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Donnerstag, 14. Februar 08

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Calgary/Banff - Win­ter­urlaub in der kana­dischen Provinz Alberta hat einen großen Nach­teil: Er kann süchtig machen.

Liver­pool - Lange kamen Tou­ris­ten vor allem wegen der Beatles nach Liver­pool - ansons­ten schien Eng­lands Nord­west-Metro­pole nur Siech­tum und Unter­gang beschie­den. Doch jetzt erlebt sie eine tri­umphale Wie­der­geburt.

Ober­tau­ern - Wenn alle sich fragen: „Wo ist der Schnee?”, dann fällt er in Ober­tau­ern. Es ist nicht so, dass der kleine Ort in den Rad­städ­ter Tauern im Salz­bur­ger Land über Mittel verfügt, die Wolken umzu­lei­ten.

Kitz­bühel - Der Ort ist bekannt für das spek­takulärste Ski­ren­nen der Welt: In Kitz­bühel rasen die Profis all­jähr­lich den Hah­nen­kamm her­unter - und zahl­rei­che Promis schauen zu.

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Liverpools neue Blüte als Kulturhauptstadt

Liver­pool - Lange kamen Tou­ris­ten vor allem wegen der Beatles nach Liver­pool - ansons­ten schien Eng­lands Nord­west-Metro­pole nur Siech­tum und Unter­gang beschie­den.

Liverpool - Albert Dock

Stadt am Fluss: Das Albert Dock am Mersey River prägt Liver­pool. (Bild: VisitBri­tain/dpa/tmn)

Doch jetzt erlebt sie eine tri­umphale Wie­der­geburt. Will­kom­men in Europas Kul­tur­haupt­stadt 2008.

Hoch über der Stadt thronen zwei kup­ferne „Liver Birds” - auf den Glock­entür­men des Royal Liver Buil­ding. Die Wap­pen­vögel, die wie Kreu­zun­gen aus Kor­moran, Adler und Greif wirken, zieren auch die roten Trikots ihres berühm­tes­ten Fuß­ball­klubs. Vom Atlan­tik her weht über die Irische See und den Mersey-Fluss eine salzige Brise.

Liverpool - Albert Dock2

In den neu gestal­teten Albert Docks machen mitt­ler­weile auch Sege­lyach­ten fest. (Bild: Bur­meis­ter/dpa/tmn)

„Diesen Ort haben Men­schen auf der ganzen Welt im Ohr”, beteu­ert Stadt­füh­rer Phil Hughes. Er legt stets die pas­sende Musik auf. Vorerst aller­dings nicht die der Beatles. Am Anfang sind Gerry & The Pace­makers mit „Ferry Cross the Mersey” zu hören. Nichts passt besser zur Über­fahrt mit der Fähre über den Mersey, mit dem Blick auf Liver­pools Hafens­kyline, seine zwei alles über­ragende Kathe­dra­len und die „Liver Birds”, als dieser Ohrwurm von 1964. Er ist ein Klas­siker des Mer­sey­beat.

Hätte es vielleicht genügt, sich auf diesen Beitrag Liver­pools zum Welt­kul­tur­erbe zu beschrän­ken? Die Wiege der Beat­musik, immer­hin. „Unsere alte und neue Pop­musik­szene gehört natür­lich dazu”, sagt Paul Newman, Spre­cher der Liver­pool Culture Company. „Aber damit allein wären wir nicht Kul­tur­haupt­stadt gewor­den. Wir wollten von Anfang an mehr.”

Liverpool - Beatles-Statue

Beatles-Statue: Die berühm­tes­ten Söhne der Stadt sind überall präsent. (Bild: Ras­mus­sen/VisitBri­tain/dpa/tmn)

Länger als andere eng­lische Indus­triestädte blieb Liver­pool in der Spirale von Arbeits- und Hoff­nungs­losig­keit hängen. Die Stadt war ein Synonym für Krise. Zuerst gingen die Jobs im einst blühen­den Über­see­hafen ver­loren, dann in den Werften und in der ver­arbei­ten­den Indus­trie der umlie­gen­den Region. Als schließ­lich Mar­garet That­cher in den 80er Jahren das Land umkrem­pelte, als die bri­tische Wirt­schaft wieder anzog, blieb Liver­pool von „Maggies Revo­lution” aus­gespart. „Die Stadt­regie­rung for­derte viel vom Staat, aber sie stellte selbst wenig auf die Beine”, erin­nert sich Hughes.

Schließlich gewannen Pragmatismus und wirt­schaft­licher Sach­ver­stand die Ober­hand, doch die Kultur war ein über­ragen­der Faktor. „Sie hat uns aus der Krise gezogen”, sagt Newman. „Es war richtig, gerade in schwie­rigen Zeiten in Kunst und Kultur zu inves­tie­ren.” Seit Jahren bereits ist Liver­pool nach London die Stadt mit dem zweit­größten Kun­stan­gebot im bri­tischen König­reich.

