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Montag, 17. Juni 13

Recep Tayyip Erdogan in LudwigshafenLud­wigs­hafen - Nach der Brand­kata­stro­phe von Lud­wigs­hafen haben deut­sche und tür­kische Poli­tiker gemein­sam zur Beson­nen­heit gemahnt. Am Unglück­sort trau­erten der tür­kische Regie­rungs­chef Recep Tayyip Erdogan und der...

Mitt RomneyWashing­ton - Nach dem Aus­stieg seines Rivalen Mitt Romney (60) steht die Kan­dida­tur des 71-jäh­rigen Repu­bli­kaners John McCain bei der US-Prä­siden­ten­wahl im Novem­ber so gut wie fest.

Münster/Berlin - Der Bun­des­schatz­meis­ter der rechts­extre­men NPD, Erwin Kemna, soll min­des­tens 627 000 Euro aus der Par­tei­kasse ver­untreut haben. Der 57-Jährige wurde am Don­ners­tag in Lad­ber­gen im Müns­ter­land...

Moskau - Russ­land droht der Ukraine wegen angeb­lich aus­ste­hen­der Rech­nun­gen erneut mit einem Gas-Lie­fer­stopp. Sollte Kiew nicht sofort seine Schul­den in Höhe von 1,02 Mil­liar­den Euro beglei­chen...

Berlin - Das Wohn­geld für sozial Bedürf­tige soll nach dem Willen der Bun­des­regie­rung erhöht und der Kin­der­zuschlag auf mehr Per­sonen mit gerin­gem Ein­kom­men aus­gedehnt werden.

Berlin - Bun­des­arbeits­minis­ter Olaf Scholz (SPD) ist mit seinen Plänen zur Aus­wei­tung von Min­dest­löh­nen in der Bun­des­regie­rung auf Wider­stand gestoßen. Kanz­ler­amt und Bun­des­wirt­schafts­minis­terium mel­deten nach Angaben...

UNICEF-Zentrale greift in deutsche Krise ein

New York/Köln - In die Krise der deut­schen UNICEF-Sektion hat sich nun auch die Zen­trale des Kinder­hilfs­werks in New York ein­geschal­tet.

Reinhard Schlagintweit

Reinhard Schla­gint­weit, der neue Vor­sit­zende des Deut­schen Komi­tees von UNICEF.

Ein hoch­ran­giger Ver­tre­ter vom Haupt­sitz werde in der kom­men­den Woche nach Deutsch­land reisen.

Das sagte Sprecher Geoffrey Keele der Deut­schen Presse-Agentur dpa in New York. Philip O'Brien, Leiter der Abtei­lung private Spenden und Part­ner­schaf­ten, wolle sich in aller Aus­führ­lich­keit mit den Anschul­digun­gen beschäf­tigen.

„UNICEF ist natür­lich sehr besorgt über die Aus­wir­kun­gen der Affäre auf das Ver­trauen der deut­schen Öffent­lich­keit”, sagte Keele. Die deut­sche Sektion sei immer eine sehr starke Stütze für die Arbeit des Kinder­hilfs­werks gewesen. Deshalb sei es wichtig, eine neue Ver­trau­ens­basis her­zustel­len.

Die deutsche UNICEF-Spitze konnte die Kritik an ihrem Umgang mit Spenden auch am Don­ners­tag nicht ein­däm­men. Erst­mals äußerte sich die UNICEF-Schirm­her­rin Eva Luise Köhler: „Das gegen­wär­tige Erschei­nungs­bild des Deut­schen Komi­tees für UNICEF erfüllt mich mit Sorge”, sagte die Ehefrau des Bun­desprä­siden­ten am Don­ners­tag im ruan­dischen Huye der Deut­schen Presse-Agentur dpa. Drei Großs­pen­der wollen ihre Zusam­men­arbeit mit der Orga­nisa­tion nach Medien­berich­ten über­den­ken. Der Streit zwi­schen der zurück­getre­tenen Vor­sit­zen­den Heide Simonis und der Führung der deut­schen UNICEF-Sektion ging am Don­ners­tag weiter.

