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Montag, 17. Juni 13

Recep Tayyip Erdogan in LudwigshafenLud­wigs­hafen - Nach der Brand­kata­stro­phe von Lud­wigs­hafen haben deut­sche und tür­kische Poli­tiker gemein­sam zur Beson­nen­heit gemahnt. Am Unglück­sort trau­erten der tür­kische Regie­rungs­chef Recep Tayyip Erdogan und der...

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Erdogan und Beck trauern am Brandort

Lud­wigs­hafen - Nach der Brand­kata­stro­phe von Lud­wigs­hafen haben deut­sche und tür­kische Poli­tiker gemein­sam zur Beson­nen­heit gemahnt.

Recep Tayyip Erdogan in Ludwigshafen

Der tür­kische Minis­ter­prä­sident Erdogan (r) besucht mit seiner Frau das aus­gebrannte Haus in Lud­wigs­hafen.

Am Unglück­sort trau­erten der tür­kische Regie­rungs­chef Recep Tayyip Erdogan und der rhein­land-pfäl­zische Minis­ter­prä­sident Kurt Beck (SPD) um die Opfer.

Angesichts der Spekulationen über einen aus­län­der­feind­lichen Hin­ter­grund bat Erdogan: „Lassen Sie uns alle helfen, die Freund­schaft der Türkei zu Deutsch­land zu stärken.” Beck sicherte zu, dass alles zur Auf­klärung getan werde.

Trauer

Unzählige Blumen, Kränze und Kerzen erin­nern vor dem aus­gebrann­ten Wohn­haus in Lud­wigs­hafen an die Opfer des Unglücks.

Die Ursache der Kata­stro­phe war auch nach vier Tagen noch nicht geklärt. Mög­licher­weise werden sich die Ermitt­lun­gen noch Wochen hin­zie­hen. Die Behör­den schließen sowohl einen tech­nischen Defekt als auch Brand­stif­tung - ob fahr­läs­sig oder vor­sätz­lich - nicht aus. Bei dem Brand in dem von Türken bewohn­ten Haus waren am Sonntag neun Men­schen ums Leben gekom­men, dar­unter fünf Kinder. 60 Men­schen wurden ver­letzt. Beson­ders in der Türkei wird spe­kuliert, dass die Kata­stro­phe einen aus­län­der­feind­lichen Hin­ter­grund haben könnte.

Als Indizien dafür gelten die Aussagen von zwei Mädchen, die einen Mann am Tatort beob­ach­tet haben wollen, sowie Nazi- Schmie­rereien an der Brandruine. Außer­dem wurde auf das Haus im August 2006 ein Anschlag verübt. Ober­staats­anwalt Lothar Liebig sagte am Abend jedoch, die Schmie­rereien - zweimal das Wort Hass mit SS-Runen - seien schon mehrere Jahre alt. Hin­weise auf Brand­beschleu­niger gebe es bislang nicht. Die beiden Mädchen sollen weiter befragt werden. Außer­dem soll ein Phan­tom­bild ange­fer­tigt werden.

Trauer in Ludwigshafen

Kerzen erin­nern an einem Zaun vor dem aus­gebrann­ten Wohn­haus in Lud­wigs­hafen an die Toten.

Erdogan dankte aus­drück­lich den deut­schen Ret­tungs­kräf­ten für ihren Einsatz. „Wenn es das große Enga­gement der Polizei und Feu­erwehr nicht gegeben hätte, wäre der Schmerz noch größer gewesen.” Der Trauer in der Türkei sei „uner­mess­lich”. Er hoffe, „dass die Ermitt­lun­gen sehr sorg­fäl­tig und sehr schnell durch­geführt werden”. Erdogan wurde bei dem Besuch an der Ruine von etwa 2500 Men­schen - die meisten davon Türken - mit Jubel emp­fan­gen. Ansch­ließend sprach er mit Hin­ter­blie­benen und Ver­letz­ten. An diesem Freitag ist der Minis­ter­prä­sident im Rahmen eines schon länger geplan­ten Besuchs zu Gast bei Bun­des­kanz­lerin Angela Merkel (CDU) in Berlin.

Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnte in der „West­deut­schen All­gemei­nen Zeitung” (Don­ners­tag) vor falschen Verdäch­tigun­gen. Mit Blick auf die Reak­tio­nen in der Türkei sagte er: „Wir fühlen uns genauso betrof­fen, dass neun Men­schen ums Leben gekom­men sind, die bei uns gelebt haben. Wir sind in unserer Betrof­fen­heit über Tode­sop­fer nicht von der Staats­angehö­rig­keit abhän­gig.” Auch Beck rief dazu auf, keine Vor­urteile zu schüren. „Das Unglück wird uns nicht aus­ein­ander bringen. Wir sind in Trauer vereint.” Zugleich setzte sich der SPD-Chef gegen Kritik zur Wehr, wonach er einen Anschlag zu früh aus­geschlos­sen haben soll.

Fassadenschmiererei

An der Fassade des aus­gebrann­ten Wohn­hau­ses in Lud­wigs­hafen steht das Wort "HASS" geschrie­ben.

Unionsfraktionsvize Wolf­gang Bosbach (CDU) sagte, die Politik solle zunächst einmal die Exper­ten ihre Arbeit machen lassen. „Das gilt ganz beson­ders und in erster Linie für tür­kische Par­teien und Poli­tiker.” Grünen-Chefin Claudia Roth sagte eben­falls: „Wir brau­chen Beson­nen­heit und Ver­trauen in die Arbeit der Behör­den.” Auch der Vor­sit­zende der Tür­kischen Gemeinde in Deutsch­land, Kenan Kolat, mahnte zu Zurück­hal­tung. Für die These, es könne sich um einen Anschlag handeln, sei es „zu früh”, sagte er im Süd­westrund­funk.

Die Alevitische Gemeinde in Deutschland kri­tisierte die Ent­schei­dung der tür­kischen Regie­rung, eigene Ermitt­ler nach Lud­wigs­hafen zu schi­cken. Gene­ral­sekretär Ali Ertan Torak sagte der Deut­schen Presse-Agentur dpa. „Es ent­steht der Ein­druck: Wir trauen den deut­schen Ermitt­lern nicht.” Acht der neun Toten sind Ale­viten. In Deutsch­land gehören rund 800 000 Men­schen der liberal-isla­mischen Glau­bens­gemein­schaft an, die in der Türkei nicht offi­ziell aner­kannt wird.

Unglückshaus

Durch enen Blu­men­kranz fällt der Blick auf das Unglücks­haus von Lud­wigs­hafen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/07/news/t/rzo398618.html
Donnerstag, 07. Februar 2008, 20:26 © RZ-Online (NewsDesk)
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