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Donnerstag, 14. Februar 08

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Win­ter­berg - Gute Nach­rich­ten für Aus­flüg­ler und Win­ter­sport­ler: Bei strah­lend blauem Himmel laufen an den beschnei­ten Hängen in den Hoch­lagen des Sau­erlan­des wei­ter­hin einige Ski­lifte.

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Einsturz des Helgoland-Felsens Lange Anna befürchtet

Hel­goland - Die Wellen nagen bedroh­lich an einem der bekann­tes­ten Natur­denk­mäler Deutsch­lands, der Langen Anna auf Hel­goland.

«Lange Anna» auf Helgoland

Die Fels­nadel „Lange Anna” ist das Wahr­zei­chen an der Küste der Insel Hel­goland. (Bild: dpa)

Bei Stürmen wie dem Orkan­tief „Resi” bangen die Bewoh­ner von Deutsch­lands ein­ziger Hoch­seein­sel, ob ihr welt­bekann­tes Wahr­zei­chen hält.

Die 47 Meter hohe Felsnadel aus porösem roten Bunt­sand­stein ist nach Meinung von Wis­sen­schaft­lern akut vom Ein­sturz bedroht, falls nicht mil­lio­nen­teure Schutz­maß­nah­men ein­gelei­tet werden. Jüngste Erkennt­nisse deuten dar­auf­hin, dass nun das Ende bevor­ste­hen könnte. „Die Situa­tion ist dra­matisch”, sagt der Pro­fes­sor für Was­ser­bau an der TU Hamburg-Harburg, Erik Pasche. „Schon eine Sturm­flut kann reichen, damit sie zusam­men­bricht.”

Große Stein­abrüche an Deutsch­lands Küsten haben sich in diesem Winter durch die Wit­terung gehäuft: An der Steil­küste Rügens brachen zuletzt rund 25 000 Kubik­meter Kreide und Gestein ab. Ein regen­rei­cher Sommer und Frost hatten den Stein brüchig gemacht. Ähn­liches gilt für die Lange Anna. Bis 1865 war der Stein durch eine Fels­brü­cke mit dem rund 130 Fuß­ball­fel­der großen Haupt­fel­sen ver­bun­den. Durch eine Sturm­flut wurde die Fels­brü­cke abge­ris­sen, seitdem ragt der 25 000 Tonnen schwere Fels wie ein Mono­lith im Nord­wes­ten der Insel aus der See.

Der Legende nach gab es an dem Aus­sichts­punkt auf dem Ober­land zur Kai­ser­zeit ein Café mit einer sehr großen weib­lichen Bedie­nung namens Anna. Tou­ris­ten nannten sie die „lange Anna” - schon hatte auch die Fels­nadel ihren Namen weg. Ihr offi­ziel­ler Name ist eigent­lich Nathu­urn Stak. Schon 1903 wurde die Lange Anna erst­mals vor der Nordsee geschützt. Bis 1927 wurde eine 1300 Meter lange Mauer, der soge­nannte Preußen­wall gebaut, der weit in das Meer hin­ein­reicht und den Sockel der gesam­ten West­seite der Insel schützt.

„Das ist ein Natur­pro­dukt und an dem arbei­tet die Natur”, sagt Hel­golands Bür­ger­meis­ter Frank Botter über das beste Stück der Insel. „Der untere Teil der Langen Anna, ihre Grün­dung, ist frei­gelegt wie ein Zahn­hals, durch die starken Wellen kommt es zu punk­tuel­len Aus­höh­lun­gen”, sagt Pro­fes­sor Pasche. Er glaubt im Gegen­satz zu anderen Exper­ten und vielen Hel­golän­dern, dass der Felsen durch eine Ver­bes­serung der Stand­sicher­heit noch zu retten ist.

Doch dafür wären mehrere Millionen Euro nötig. „Für eine Million kriegt man das sicher nicht”, sagt Botter. Mit einer Ver­fül­lung am Fun­dament oder einem Schutz durch große Steine ließe sich das Monu­ment sichern. „Aber die Zeit drängt”, meint Pro­fes­sor Pasche. Eine Stif­tung zur Rettung der Langen Anna hatte bis 2001 umfang­rei­che Exper­tisen anfer­tigen lassen - doch eine Rettung schei­terte an unter­schied­lichen Auf­fas­sun­gen der Stif­tung und der Insel­bewoh­ner. Während die einen an die Rettung glauben, sind die Hel­golän­der da sehr skep­tisch. Sie sind zudem von anderen Pro­ble­men gebeu­telt - der Tou­ris­mus als wich­tigste Ein­nah­mequelle schwächelt.

2007 kamen nur noch rund 400 000 Tou­ris­ten, die Zukunft der Fähr­ver­bin­dun­gen ist unklar und die Ener­gie­kos­ten sind um 40 Prozent gestie­gen. Bür­ger­meis­ter Botter betont, die Lange Anna könne für die 1600 Bewoh­ner keine Prio­rität genießen. „Durch sie sind außer­dem keine Men­schen gefähr­det”, sagt Botter. Nach einem Gesteins­absturz 2002 im bewohn­ten Teil des Ober­lan­des, bei dem sechs Häuser beschä­digt wurden, musste für 7,7 Mil­lio­nen Euro der Fels gesi­chert werden, um Gefahr für die Ein­woh­ner abzu­wen­den. Bis 2004 wurde ein Stahl­netz am Fels ange­bracht.

Die Helgoländer wollen ihre Tou­ris­musat­trak­tion natür­lich nicht kampf­los auf­geben - sie sehen aber keine Mög­lich­keit, Geld für die Rettung auf­zubrin­gen. „Eine Post­karte von Hel­goland ohne Lange Anna ist keine Post­karte von Hel­goland”, sagt Botter. „Das ist wie ein Mer­cedes ohne Stern.” Der Bür­ger­meis­ter hofft, dass die Fels­nadel den düs­teren Pro­gno­sen auch ohne Hilfe weiter trotzen wird. „Sch­ließ­lich hat sie auch schon die größte nicht­nukleare Spren­gung der Welt­geschichte über­lebt.” Am 18. April 1947 hatten die Briten mit 6700 Tonnen TNT Muni­tions­bestände und die militäri­schen Anlagen Hel­golands bom­bar­diert, damit die Deut­schen die Insel nie wieder als Militär­basis nutzen könnten. Doch im Bunt­sand­stein ver­puffte ein großer Teil der Explo­sion wir­kungs­los. Von Georg Ismar, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/05/magazin/reise/t/rzo399057.html
Dienstag, 05. Februar 2008, 11:49 © RZ-Online (NewsDesk)
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