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Neue Sektion „Generation” auf der Berlinale

Berlin - Mär­chen­land ist abge­brannt: Statt leich­ter Unter­hal­tung für die Kleins­ten zeigt das ehe­malige Kin­der­film­fes­tival der Ber­linale in diesem Jahr eher schwere Kost.

Hey Hey It

Keisha Castle-Hughes (l.) und Dani­elle Catanza­riti in "Hey Hey It's Esther Blue­bur­ger" (Bild: Ber­linale)

Autismus, reli­giö­ser Fun­damen­talis­mus und das Schick­sal von Kin­der­sol­daten sind Themen der 24 Spiel- und zwei Doku­men­tar­filme, die bei der Ber­linale nun in der Sektion „Gene­ration” laufen, acht von ihnen als Welt­pre­mie­ren. Regio­nale Schwer­punkte sind Aus­tra­lien und Däne­mark. Die Ber­linale startet an diesem Don­ners­tag und dauert zehn Tage.

Sektionsleiter Thomas Hailer bewies bei der Wahl der hoch­klas­sigen Werke, die im Rennen um zwei Glä­serne Bären und weitere Preise antre­ten, ein glück­liches Händ­chen. Pro­bleme wie Kin­der­arbeit oder Per­spek­tiv­losig­keit sind schmerz­haft direkt und ohne päd­ago­gischen Zei­gefin­ger dar­gestellt. Bekannte Lein­wand­gesich­ter sind in Neben­rol­len zu sehen, dar­unter Aidan Quinn und Toni Colette - die Haupt­dar­stel­ler hin­gegen sind Stars von morgen.

Auch die Jungen sorgen für ein biss­chen Glamour auf dem roten Teppich: Die 17-jährige Keisha Castle-Hughes („Whale Rider”) soll den ori­ginel­len aus­tra­lischen Jugend­film „Hey Hey hier Esther Blue­bur­ger” vor­stel­len. Der wohl jüngste Fes­tival­star ist Ebbie Tam aus den Nie­der­lan­den - für die Zehn­jäh­rige ist es schon der zweite Ber­linale- Auf­tritt. 2006 war sie in „Winkys Pferd” zu sehen, nun prä­sen­tiert sie den Nach­fol­gefilm „Wo ist Winkys Pferd?”, einer der wenigen reinen Kin­der­filme im Pro­gramm.

Erstmals sind in diesem Jahr auch zwei Doku­men­tar­filme zu sehen. Während „love, peace and beatbox” ein hei­teres Musikstück über die Ber­liner Beatbox-Szene ist, zeigt „War Child” eine Reise in die Ver­gan­gen­heit: Der heutige HipHop-Star Emma­nuel Jal kehrt zu Besuch in den Sudan zurück, wo er einst als Kin­der­sol­dat kämpfen musste.

„Gene­ration” läuft par­allel zu den Wett­bewerbs­fil­men und anderen Kate­gorien. Es werden Filme gezeigt, „die vor allem aus dem Blick­win­kel von Kindern und Jugend­lichen erzählt, aber kei­nes­wegs nur für ein junges Pub­likum gemacht sind”, sagt Hailer, dessen Sektion bis 2006 „Kin­der­film­fest” hieß.

Der Film „Chop Shop” etwa zeigt das Leben eines Zwölf­jäh­rigen, der alleine auf einem New Yorker Schrott­platz lebt. Es geht um Kin­der­arbeit, Kri­mina­lität und Pro­sti­tution, in die seine erwach­sene Schwes­ter abglei­tet. Es ist ein Drama über ein Kind - aber wahr­lich kein Kin­der­film.

Der Titel des däni­schen Dramas „Worlds Apart” (Welten ent­fernt) ließe sich als Thema der gesam­ten Film­reihe nehmen. Denn um die Grenze zwi­schen zwei Welten geht es in den meisten Werken. In „Worlds Apart” bemüht sich eine junge Zeugin Jehovas um mehr Ver­ständ­nis zwi­schen ihrer stren­gen Reli­gion und der libe­ralen däni­schen Gesell­schaft. Doch an dem Wider­spruch zer­bricht sie. Niels Arden Oplev macht in seinem Regie­werk die psy­chi­sche Gewalt greif­bar.

Seit „Rain Man” (1988) war Autismus kaum noch Thema auf der Lein­wand. Nun taucht die Erkran­kung im bel­gischen Beitrag „Ben X” sowie dem aus­tra­lischen Drama „The Black Balloon” zwei Mal im Pro­gramm „Gene­ration” auf. „The Black Balloon” von Elissa Down ist an diesem Freitag ein furio­ser Auf­takt­film der Film­reihe. Ein Tee­nager begeg­net seinem autis­tischen Bruder zwi­schen fami­liä­rer Pflicht und Ver­ach­tung, der Kranke wie­derum durch­bricht seine Iso­lation mit Aggres­sio­nen. Er schreit, spuckt, schlägt und greift in Fäka­lien. Regis­seu­rin Down wirft einen scho­nungs­losen Blick auf einen psy­chisch Kranken und seine Umwelt.

www.ber­linale.de Von Wolf von Dewitz, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/06/magazin/kino/t/rzo398828.html
Montag, 04. Februar 2008, 13:30 © RZ-Online (NewsDesk)
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