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Donnerstag, 14. Februar 08

-Oura­nou­polis - Drei Finger hat die grie­chi­sche Halb­insel Chal­kidiki. Auf dem öst­lichen liegt die abge­schlos­sene Mönchs­repu­blik Athos, der mitt­lere Part ist vor allem land­schaft­lich reiz­voll...

-Cambados/Riba­davia (dpa/tmn) - Gali­cien ist ganz anders als der Rest Spa­niens. Durch seine kel­tischen Riten und Bräuche erin­nert die Region oft mehr an Irland als an ein süd­europäi­sches Mit­tel­meer­land.

Calgary/Banff - Win­ter­urlaub in der kana­dischen Provinz Alberta hat einen großen Nach­teil: Er kann süchtig machen.

Liver­pool - Lange kamen Tou­ris­ten vor allem wegen der Beatles nach Liver­pool - ansons­ten schien Eng­lands Nord­west-Metro­pole nur Siech­tum und Unter­gang beschie­den. Doch jetzt erlebt sie eine tri­umphale Wie­der­geburt.

Ober­tau­ern - Wenn alle sich fragen: „Wo ist der Schnee?”, dann fällt er in Ober­tau­ern. Es ist nicht so, dass der kleine Ort in den Rad­städ­ter Tauern im Salz­bur­ger Land über Mittel verfügt, die Wolken umzu­lei­ten.

Kitz­bühel - Der Ort ist bekannt für das spek­takulärste Ski­ren­nen der Welt: In Kitz­bühel rasen die Profis all­jähr­lich den Hah­nen­kamm her­unter - und zahl­rei­che Promis schauen zu.

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Größter Skizirkus der Welt: Kitzbühel lockt nicht nur Promis

Kitz­bühel - Der Ort ist bekannt für das spek­takulärste Ski­ren­nen der Welt: In Kitz­bühel rasen die Profis all­jähr­lich den Hah­nen­kamm her­unter - und zahl­rei­che Promis schauen zu. Doch das Ski­gebiet ist weitaus größer, und auch Ama­teure kommen auf ihre Kosten.

Kitzbühel Panorama

Schon im 19. Jahr­hun­dert war Kitz­bühel Ziel für Erho­lungs­suchende. (Bild: Kitz­bühe­ler Alpen Mar­keting/dpa/tmn)

Georg Hechen­ber­ger stapft ener­gisch durch den Schnee. „Kitz­bühel ist für die Leute vor allem Hah­nen­kamm­ren­nen”, brum­melt er. „Dann ist hier immer ein Pro­miauf­lauf son­der­glei­chen.” Prinz Albert wurde hier schon gesehen, Ralf Schu­macher, Arnold Schwar­zeneg­ger oder Thomas Gott­schalk. Darüber ist der Vor­stand der Seil­bahn Kitz­bühel zwar froh. Aber der Ort und seine Umge­bung hätten viel mehr zu bieten als das spek­takulärste Ski­ren­nen der Welt, meint er.

Im 19. Jahrhundert war Kitzbühel Luft­kur­ort und Ziel für Erho­lungs­suchende aus München und Wien. Die ersten Gäste auf Bret­tern waren Männer aus einem fernen Land ohne hohe Berge und Tief­schnee - die Englän­der. Damals gab es im Ort noch keinen Sinn für Ski-Tou­ris­mus. Doch in Kitz­bühel ent­stand bald der erste Skizir­kus der Welt; eine Runde mit elf Anlauf­punk­ten. Sie konnte befah­ren werden, ohne auch nur einmal die Ski abschnal­len oder wieder zu Fuß auf­stei­gen zu müssen.

Kitzbühel Piste

Kitzbühel ist ein Para­dies für Ski­fah­rer - nicht nur für Profis. (Bild: Kitz­bühe­ler Alpen Mar­keting/dpa/tmn)

Heute verfügt alleine das Kitz­bühe­ler Ski­gebiet über 170 Kilo­meter Piste, zu denen 54 Seil­bah­nen und Lifte führen. Der Ski­großraum Kitz­bühe­ler Alpen hat ins­gesamt fast 700 Pis­ten­kilo­meter und 250 Seil­bah­nen und Lifte. Der „Ur-Skiberg” von Kitz­bühel aber ist nicht der berühmte Hah­nen­kamm, sondern das Kitz­bühe­ler Horn. Auf dessen Hängen finden Fahrer jeden Könnens eine Abfahrt. Selbst abso­lute Anfän­ger haben auf dem Platt ein siche­res Terrain.

Auf der Rückseite des Horns liegt St. Johann, das zur „Feri­enre­gion St. Johann in Tirol” mit Obern­dorf, Kirch­dorf und Erpfen­dorf gehört und seit 1948 ein Ski­gebiet ist. Ingo Karl, Vor­sit­zen­der des Fach­ver­ban­des Seil­bah­nen in Öster­reich, träumt von einer Zusam­men­legung mit den Kitz­bühe­ler Pisten. Es ist bereits ein neuer Lift auf der Nord­seite des Horns geplant, „der würde eine elf Kilo­meter lange neue Abfahrt nach St. Johann erschließen.” Karl guckt betrübt zum Gipfel hoch. „Aber die Beschnei­ung hat Vorrang.”