Liverpool - Penny Lane

Die Beatles haben die Penny Lane mit ihrem Lied welt­weit bekannt gemacht. (Bild: Bur­meis­ter/dpa/tmn)

Derzeit ist die Stadt noch die größte Bau­stelle Europas. Kräne werden auch das ganze Kul­tur­haupt­stadt-Jahr die Skyline mit­prä­gen, denn viele Pro­jekte - dar­unter die Rege­nera­tion ganzer Stadt­bezirke - sind bis weit nach 2010 ange­legt. Ein Tum­mel­platz für Tou­ris­ten ist das einst ver­fal­lene und inzwi­schen neu gestal­tete Hafen­vier­tel am Albert Dock, benannt nach dem deut­schen Ehemann von Queen Vic­toria, der es einst ein­geweiht hat.

Überall zeugen eindrucksvolle Gebäude in vik­toria­nischer oder neo­klas­sischer Archi­tek­tur mit Namen wie West Africa House, India House oder New Zealand House von der Rolle, die Liver­pool einst als „Eng­lands Tor zur Welt” und wich­tigs­ter Hafen für die Aus­wan­derung nach Amerika spielte. Doch die tiefs­ten Ein­drü­cke hin­ter­lässt das neue Inter­natio­nal Slavery Museum. Es setzt sich mit dem trans­atlan­tischen Skla­ven­han­del aus­ein­ander, der Liver­pool einst als größter Umschlag­platz für die „Ware Mensch” zwi­schen Afrika und Amerika zu enormem Reich­tum ver­hol­fen hatte.

Liverpool - Tate

Der Ableger der Lon­doner Tate-Galerie lockt viele Kul­tur­tou­ris­ten nach Liver­pool. (Bild: Prit­chard/VisitBri­tain/dpa/tmn)

Eine späte Nach­wir­kung der Skla­verei, die im Verei­nig­ten König­reich 1807 ver­boten wurde, war im ver­gan­genen Jahr ein hef­tiger Streit um die berühm­teste Straße Liver­pools. Die von den Beatles besun­gene Penny Lane wurde nach dem Reeder James Penny benannt, dessen Schiffe einst ver­sklavte Afri­kaner zu den bri­tischen Kolo­nien in Amerika brach­ten. Als eine Stadt­rätin deshalb die Umbe­nen­nung der Penny Lane bean­tragte, sprach sich selbst die afri­kanischstäm­mige Gemeinde Liver­pools gegen „eine solche Albern­heit” aus.

Scouse heißt der für Schulenglisch- Sprechende oft kaum ver­ständ­liche Dialekt. Zu hören bekommt man Scouse natür­lich an den Theken eines jeden echten Liver­poo­ler Pubs. Allen voran „The Phil­har­monic Dining Rooms”. Im „Phil”, wie der Pub im Volks­mund heißt, nahmen auch die jungen Beatles gern ihre Pints ein. Wenn heute Tou­ris­ten in den Pub strömen, hängt das aber auch mit dessen Her­ren­toi­lette zusam­men. Wegen ihrer vor­neh­men Pin­kel­becken aus reich­lich ver­zier­tem Marmor ist sie das am meisten foto­gra­fierte Pub-WC Eng­lands.

Mehr als 300 Ver­anstal­tun­gen haben Liver­pools Stadt­väter für das Jahr der europäi­schen Kul­tur­regent­schaft ver­spro­chen. Klar, dass auch hei­mische Stars wie der Klassik-Diri­gent Simon Rattle und die beiden Ex-Beatles Paul McCart­ney und Ringo Starr dabei sein werden.

Infor­matio­nen: VisitBri­tain, Doro­theen­straße 54, 10117 Berlin, Telefon: 01801/46 86 42 (zum Ort­sta­rif)

Reise-Infor­matio­nen zu Groß­bri­tan­nien: www.visit­bri­tain­direct.com

Skla­ver­eimu­seum in Liver­pool (eng­lisch): www.liver­pool­muse­ums.org.uk/ism/

Infos zu den Beatles (eng­lisch): www.natio­nal­trust.org.uk/beatles

„Beatles Story”-Aus­stel­lung: www.bea­tless­tory.com

Stadt­füh­rer Phil Hughes im Netz: www.tour­liver­pool.co.uk Von Thomas Bur­meis­ter, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/05/magazin/reise/traumziele/t/rzo398991.html
Dienstag, 05. Februar 2008, 9:24 © RZ-Online (NewsDesk)
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