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Montag, 17. Juni 13

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Münster/Berlin - Der Bun­des­schatz­meis­ter der rechts­extre­men NPD, Erwin Kemna, soll min­des­tens 627 000 Euro aus der Par­tei­kasse ver­untreut haben. Der 57-Jährige wurde am Don­ners­tag in Lad­ber­gen im Müns­ter­land...

Moskau - Russ­land droht der Ukraine wegen angeb­lich aus­ste­hen­der Rech­nun­gen erneut mit einem Gas-Lie­fer­stopp. Sollte Kiew nicht sofort seine Schul­den in Höhe von 1,02 Mil­liar­den Euro beglei­chen...

Berlin - Das Wohn­geld für sozial Bedürf­tige soll nach dem Willen der Bun­des­regie­rung erhöht und der Kin­der­zuschlag auf mehr Per­sonen mit gerin­gem Ein­kom­men aus­gedehnt werden.

Berlin - Bun­des­arbeits­minis­ter Olaf Scholz (SPD) ist mit seinen Plänen zur Aus­wei­tung von Min­dest­löh­nen in der Bun­des­regie­rung auf Wider­stand gestoßen. Kanz­ler­amt und Bun­des­wirt­schafts­minis­terium mel­deten nach Angaben...

Mutmaßlicher Kofferbomber will Anschlag sabotiert haben

Düs­sel­dorf - Der in Düs­sel­dorf ange­klagte mut­maß­liche Kof­fer­bom­ber von Köln will die Ter­ror­anschläge auf zwei Regio­nalzüge bewusst sabo­tiert haben.

Youssef El H. im Gericht

Der 23-jährige Liba­nese Youssef El H. hat aus­gesagt, die Explo­sion der Kof­fer­bom­ben ver­hin­dert zu haben.

„Ich bin froh, im letzten Moment ver­hin­dert zu haben, dass Unschul­dige gestor­ben sind”, sagte der 23-jährige Liba­nese Youssef El H. dem Staats­schutz­senat des Düs­sel­dor­fer Ober­lan­des­gerichts. Er habe zwar die Sprengsätze maß­geb­lich gebaut und im Juli 2006 auch eine der Bomben in einem Zug depo­niert, sei aber wegen mas­siver Zweifel davon abge­rückt, unschul­dige Zivi­lis­ten töten zu wollen.

„Ich war mir 100-prozentig sicher , dass das, was wir da gemacht haben, nicht explo­die­ren kann - ohne Sau­erstoff in der Gas­fla­sche.” Des­wegen sei er auch vor der Tat gut gelaunt und sehr ruhig gewesen. In seinen aus­führ­lichen Schil­derun­gen in ara­bischer Sprache beschul­digte er seinen bereits in Beirut inhaf­tier­ten Kom­pli­zen, ihn ange­stif­tet zu haben. „Wir haben die Pflicht, Zivi­lis­ten zu töten, wenn der Prophet belei­digt wird”, habe Jihad H. ihm gesagt.

Er habe ihm dies mit Koran­ver­sen und reli­giö­sen Gut­ach­ten aus dem Inter­net belegen wollen. „Ich konnte ihm nicht wider­spre­chen, aber mein Herz fühlte sich nicht wohl bei dieser Sache”, betonte der 23-Jährige. „Ich glaubte an den Dschi­had und war gegen die US-Präsenz im Irak, war aber gegen Gewalt gegenü­ber Zivi­lis­ten.” Sch­ließ­lich habe er dem inten­siven Drängen Jihad H.s nach­gege­ben und grundsätz­lich zuge­stimmt, die Anschläge zu begehen. Seine Zweifel seien aber wieder stärker gewor­den.

Als Jihad H. dann betende Muslime in einer Kölner Moschee als Ungläu­bige beschimpft habe, habe dies das Ver­trauen zu ihm zerrüt­tet. „Ich habe mir gedacht, der weiß gar nicht, was er da macht.” Als der Krieg im Libanon aus­gebro­chen und einer seiner Brüder getötet worden sei, sei er „mit den Nerven völlig fertig gewesen” und habe dies als „Strafe Gottes” für seinen Plan emp­fun­den. Jihad H. habe ihn aber gedrängt, die Bomben fertig zu bauen. Er sei zu diesem Zeit­punkt bereits inner­lich ent­schlos­sen gewesen, den dritten Teil des Bom­ben­plans, die Bildung eines explo­siven che­mischen Gemischs, nicht mehr umzu­set­zen.

Sein Kom­plize habe dies anschei­nend nicht bemerkt, weil er sich beim Bom­ben­bau auf ihn ver­las­sen habe, sagte Youssef El. H.. Außer­dem hätten sie die aus dem Inter­net her­unter­gela­dene Bau­anlei­tung für die Bombe bereits wieder gelöscht gehabt. Nur er habe den Plan aus­wen­dig gelernt.

Youssef El H. , der sich seit ver­gan­genem Dezem­ber in Düs­sel­dorf vor Gericht ver­ant­wor­ten muss, war in Beirut in Abwe­sen­heit wegen ver­such­ten viel­fachen Mordes schul­dig gespro­chen und zu einer lebens­lan­gen Haft­strafe ver­urteilt worden. Sein zu zwölf Jahren Haft ver­urteil­ter Kom­plize Jihad H. hatte wie­derum ihn bezich­tigt, Draht­zie­her und Haupt­ver­ant­wort­licher der Anschlag­ver­suche gewesen zu sein. Nachdem Jihad H. zunächst zwei Mal die Absicht gestan­den hatte, mög­lichst viele Men­schen zu töten, hatte er im Prozess in Beirut selbst gesagt, sie hätten in letzter Minute die Zünd­drähte ver­tauscht, damit die Bomben nicht explo­dier­ten.

Die beiden Liba­nesen sollen im Juli 2006 in zwei Regio­nalzü­gen nach Hamm und Koblenz in Koffern ver­steckte Bomben depo­niert haben, die wegen eines tech­nischen Fehlers nicht explo­diert waren.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/07/news/t/rzo399625.html
Donnerstag, 07. Februar 2008, 18:46 © RZ-Online (NewsDesk)
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