Scharfe Kritik kam von UNICEF-Bot­schaf­ter Joachim „Blacky” Fuchs­ber­ger (80). Er habe zu den Vor­wür­fen bisher nur eine all­gemeine Absichts­erklärung von UNICEF bekom­men: „Das ist unper­sön­lich und unbe­frie­digend für mich, da kei­ner­lei Bezug zur aktu­ellen Lage zu finden ist”, sagte der Schau­spie­ler und Ex-Show­mas­ter den „Lübe­cker Nach­rich­ten” (Freitag). Er bleibe dabei, dass die Verant­wort­lichen bei UNICEF „für die unse­ligen Vor­gänge kei­nes­wegs ent­las­tet sind”.

Nachdem Simonis „persönliche Kon­sequen­zen” der Vor­stands­mit­glie­der ange­mahnt hatte, sagte ihr Nach­fol­ger Rein­hard Schla­gint­weit am Don­ners­tag im Baye­rischen Rund­funk: „Die Frau Simonis war zwei Jahre lang Vor­sit­zende, sie hat nie etwas zu bean­stan­den gehabt, obwohl ihr schwere Vor­würfe zu Ohren gekom­men waren, und erst als die Presse davon berich­tete, ging sie plötz­lich auf Distanz und säte auch Miss­trauen, das sie jetzt immer wieder wie­der­holt.”

Druck auf UNICEF übten einige Großs­pen­der aus. Der Geschäfts­füh­rer des Rabatt­punkte-Unter­neh­mens Payback, Alex­ander Ritt­weger, schrieb in einer „Spiegel Online” vor­lie­gen­den E-Mail an den UNICEF-Vor­stand, man hoffe, „dass UNICEF den Ernst der Lage erkennt und rasch die rich­tigen - auch per­sonel­len - Kon­sequen­zen zieht”. Andern­falls werde Payback seinen Mit­glie­dern „eine andere Orga­nisa­tion für ihre Punk­tes­pen­den anbie­ten”. Payback habe in den ver­gan­genen acht Jahren mehr als zwei Mil­lio­nen Euro für UNICEF gesam­melt.

Der Hamburger Reeder und Initiator des UNICEF-Pro­jekts „Schulen für Afrika”, Peter Krämer, sagte der Zeitung „Die Welt”: „Ich erwarte, dass sich Geschäfts­füh­rer Diet­rich Gar­lichs und der Vor­sit­zende Rein­hard Schla­gint­weit für die Schlam­pereien bei UNICEF glaub­haft ent­schul­digen.” Auch der Konzern Procter und Gamble, der auf Baby­win­deln für die Spen­den­orga­nisa­tion gewor­ben hatte, denkt nach einem Bericht des Ber­liner „Tage­sspie­gels” über die Zusam­men­arbeit nach.

Das bischöf­liche Hilfs­werk Adve­niat warnte unter­des­sen vor einer iso­lier­ten Betrach­tung der Werbe- und Ver­wal­tungs­kos­ten. „Es gibt gute Gründe, wieso manche Hilfs­werke höhere Neben­kos­ten haben als andere”, sagte der Abtei­lungs­lei­ter Öffent­lich­keits­arbeit bei Adve­niat, Chris­tian Frevel. Bei UNICEF liege der Ver­wal­tungs- und Wer­bungs­kos­ten­anteil bei 18 Prozent, bei Adve­niat dagegen bei 6,2 Prozent. UNICEF sei aller­dings anders als Adve­niat auch in Kri­sen­regio­nen nach Kata­stro­phen tätig. Das erfor­dere eine teure Lager­hal­tung zum Bei­spiel mit Zelten und Bedarf für den Notfall.

Von mehreren Experten wurde die Zahlung von Spenden-Pro­visio­nen bei UNICEF kri­tisiert. UNICEF-Spre­cher Rudi Tar­neden betonte dazu in Köln, eine solche Pro­visi­ons­pra­xis sei bei UNICEF auch nicht gängig. Es seien bisher erst in drei Fällen Pro­visio­nen gezahlt worden. „Das waren drei große Pro­jekte, bei denen wir uns so gegen das finan­zielle Risiko absi­chern mussten”, sagte er.

Simonis ver­tei­digte ihren Rück­tritt als UNICEF- Vor­sit­zende. „Die Mehr­heit stand gegen mich. Ich hätte keine Refor­men, wie mein vor­geschla­genes Zehn-Punkte-Pro­gramm, mehr durch­set­zen können”, sagte sie der Ber­liner Zeitung „BZ”.

www.unicef.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/07/news/t/rzo398695.html
Donnerstag, 07. Februar 2008, 18:10 © RZ-Online (NewsDesk)
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