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Donnerstag, 07. Februar 08

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Berlin - Ins Rennen um den Gol­denen Bären der 58. Ber­linale gehen 21 Filme aus aller Welt. 5 Filme laufen außer Kon­kur­renz im Wett­bewerb. dpa doku­men­tiert die im offi­ziel­len Wett­bewerb der Inter­natio­nalen...

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Das deutsche Filmerbe schwindet

Berlin - Im deut­schen Fil­merbe klaffen Lücken. Von den frühen Stumm­fil­men fehlen drei Viertel, die ersten Filme des wich­tigen deut­schen Stumm­film-Regis­seurs Fried­rich Wilhelm Murnau zählen dazu, Filme wie „Die Aben­teuer eines 10 Mark-Scheins” oder die Komödie „Der Theodor im Fuß­ball­tor”.

Friedrich Wilhelm Murnau

Friedrich Wilhelm Murnau drehte mit „Nos­feratu” (1922) einen Klas­siker des deut­schen Stumm­films.

Heute ist es nicht besser. In den 90er Jahren wurde nur die Hälfte der deut­schen Kino­spiel­film­pro­duk­tion archi­viert, wie eine Studie des Deut­schen Kine­mathe­ken­ver­bunds ergeben hat. Jetzt wird, auch anläss­lich der am Don­ners­tag begin­nen­den Ber­linale, der Ruf zum Handeln lauter.

„Es hat sich niemand ernsthaft für die Archi­vie­rung inter­essiert”, sagt Martin Koerber, Archiv-Chef in der Deut­schen Kine­mathek in Berlin. „Film­pro­duzen­ten sehen das als unnötige Aufgabe an, weil es Geld kostet.” Vor allem bei Kino­fil­men ist das ein Problem, weil man eigent­lich das Ori­ginal bräuchte. Eine ein­deu­tige gesetz­liche Rege­lung zur Archi­vie­rung aller Filme gibt es in Deutsch­land nicht - anders als in den kul­tur­poli­tisch zentral regier­ten Staaten Frank­reich und Spanien.

Der Politik ist das Thema längst bekannt. Öffent­lich wurde es schon mehrere Male dis­kutiert. Etwas geän­dert hat sich 2004. In das neue Film­för­derungs­gesetz wurde eine Pflich­tab­gabe hin­ein­geschrie­ben - aller­dings gilt das Gesetz nur für alle vom Bund geför­der­ten Filme. In den Ländern gibt es abwei­chende und sehr viel­fäl­tige Rege­lun­gen. Hinzu kommt, dass längst nicht alle in Deutsch­land pro­duzier­ten Filme geför­dert sind. Wie hoch der Pro­zent­satz ist, weiß keiner.

Die Grünen wagten sich im Dezember vor und brach­ten das Thema auf die Tages­ord­nung im Kul­turaus­schuss des Bun­des­tags. „Alle waren über­rascht von unserem Vorstoß”, erzählte der Spre­cher der Grünen-Fil­mex­per­tin Claudia Roth, Rein­hard Olschan­ski. Her­aus­gekom­men ist nicht viel. „Das Ergeb­nis der Sitzung war: Es muss etwas getan werden, aber was konkret, wurde noch nicht gesagt.”

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sei jetzt gefor­dert, sagen die Grünen. In Neu­manns Büro heißt es, dass die meisten Filme von der Pflich­tab­gabe für geför­derte Filme ein­geschlos­sen werden. Dieses Jahr werde zudem das Bun­desar­chiv­gesetz novel­liert, wobei eine Pflicht­hin­ter­legung erneut ange­spro­chen werden solle, teilte ein Spre­cher von Neumann mit. Laut Archiv-Experte Koerber müsse der Gesetz­geber eine Pflich­tab­gabe einfach nur wollen. „Damit wäre auf einen Schlag das Über­leben der gesam­ten aktu­ellen Pro­duk­tio­nen gesi­chert.” Den schon als ver­schol­len gel­ten­den Filmen hilft das aber nicht mehr viel. Hier könne man nur hoffen, dass sie viel­leicht in einem kleinen Pri­vat­archiv fernab von Deutsch­land wie­der­ent­deckt werden, sagt Koerber.

Pflichtabgaben für Medienwerke sind in Deutsch­land eigent­lich nichts Neues. So sieht das Gesetz zur Deut­schen Natio­nal­biblio­thek Pflich­tab­gaben für Bücher und in Deutsch­land ver­öffent­lichte Musik vor. Im Gesetz heißt es weiter: „Film­werke, bei denen nicht die Musik im Vor­der­grund steht, (...) unter­lie­gen nicht den Bestim­mun­gen dieses Geset­zes.” Heißt im Klar­text: Nur Musik­filme müssen dem Gesetz zufolge archi­viert werden. Warum nicht auch normale Spiel­filme ein­geschlos­sen wurden, weiß keiner so genau.

Problematisch ist auch die lang­fris­tige Archi­vie­rung. Im Film­för­derungs­gesetz wird „eine tech­nisch ein­wand­freie Kopie des Films in dem gedreh­ten Ori­ginal­for­mat” gefor­dert. Eine Kopie reiche aber nicht immer aus, meint Koerber. „Um Filme gut zu erhal­ten, braucht man das frühe­ste und beste Mate­rial.” Soll heißen: Bei Filmen das Ori­ginal­nega­tiv. Man könne zunächst eine Kopie ver­lan­gen und nach einigen Jahren das Ori­ginal­nega­tiv, meint Koerber.

Während die Politik diskutiert, ver­sucht die in Berlin ansäs­sige Fil­mab­tei­lung des Bun­desar­chivs eine eigene Ini­tia­tive. Im Juni hat es eine Umfrage unter Film­pro­duzen­ten gest­artet. Das Archiv möchte her­aus­fin­den, ob Film­pro­duzen­ten frei­wil­lig ihre Werke im Bun­desar­chiv hin­ter­legen würden. Die Ergeb­nisse der Unter­suchung sollen dem­nächst, ver­mut­lich nach der Ber­linale, vor­gestellt werden. Von Demian von Osten, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/06/magazin/kino/t/rzo399055.html
Dienstag, 05. Februar 2008, 11:48 © RZ-Online (NewsDesk)
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