Kitzbühel - Gondel

54 Seil­bah­nen und Lifte schwe­ben über das Kitz­bühe­ler Ski­gebiet. (Bild: Kitz­bühel Tou­ris­mus/dpa/tmn)

Gäste von St. Johann haben aber auch jetzt schon 58 Kilo­meter Abfahr­ten, über­wie­gend an schnee­siche­ren Nord­hän­gen. Und im Ort lässt es sich gut shoppen. Das Her­bergs­ange­bot ist eher gut­bür­ger­lich als luxu­riös. Für den Ein­kehrschwung stehen 18 Hütten bereit.

Noch beschaulicher geht es im Pil­ler­see­tal mit den Orten Fie­ber­brunn, Hoch­fil­zen, St. Jakob, St. Ulrich und Wai­dring zu. In den Bergen der Gegend wurde früher Eisen geschürft. Hierher zieht es vor allem Fami­lien, aber auch die junge Snow­board­szene. „Hier wird schon seit über zehn Jahren um den Titel "Lord of the Boards" gekämpft”, sagt Martin Kraus, Geschäfts­füh­rer des Tou­ris­mus­ver­ban­des Pil­ler­see­tal. Fie­ber­brunn setzt zudem stark auf Fre­eride-Stre­cken.

Kitzbühel - Streif

Die Streif ist ein kleiner, aber sehr bekann­ter Teil des Kitz­bühe­ler Ski­gebiets. (Bild: Kitz­bühel Tou­ris­mus/dpa/tmn)

Aber nicht alle Win­ter­urlau­ber in der Region schwin­gen sich auf die Bretter. Kitz­bühel und die Orte in der Umge­bung bieten daher die ganze Band­breite der Win­ter­sport­arten an - vom Schlitt­schuh­lau­fen über Eisstock­schießen und Rodeln bis zum Schnee­schuh­wan­dern. Ein hüb­scher Ausflug ist der etwa halb­stün­dige Marsch auf dem Win­ter­wan­der­weg zum neuen Iglu­dorf mit Eis­hotel in der Strei­teck­mulde in 1676 Metern Höhe.

Der wirkliche Reiz von Kitzbühel sind jedoch die gewach­sene Struk­turen. Das Städt­chen ist kein Retor­ten­ort, wie so viele andere in den Bergen. „Hier ist nicht tote Hose, wenn die Saison vorbei ist”, sagen die Ein­hei­mischen. Seit sechs Jahren kon­zen­triert sich die Gemeinde darauf, die etwas ver­altete Infra­struk­tur zu moder­nisie­ren. Nach der Hoch­zeit in den 60er und 70er Jahren hatten sich so manche Geschäfts­leute und Hote­liers bis zur Jahr­tau­send­wende auf ihren Lor­bee­ren aus­geruht. Nun reno­viert zum Bei­spiel das Öster­rei­chi­sche Ver­kehrs­büro gerade mit Mil­lio­nen­auf­wand das tra­diti­ons­rei­che Hotel „Schloss Leben­berg” in Kitz­bühel, einen spek­takulären Stein­bau mit Türm­chen.

Kitzbühel - Karte

Kitzbühel in Tirol ist tra­ditio­nell ein Ziel für Win­ter­sport­ler. (Bild: Hau­schildt/dpa/tmn)

Und was ist mit den Russen, die Kitz­bühel angeb­lich in festen Händen haben und die Immo­bili­enpreise in schwin­delnde Höhen treiben - in einer Stadt, die ohnehin schon als Zweit­wohn­sitz­hoch­burg bekannt ist? Die Frem­den­ver­kehrs­ämter ver­wei­sen auf Über­nach­tungs­zah­len im nied­rigen ein­stel­ligen Pro­zent­bereich nach dem Motto „So viele sind es doch gar nicht”.

Die Geschäftsleute sind entzückt , schlep­pen die rus­sischen Damen doch aus den Nobel­bou­tiquen ärmel­voll Desi­gner-Kla­mot­ten und Pelze ab. „Haupt­sache, sie geben hier ihr Geld aus”, findet auch ein Taxi­fah­rer. Viele Gäste aber sind pikiert, Russen sind nicht gerade dezente Rei­sende. Fazit: Sie sind wirk­lich da, sie sind wirk­lich reich, sie feiern wirk­lich laut - aber die meisten fahren nach dem rus­sischen Neu­jahrs­fest Mitte Januar wieder nach Hause. Und dann sind die Kitz­bühe­ler und ihre Gäste aus rund 60 anderen Natio­nen wieder unter sich.

Infor­matio­nen: Kitz­bühel Tou­ris­mus, Hin­ter­stadt 18, A-6370 Kitz­bühel; Telefon von Deutsch­land: 0043/535 67 77.

Infor­matio­nen über Kitz­bühel: www.kitz­bue­hel.com Von Hilke Segbers, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/01/02/magazin/reise/traumziele/t/rzo390044.html
Dienstag, 01. Januar 2008, 9:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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