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Samstag, 15. Aug. 20

Umweltfreundlicher RoadsterSchwein­furt - Einen umwelt­freund­lichen Road­ster will das Unter­neh­men Bra auf dem Genfer Auto­salon vor­stel­len. Der PGO Céven­nes Turbo-CNG kann mit Erd- oder Biogas betrie­ben werden, teilt die Firma in Schwein­furt mit.

Saar­brü­cken - Peugeot gibt alle Ben­zin­modelle ab Baujahr 1998 für den Betrieb mit Kraft­stof­fen mit höherem Ethanol-Anteil frei. Ben­ziner, die seit dem 1. Juli 1998 gebaut wurden...

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Neues Parksystem rollt an - Bargeldloses Bezahlen per Handy

Köln - Wer in Köln, Hamburg oder Berlin einen Park­schein braucht, kann dem­nächst einfach sein Handy zücken.

Parkgebühren per Handy bezahlen

Parkplatzgebühren per Handy bezah­len: Köln und Hamburg starten das Angebot im Februar. (Bild: „mobil-parken.de”)

Auf öffent­lichen Park­plät­zen soll der Auto­fah­rer seine Park­zeit per Handy angeben können, am Monats­ende wird die Gebühr gesam­melt von seinem Konto abge­bucht.

Das Kramen nach Münzen entfällt. Das bar­geld­lose Park-Ver­fah­ren rollt im Februar in Köln und Mitte März in Hamburg an. Viele Städte wollen dem Bei­spiel folgen, so auch die Bun­des­haupt­stadt Berlin im April, wie Thomas Weil vom Kölner Amt für Straßen und Ver­kehrs­tech­nik erklärt. In einigen Kom­munen sei die Technik bereits erfolg­reich erprobt worden. Mit Ergän­zung der Straßen­ver­kehrs­ord­nung zum 1. Januar 2008 darf das Handy-Parken nun offi­ziell ein­geführt werden.

Köln macht am 25. Februar den Anfang, sagt Weil. An dem Kölner Modell sei seit 2005 getüf­telt worden, „unter Betei­ligung von Ham­bur­ger Kol­legen, die das System für ihre Stadt adap­tiert haben”. Das Handy-Parken soll eine ser­vice­freund­liche Alter­native für den Auto­fah­rer sein, es soll für die Städte Kos­ten­ein­spa­run­gen bringen und zudem - ange­sichts von meh­reren hun­der­ten Auto­maten-Auf­brüchen im Jahr allein in Köln - auch die Sicher­heits­risi­ken ver­rin­gern.

Wer am münzfreien Parken - in der Dom­stadt auf 30 000 öffent­lichen Plätzen mit 1650 Park­schein-Auto­maten - teil­neh­men will, muss sich ein­malig im Inter­net regis­trie­ren lassen. Die Tele­matik­gesell­schaft Fach­ver­band Tele­maticsPRO hat bisher fünf Unter­neh­men geprüft und zer­tifi­ziert, die die öffent­lichen Park­gebühren ein­kas­sie­ren dürfen. Der Auto­fah­rer erhält eine Handy-Parker-Vig­nette und eine per­sön­liche Ser­vice­num­mer, die er zusam­men mit der Nummer des Park­schein-Auto­maten in sein Handy ein­tippt. Damit startet der Park­vor­gang. Abge­rech­net wird im Drei-Minuten-Takt. Beim Auspar­ken meldet sich der Han­dybe­sit­zer ab.

Datenschützer haben keine grundsätz­lichen Beden­ken, auch wenn zur Regis­trie­rung Name, Bank­ver­bin­dung und Kfz-Kenn­zei­chen ange­geben werden müssen. „Die Daten sind zur Geschäfts­abwick­lung nötig und wir gehen davon aus, dass die zer­tifi­zier­ten Unter­neh­men auch ein­wand­frei arbei­ten”, sagt Bettina Gayk, Spre­che­rin der Daten­schutz­beauf­trag­ten in Nord­rhein-West­falen. Aller­dings könne Vor­sicht geboten sein, wenn auch die Park­stand­orte gespei­chert würden. „Das sind keine banalen Daten. Es müsste geklärt werden, wie lange diese gespei­chert und ob und wie sie wei­ter­ver­wen­det werden.” Auto­fah­rer Günter Wilke ist skep­tisch wegen der ver­lang­ten Aus­künfte: „Ich scheue mich davor, mich regis­trie­ren zu lassen. Ich habe eh' schon 15 Pin-Nummern.”

Das neue Modell ist auf deutsch­land­weite Nutzung ange­legt - ein „Quan­ten­sprung” im Ver­gleich zu den bisher ange­lau­fenen rein lokalen Ange­boten in ein­zel­nen Kom­munen, meint Weil. „Es gibt bei den Kom­munen und Betrei­bern eine hohe Akzep­tanz und ein großes Inter­esse, so dass das System bun­des­weit ein­heit­lich ange­legt wurde. Schon zur Jah­res­mitte werden viele Städte folgen.” Der Auto­fah­rer aus Hamburg könne dann auch in Berlin, Lübeck, Potsdam, Lübeck oder Dort­mund per Handy bezah­len. Aber auch Graz und Linz klopf­ten bereits inter­essiert an.

Das Regis­trie­ren ist kos­ten­los, es ent­ste­hen aber Tele­fon­kos­ten für den Auto­fah­rer. Diese werden eher gering sein, meint die Stadt Köln. Die Kom­munen wollen Geld sparen beim „Ver­arbei­ten” der in Münzen ein­genom­menen Park­gebühren. Das Ein­sam­meln, Zählen und Zur-Bank-Bringen ver­ursacht hohe Kosten. Wenn in Köln zehn Prozent der Park-Ein­nah­men (zehn Mil­lio­nen pro Jahr) auf das Han­dysys­tem ver­lagert würden, könnte die Dom­stadt 60 000 Euro sparen.

Die Politessen müssen noch geschult werden. „Wir haben schon inter­net­fähige Handys bekom­men”, erzählt eine Kölner Poli­tesse. Über die Handy-Parker-Vig­nette hinter der Wind­schutz­scheibe soll schnell erkenn­bar sei, ob der Wagen bezahlt geparkt wurde. Ein 56-jäh­riger Bus­fah­rer freut sich auf die Neue­rung: „Klar, das ist doch eine Riesen-Erleich­terung.” Viel­fah­rerin Nadine Tim­mer­mann will das Angebot eben­falls nutzen: „Ich hab fast nie pas­sen­des Klein­geld dabei - von mir aus könnte es gleich los­gehen.”

Informationen zum Handy-Parken: www.mobil-parken.de Von Yuriko Wahl, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/01/30/service/auto/t/rzo397554.html
Mittwoch, 30. Januar 2008, 12:24 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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