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Donnerstag, 07. Februar 08

4 von 13: Andreas Johann, YvonneMainz - Erst­mals wird es Tage­skar­ten für das Open Ohr geben, mehr Stu­den­ten sollen zu Pfings­ten auf die Zita­delle gelockt werden, und eine Inter­netseite infor­miert über aktu­elle Ent­wick­lun­gen: Vier neue Mit­glie­der der...

Die Aschermittwochsausstellung dKoblenz - "Ihre Bindung beruht auf gegen­sei­tiger Wert­schät­zung." Der Satz findet sich sowohl in den Sta­tuten wie im Katalog der ersten Aus­stel­lung der Arbeits­gemein­schaft bil­den­der Künst­ler am Mit­tel­rhein (AKM) von...

Koblenz - Bei wohl noch kühlen Außen­tem­pera­turen stehen am letzten Woche­nende im Februar heiße Öfen ganz im Mit­tel­punkt des Inter­esses, wenn die Sport­halle Ober­werth in Koblenz wieder für die Biker­messe ihre Tore öffnet.

Vier Neue bereiten das Open Ohr mit vor

Mainz - Erst­mals wird es Tage­skar­ten für das Open Ohr geben, mehr Stu­den­ten sollen zu Pfings­ten auf die Zita­delle gelockt werden, und eine Inter­netseite infor­miert über aktu­elle Ent­wick­lun­gen: Vier neue Mit­glie­der der Pro­jekt­gruppe erzählen von sich und von ihrer Arbeit fürs 34. Fes­tival.

4 von 13: Andreas Johann, Yvonne

4 von 13: Andreas Johann, Yvonne Wuttke, Moritz Traut­ner und Katha­rina Greuel (von links) sind neu in der Gruppe.

Sie sind neu bei den ins­gesamt 13 Mit­glie­dern der Pro­jekt­gruppe, doch Grün­schnä­bel sind sie bei­leibe nicht: Moritz Traut­ner, Yvonne Wuttke, Katha­rina Greuel und Andreas Johann gestal­ten das 34. Open Ohr zum Thema "Geld Gut Güter - Von Konsum und anderen Not­wen­dig­kei­ten" mit. Seit 16 Jahren zeltet Moritz Traut­ner (31) zu Pfings­ten an der Zita­delle. "Als Zivil­dienst­leis­ten­der habe ich Bühnen fürs Fes­tival auf­gebaut, und vor zwei Jahren spielte ich dort mit meiner Band Oskot, da war es eine logi­sche Ent­wick­lung, jetzt in die Pro­jekt­gruppe zu gehen." Traut­ner orga­nisierte Kon­zerte und das Fes­tival Grill 'em All in der Alten Zie­gelei mit.

"Mich reizt das Open Ohr als Groß­ver­anstal­tung, die nicht auf dem Kom­mer­ziel­len basiert, wo es darum geht, Themen zu hin­ter­fra­gen", meint Yvonne Wuttke (30). Beim AStA-Som­mer­fest und zur Nacht der Wis­sen­schaf­ten war sie im Bereich Event, Gastro, Mar­keting unter­wegs. Katha­rina Greuel (26) stu­diert Thea­ter­wis­sen­schaf­ten in Mainz: "Mir machen Fes­tivals all­gemein viel Spaß." Das hat sie unter anderem beim Wies­bade­ner Thea­ter­fes­tival "Neue Stücke für Europa" erkannt, wo sie mit von der Partie war. "Jetzt will ich selbst gestal­ten." Als Musiker des Impro­visa­tions­thea­ters "Für Gar­derobe keine Haftung" spielte Andreas Johann (27) auf dem Open Ohr. Voriges Jahr leitete er dann einen Work­shop. Auch für ihn lag es nahe, zur Pro­jekt­gruppe zu stoßen.

un sitzen alle vier im Lomo am Ball­platz und erzählen, wie es ist, ein Fes­tival vor­zube­rei­ten. "Die Besu­cher­zah­len sta­gnier­ten in den ver­gan­genen Jahren", meint Traut­ner. Das soll sich ändern. "In Mainz gibt es 36 000 Stu­den­ten, und vielen sagt das Open Ohr nichts." Des­wegen ver­anstal­tet die Pro­jekt­gruppe Bene­fiz­kon­zerte. Das erste im Kul­tur­café der Uni lockte 150 zah­lende Besu­cher. "Wir planen noch mehr Aktio­nen", so Wuttke. Ein­zel­hei­ten werden aber noch nicht ver­raten. Dafür ist eine Neue­rung spruch­reif, die in der Ver­gan­gen­heit öfters ange­regt, aber nach langen Dis­kus­sio­nen immer ver­wor­fen wurde: "Es wird diesmal Karten für ein­zelne Tage geben", sagt Johann. Bisher legten die Macher Wert darauf, dass Besu­cher das Open Ohr als Gesamt­kunst­werk erleb­ten und nicht nur aus­schnitts­weise. "Das hoffen wir natür­lich auch", so Wuttke, "aber wir wollen zusätz­lich Leute auf die Zita­delle locken, die nicht jeden Tag Zeit haben."

