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Montag, 17. Juni 13

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05-Stürmer Petr Ruman schuftet für sein Comeback

Konkrete Arbeit und viel Geduld

Mainz - Seit dem 7. Oktober ver­gan­genen Jahres hat Petr Ruman nicht mehr gegen einen Ball getreten. Nach einem Band­schei­ben­vor­fall mit ansch­ließen­der Operation schuftet der Stürmer täglich in der Reha für sein Comeback.

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Am ersten Spieltag dieser Saison erzielte Petr Ruman beim 4:1-Heimsieg gegen die TuS Koblenz mit diesem Schuss das 2:1. Momentan ist an solche Aktionen noch nicht zu denken.

Spiele gegen den eigenen Ex-Verein sind für die meisten Fußballer etwas Beson­deres. Petr Ruman würde in dieser Hinsicht wohl keine Ausnahme bilden, wenn der FSV Mainz 05 am Sonntag die SpVgg Greuther Fürth empfängt. Sechs Jahre lang hatte der Tscheche für die Franken in der Zweiten Liga gekickt - nicht selten zum Leidwesen der 05er -, bevor er im Sommer 2005 an den Bruchweg wechselte.

Doch Ruman wird am Sonntag einmal mehr nur als Zuschauer im Stadion sein. Seit Oktober geht das nun schon so, seit er beim 4:1-Heimsieg gegen Erz­gebirge Aue mit Gäs­tekee­per Axel Keller zusam­men­geprallt war, sich dabei einen Band­schei­ben­vor­fall im Len­den­wir­bel­bereich zugezogen hatte und sich deswegen einer Operation unter­zie­hen musste. Es war bereits Rumans zweite Band­schei­ben­ver­let­zung; die erste hatte ihn in der vor­ange­gan­genen Bun­des­ligarück­runde zum Zuschauen verdammt.

Damals hatte sich der Offen­sivspie­ler wieder in die Mann­schaft gekämpft, und heute sagt Petr Ruman, dass ihm dies erneut gelingen werde. "Zwei Dinge sind dafür nötig. Nummer eins: viel Geduld. Nummer zwei: konkrete Arbeit, um Schritt für Schritt vor­anzu­kom­men, auch wenn die Schritte leider nicht immer sehr groß sind."

Konkrete Arbeit bedeutet im Falle des 31-Jährigen, dass er an jedem Vormittag unter Anleitung von 05-Fit­ness­trai­ner Axel Busenkell ein zwei- bis zwei­ein­halbstün­diges Reha-Programm absol­viert. Spezielle Übungen für den Rumpf, für Bauch und Rücken, für die kleinen Muskeln an der Wir­belsäule, auch für die Beine. "Danach fahre ich nach Hause, esse etwas, ruhe mich aus, und nach­mit­tags folgt eine Aus­daue­rein­heit."

"Ich habe das Gefühl, dass es besser wird"

Schmerz­frei sei er gerade, sagt Ruman, doch das Wörtchen "gerade" deutet ein Problem an. Die Abwe­sen­heit des Schmerzes ist kein Dau­erzu­stand. "An einem Morgen wache ich auf und spüre überhaupt keine Schmerzen mehr, aber am nächsten Morgen kann das schon wieder ganz anders sein. Aber ich habe das Gefühl, dass es besser wird."

Es wäre nicht ver­wun­der­lich, wenn sich die kör­per­lichen Probleme auf die Psyche aus­wirk­ten, wenn die neu­erli­che Lei­dens­zeit Ruman auch mental zusetzen würde. "Natürlich ist es für einen Fußballer besser, wenn er gegen den Ball treten kann", sagt Petr Ruman, ver­sichert aber: "Ich habe mich gut im Griff. Auch meine Familie passt auf, dass ich nicht in Lethargie verfalle." Eine Phase habe es aller­dings gegeben, in der die Ver­let­zung ihn für eine Weile nach unten zog. "Nach der OP hatte ich direkt eine Ver­bes­serung gespürt und war opti­mis­tisch, bald wieder auf dem Platz zu stehen." Den 3. November hatte er sich als Ziel für den Wie­der­ein­stieg ins Mann­schafts­trai­ning gesetzt - eine allzu opti­mis­tische Prognose. "Als es kurz vor Weih­nach­ten noch nicht ging, war das schon sehr frus­trie­rend."

"Ich kann der Mann­schaft im Auf­stiegs­kampf noch helfen"

Inzwi­schen hat sich Ruman damit abge­fun­den, dass er mehr Zeit benötigt; mit Ter­min­vor­gaben will er sich nicht mehr unter Druck setzen. Abgehakt aber hat er die laufende Saison noch nicht. "Ich bin davon überzeugt, dass ich der Mann­schaft in den letzten Wochen im Auf­stiegs­kampf noch helfen kann", sagt er.

Dass die Kon­kur­renz im 05-Sturm inzwi­schen um Isaac Boakye größer geworden ist, darüber denkt der Rekon­vales­zent momentan nicht nach. "Erst will ich schmerz­frei laufen können, dann mit der Mann­schaft trai­nie­ren. Wenn diese Bedin­gun­gen erfüllt sind, kann ich mich um andere Dinge kümmern", sagt Ruman. "Aber wenn mein Körper mitspielt, werde ich mich als Fußballer durch­set­zen."

Zunächst aber drückt er seinen Kollegen am Sonntag die Daumen. Gegen seinen Ex-Klub, bei dem er noch Kontakt zu den Phy­sio­the­rapeu­ten hat, oder zu Team­mana­ger Rachid Azzouzi, mit dem er früher gemeinsam auf dem Platz stand. "Es wird eine schwere Aufgabe", sagt Ruman, "aber es wäre schön, wenn wir die Fürther wegputzen würden."

Peter H. Eisenhuth - Foto: Julia Rau


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/07/sport/r/mainz-1.html
Donnerstag, 07. Februar 2008, 08:48 © RZ-Online (aj)
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