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Donnerstag, 07. Februar 08

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Schau im Frankfurter Städel: Kaum Luft für Cranach

Frankfurt - Beim Kampf um die besten Plätze ist sich jeder selbst der Nächste: Noch zwei Wochen ist die Aus­stel­lung mit Werken von Lucas Cranach im Frank­fur­ter Städel zu sehen.

Einer der zentralen Punkte der S

Einer der zen­tra­len Punkte der Schau: Die Venus mit dem Honig steh­len­den Amor­kna­ben wird nach beinahe 500 Jahren erst­mals auf Reisen gezeigt. Sie ist sonst nur in der Gal­leria Bor­ghese zu bewun­dern. Allein ihr Sicher­heits­rah­men wiegt 500 Kilo. Fotos: Städel

Wobei es nicht kaum gelingt, auf alle Bilder einen Blick zu erha­schen. Ein Erfah­rungs­bericht mitten aus dem Gedränge.

Was bewegt einen Besucher, die Cranach-Aus­stel­lung in Frank­furt zu besu­chen? Werke des Renaissance-Malers sind in vielen Museen zu sehen, es ist wohl das Zusam­men­tref­fen von Raritäten, das den Besuch so attrak­tiv macht. "In dieser Zusam­men­stel­lung werden sie in ihrer Lebens­zeit nie wieder eine Aus­stel­lung von Cranach-Werken sehen", ver­spricht die Füh­rerin im Frank­fur­ter Städel. Um sich dann den wich­tigen Themen zuzu­wen­den: "Wer rauscht hier so laut?" Seit Wochen sind alle Kopf­hörer-Geräte in der Cranach-Aus­stel­lung im Dauer­ein­satz - da gibt die Technik mit­unter auf, erzählt die Muse­ums­mit­arbei­terin. "Bitte Vor­sicht im nächs­ten Raum, ich schaue einmal, ob irgendwo Platz ist."

So interpretierte Lucas Cranach

So inter­pre­tierte Lucas Cranach der Ältere (1473-1553) den Selbst­mord der Lucre­zia: In der span­nen­den Ver­bin­dung von Eros und Gewalt kamen Details wie ana­tomi­sche Kor­rekt­heit stel­len­weise deut­lich zu kurz. Fotos: Städel

Platz - den sucht man in der Cranach-Schau derzeit ver­gebens. Zwi­schen 3000 und 4000 Besu­cher täglich werden durch die Son­deraus­stel­lung geschleust. Oder besser gesagt, schleu­sen sich selbst hin­durch: Im Gegen­satz zu großen Event-Aus­stel­lun­gen gibt es keine strikte Besu­cher­führung durch die Schau, die einem den Weg vor­schreibt. Man könnte also von den Bänken aus das Altar­bild länger betrach­ten, einmal in aller Ruhe vor den ver­schie­denen Luther-Bild­nis­sen ver­wei­len - wenn nur diese Massen nicht wären, die una­bläs­sig in die Räume der Son­deraus­stel­lung drängen. Mit Sau­erstoff in Dosen könnte ein fin­diger Händler hier ein gutes Geschäft machen.

Als besonders bedrohlich empfindet man die öffent­lichen Führun­gen. Durch die draht­lose Ver­bin­dung zum Führer wech­seln diese Horden für Außen­ste­hende völlig grund­los schwar­mar­tig die Marsch­rich­tung, bilden undurch­dring­liche Trauben um Kunst­werke herum, ver­stop­fen ohne schlech­tes Gewis­sen Ein- und Aus­gänge.

Großkampftag auch für das sonst weniger bean­spruchte Wach­per­sonal: Wo sich die Mengen an den Bildern vor­bei­schie­ben, sinkt der Respekt vor der Kunst gewal­tig. Da wird hem­mungs­los an Rahmen und Bildern her­umge­tatscht, trotz Ver­botes rempeln umgehängte Taschen und Mäntel an den Podes­ten und Instal­latio­nen herum. Manch Wächter greift mit einem beherz­ten Sprung dazwi­schen: "Nein, sie können sich nicht an dem Rahmen fest­hal­ten!"

Die öffentliche Führung ist mitt­ler­weile vorbei. Für ganze fünf Bilder hat die Stunde gereicht, erfah­ren hat man vor allem: "Die Aus­stel­lung ist ent­setz­lich voll. Jeden Tag, da ist ganz egal, wann Sie kommen. Höchs­tens abends wird es ruhiger, aber das können Sie gegen Ende hin auch ver­ges­sen."

Die geführte Menge bricht, ihrer Lei­terin beraubt, aus­ein­ander. Jetzt wäre Zeit, die beim Vor­bei­lau­fen ver­pass­ten Bilder anzu­sehen - doch für die meisten Besu­cher heißt es nur noch "Nichts wie raus!". Ein Muse­ums­besuch wie eine Pau­schal-Safari mit "Hopp, hopp - Foto­stopp!". Die ver­gnüg­liche Aus­ein­ander­set­zung bleibt der Après-Schau mit dem vor­züg­lichen Katalog vor­ent­hal­ten.

Claus Ambro­sius

Bis 17. Februar; Di-Fr 10-21 Uhr, Sa+So 10-20 Uhr

RZO


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/06/magazin/t/rzo399319.html
Mittwoch, 06. Februar 2008, 10:07 © RZ-Online (NewsDesk)
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