Zwei Wochenenden in Klausur hat die Pro­jekt­gruppe schon hinter sich. Vor allem das Thema des Fes­tivals, das The­sen­papier und der Titel dazu wurden aus­führ­lich dis­kutiert: Konsum steht diesmal im Mit­tel­punkt, seine Aus­wir­kun­gen auf Men­schen und Umwelt. Es geht um Werbung und Wirt­schaft, um Bildung und um Gruppen am Rande der Kon­sum­gesell­schaft. "Das ist ein Thema, dem sich keiner ent­zie­hen kann. Das werden wir auch durch Aktio­nen auf dem Gelände deut­lich machen", erzählt Greuel.

"Konsum als Bür­ger­pflicht - Kaufen für Deutsch­land" wird eine der vielen Podi­ums­dis­kus­sio­nen heißen. Und wie immer soll das Thema bis in die Musik reichen: "Boris Gott, ein ehe­mali­ger Hartz-IV-Empfän­ger aus der Dort­mun­der Nord­stadt, wird mit seiner Band auf­tre­ten", sagt Johann. "Der ist zwar noch nicht so bekannt, aber wir sind ja auch Tal­ents­couts", meint er lächelnd.

Talentscouts allerdings auch aus der Not heraus. Denn das Open Ohr arbei­tet seit zehn Jahren ohne Etat-Erhöhung. "In der selben Zeit hatten wir eine Kultur-Infla­tions­rate von 47 Prozent", berich­tet Greuel. "Das liegt auch daran, dass Bands ihre Auf­tritte früher als Werbung für ihre CD gesehen haben." Mit sin­ken­dem Ton­trä­ger-Absatz aber müsse wieder Geld über Kon­zerte rein­kom­men. Dennoch: Das Pro­gramm soll so umfang­reich werden wie in den ver­gan­genen Jahren. "Wir haben aller­dings einige Ver­anstal­tun­gen anders gelegt", erzählt Greuel. "Zum Bei­spiel wird erst­mals schon am Freitag ein Podium statt­fin­den." Auch der Lese­mara­thon fällt weg, dafür gibt es Auto­ren­lesun­gen.

Eine Sache, die den Open-Ohr-Machern sehr am Herzen liegt, ist der Ver­anstal­tungs­ort: "Ohne die Zita­delle wäre das Fes­tival undenk­bar", stellt Wuttke klar, "es würde seinen Cha­rak­ter ver­lie­ren." Rei­bun­gen gibt es, weil zurzeit vieles an der alten Festung saniert und in Stand gesetzt wird. Dadurch könnten Ver­anstal­tungs­räume weg­fal­len oder nur ein­geschränkt zur Ver­fügung stehen.

Dies und viele weitere Details muss die Pro­jekt­gruppe in den kom­men­den Wochen noch klären. "Wir treffen uns jeden Mitt­woch", sagt Greuel. "Zusätz­lich setzen sich die Leute zusam­men, die für einen bestimm­ten Bereich wie Theater, Kaba­rett oder Musik zustän­dig sind. Im Grunde sind wir dauernd in Kontakt." Und das alles auf ehren­amt­licher Basis.

Die Ergeb­nisse ihrer Arbeit prä­sen­tiert die Gruppe unter myspace.com/openohr im Inter­net. "Die neue Seite ist auf schnel­leren Zugriff aus­gelegt als die offi­zielle unter www.openohr.de", erklärt Johann. Das Pub­likum kann dort den Weg zum 34. Open Ohr Schritt für Schritt mit­erle­ben, bis es am 9. Mai heißt: "Geld Gut Güter - Von Konsum und anderen Not­wen­dig­kei­ten." Die Neu­linge wün­schen sich zum Fes­tival übri­gens das selbe wie all ihre Vor­gän­ger: gutes Wetter. Denn damit ist es ja bekannt­lich so eine Sache zu Pfings­ten in Mainz. (Gerd Blase)

RZO


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/07/magazin/szeneregional/t/rzo399655.html
Donnerstag, 07. Februar 2008, 11:24 © RZ-Online (NewsDesk)
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