen- und Ver­kehrs­wesen, Wil­helm­straße 10, in Wiesbaden aus. Ansch­ließend werden sie auch in Mainz zu sehen sein.

Irmela Heß


http://rhein-zeitung.de/on/07/12/20/rlp/r/regio-1.html
Donnerstag, 20. Dezember 2007, 08:41 © RZ-Online (aj)
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