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Montag, 17. Juni 13

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„Hallo-Wach-Effekt” für Löw-Truppe in Wien

Wien - Nach dem Abpfiff war der größte Ärger bei Wüte­rich Joachim Löw ver­raucht und der Bun­des­trai­ner brachte die gro­teske Situa­tion nach dem klaren Sieg beim ersten EM-Pro­belauf perfekt auf den Punkt.

Aufgewacht

Michael Ballack und Miros­lav Klose (r) jubeln nach Sieg gegen Öster­reich.

„Wir sind nicht zufrie­den mit einem 3:0 - und die Öster­rei­cher sind sehr zufrie­den nach einem 0:3”, erklärte Löw nach den bizarr anmu­ten­den 90 Minuten im Wiener Ernst-Happel-Stadion, die drei Tore ein­brach­ten - und noch mehr Fra­gezei­chen.

Vier Monate vor dem Beginn der Fußball-Euro­pameis­ter­schaft war allein die eis­kalte Chan­cen­ver­wer­tung durch Thomas Hitzl­sper­ger (53.), Miros­lav Klose (63.) und Mario Gomez (80.) titel­ver­däch­tig. Ansons­ten sah auch Michael Ballack nach seinem wenig berau­schen­den Come­back im DFB-Team keinen Grund zur Schön­fär­berei: „Der Trend zeigt ein biss­chen nach unten in den letzten Wochen und Monaten”, sagte der Kapitän und warnte: „Da muss man auf­pas­sen, dass man nichts schön­redet, sondern wieder dort anfängt, wo wir bei der WM auf­gehört haben und die Monate danach wei­ter­gemacht haben.”

Glücklicher Sieg

Die deut­schen Spieler freuen sich über den Sieg gegen Öster­reich.

Den netten Herrn Löw hatte man als Chef­trai­ner noch nicht so erregt an der Sei­ten­linie erlebt, wo er sich selbst nach der Wendung zum Posi­tiven in Durch­gang zwei wie ein Wüte­rich auf­führte. „Ich habe mich ganz beson­ders geär­gert, dass wir nach dem 2:0 nicht die klare Ruhe und Präsenz in unserem Spiel hatten”, sagte der 48-Jährige, der damit erahnen ließ, welche Tonlage er bei seiner Kabi­nen­pre­digt in der Halb­zeit­pause gewählt hatte. „Ich musste den Spie­lern schon klar­machen, dass wir geistig und kör­per­lich zulegen und ein anderes Tempo anschla­gen müssen”, berich­tete Löw.

Der klare Sieg dürfte ihn mehr ins Grübeln gebracht haben, als ihm bei nur noch einem Spiel (26. März in der Schweiz) vor der Nomi­nie­rung seines 23-köp­figen EM-Kaders lieb sein kann. „Wir müssen noch einiges tun, das ist klar”, bekannte Löw. „Wir haben Öster­reich unter­schätzt - und das haben wir zu spüren bekom­men”, gab Ballack zu. Die große Hoff­nung der sport­lichen Leitung ist, dass die Spieler den Abend im EM-End­spiel-Stadion und das schmei­chel­hafte Ergeb­nis als „Hallo-Wach-Effekt” ein­ord­nen, wie es Bun­destor­wart­trai­ner Andreas Köpke for­mulierte: „Jetzt wird auch dem Letzten klar sein, dass wir Öster­reich bei der EM nicht im Vor­bei­gehen besie­gen werden.”

Danke!

Torschütze Miros­lav Klose (r) bedankt sich bei Michael Ballack für die Vorlage.

Aufwachen muss auch Jens Lehmann, der ins­beson­dere seine 90 Chaos- Sekun­den mit Fehlern am Fließ­band her­unter­zuspie­len ver­suchte. „Ich bin bei einem Ball zu spät gekom­men”, meinte der 38-Jährige, „dafür muss ich mich ent­schul­digen. Ansons­ten haben wir es ganz gut hin­bekom­men.” Allein der Tor­schuss-Panik der jungen öster­rei­chi­schen Angrei­fer hatte es der Reser­vist des FC Arsenal zu ver­dan­ken, dass er aus­gerech­net an diesem Abend mit nun 531 Län­der­spiel-Minuten ohne Gegen­tor den von ihm selbst gehal­tenen deut­schen Tor­hüter-Rekord ver­bes­sern konnte.

Die hitzigen Diskussionen um sein Spiel­pra­xis-Manko heizte er in Wien gewal­tig an, auch durch seine Aus­sagen: „Wenn Deutsch­land nichts anderes zu dis­kutie­ren hat, dann ist es einer­seits schön, weil wir sonst keine Pro­bleme haben und ich kann damit leben”, kom­men­tierte Lehmann. Der Trai­ner­stab sprach Leh­manns Fehler deut­lich an, aber am Status der Nummer 1 mochte keiner rütteln. „Wir haben sehr viel Ver­trauen zu ihm”, sagte Löw. Lehmann pro­fitiert einfach davon, dass er keinen hoch­karäti­gen Kon­kur­ren­ten im Nacken hat, wie er es selbst vor der WM 2006 für Oliver Kahn gewesen war.

Treffer!

Miroslav Klose erzielt das 2:0 gegen die Öster­rei­cher.

Lehmann bleibt ein EM-Risiko, aber es gibt noch mehr Bau­stel­len. Ohne Chri­stoph Met­zel­der, dessen Fuß­soh­len-Ver­let­zung keine Hei­lungs­pro­gnose zulässt, ist das Boll­werk im Abwehr­zen­trum mit dem allein über­for­der­ten Per Mer­tesa­cker gesprengt. Zudem muss Löw hoffen, dass die lange ver­letz­ten Ballack und Bernd Schnei­der zu alter Form auf­lau­fen, Bastian Schwein­stei­ger und Lukas Podolski beim FC Bayern ran dürfen und Torsten Frings recht­zei­tig fit wird. Heiko Wes­ter­mann, der wie sein Schal­ker Club-Kollege Jer­maine Jones debütie­ren durfte, konnte sich nicht als EM-Alter­native emp­feh­len.

„Für die Trainer ist das eine sehr schwie­rige Zeit”, erklärte Team­mana­ger Oliver Bier­hoff. Nur im Angriff, wo Anfüh­rer Klose mit Treffer Nummer 37 im 73. Län­der­spiel in der ewigen Ran­gliste mit Ex- Kapitän Bier­hoff auf Rang sieben gleich­zog, herrscht Luxus. „Wenn man so ein Spiel erlebt und hat nur noch vier Monate Zeit, da muss man sich einfach Gedan­ken machen”, mahnte Ballack.

Block

Bastian Schwein­stei­ger ver­sucht einen Schuss des Öster­rei­chers Rene Auf­hau­ser (r) zu blocken.

Löw entließ die Natio­nal­spie­ler in Wien mit einem ein­dring­lichen Appell in die Hei­matorte: „Die Basis muss ver­bes­sert werden in den nächs­ten 14, 15 Wochen. Als Spieler muss ich noch mehr Zeit und Trai­ning inves­tie­ren, wenn ich zeigen möchte, dass ich bei der EM dabei sein möchte.” Ernst wird es für die 23 Auser­wähl­ten dann vom 19. Mai an im Trai­nings­lager, betonte Löw: „Ich bin relativ gelas­sen, was die Euro­pameis­ter­schaft betrifft. Denn ich weiß, dass wir mit der Vor­berei­tung auf Mal­lorca genü­gend Zeit haben.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/07/sporttt/t/rzo399525.html
Donnerstag, 07. Februar 2008, 12:40 © RZ-Online (NewsDesk)
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