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Donnerstag, 14. Februar 08

-Oura­nou­polis - Drei Finger hat die grie­chi­sche Halb­insel Chal­kidiki. Auf dem öst­lichen liegt die abge­schlos­sene Mönchs­repu­blik Athos, der mitt­lere Part ist vor allem land­schaft­lich reiz­voll...

-Cambados/Riba­davia (dpa/tmn) - Gali­cien ist ganz anders als der Rest Spa­niens. Durch seine kel­tischen Riten und Bräuche erin­nert die Region oft mehr an Irland als an ein süd­europäi­sches Mit­tel­meer­land.

Calgary/Banff - Win­ter­urlaub in der kana­dischen Provinz Alberta hat einen großen Nach­teil: Er kann süchtig machen.

Liver­pool - Lange kamen Tou­ris­ten vor allem wegen der Beatles nach Liver­pool - ansons­ten schien Eng­lands Nord­west-Metro­pole nur Siech­tum und Unter­gang beschie­den. Doch jetzt erlebt sie eine tri­umphale Wie­der­geburt.

Ober­tau­ern - Wenn alle sich fragen: „Wo ist der Schnee?”, dann fällt er in Ober­tau­ern. Es ist nicht so, dass der kleine Ort in den Rad­städ­ter Tauern im Salz­bur­ger Land über Mittel verfügt, die Wolken umzu­lei­ten.

Kitz­bühel - Der Ort ist bekannt für das spek­takulärste Ski­ren­nen der Welt: In Kitz­bühel rasen die Profis all­jähr­lich den Hah­nen­kamm her­unter - und zahl­rei­che Promis schauen zu.

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Skifahren in Alberta: Höllenritte und ein lässiges Kaff

Calgary/Banff - Win­ter­urlaub in der kana­dischen Provinz Alberta hat einen großen Nach­teil: Er kann süchtig machen.

Skifahren in Alberta

Viel Platz auf den Pisten: Im Ski­gebiet Castle Moun­tain sind maximal 1700 Win­ter­sport­ler gleich­zei­tig unter­wegs. (Bild: Travel Alberta/dpa/tmn)

Zurück in der Hektik Europas, sehnt sich der Skiläu­fer ansch­ließend nach der Weite der Prärie und der Stille in den Rocky Moun­tains.

Mit verträumten Augen berichten Kanada-Rei­sende von tief ver­schnei­ten Berg­wäl­dern, men­schen­lee­ren Pisten, dem „Cham­pagne Powder” und der Gelas­sen­heit der Kana­dier. „Ski fahren ist hier echt lässig”, schwärmt auch Deutsch­lands Sla­lom­star Felix Neu­reuther.

Skifahren in Alberta

Erinnerung an Olympia 1988: Vor knapp 20 Jahren blickte die Sport­welt auf Calgary - hier die Olympic Plaza im Stadt­zen­trum. (Bild: Travel Alberta/dpa/tmn)

Neben den Pisten gibt es viele Abfahr­ten im freien Gelände - nicht nur für Könner, sagt der Ski­leh­rer und Kanada-Experte Bap Koller: „Dank des tro­ckenen Pul­ver­schnees fährt jeder hier ein bis zwei Klassen besser.” Bis zu zehn Meter Schnee pro Jahr ver­wan­deln die Rockies von Novem­ber bis April in eine weiße Win­ter­land­schaft. Aber es sind nicht nur der Schnee und die Umge­bung, die hier ganz anders sind als in den Alpen, es ist auch der „Cana­dian way of skiing”, sagt der Skifüh­rer Bart Don­nelly: Am Lift wird nicht gedrän­gelt, auf der Piste nicht gerast und beim Après-Ski weder gegrölt noch gesof­fen.

Große Ölvorkommen haben die Metropole Calgary, den Aus­tra­gungs­ort der Olym­pischen Win­ter­spiele 1988, reich gemacht - nicht der Tou­ris­mus in den 80 Kilo­meter ent­fern­ten Rocky Moun­tains. Doch der prägt Alber­tas Bild in der Welt. Und das Ski­fah­ren in Kanada boomt bei deut­schen Tou­ris­ten: „30 Prozent Buchungs­plus”, heißt es zum Bei­spiel beim Kanada-Spe­zia­lis­ten Stum­böck-Club im baye­rischen Raub­ling.

Skifahren in Alberta

Schussfahrt für Ner­ven­starke: Auf den „Deli­rium Dive” im Ski­gebiet Suns­hine wagen sich nur mutige Skiläu­fer. (Bild: Travel Alberta/dpa/tmn)

Schon 1885 wurde die Region um Banff zum Natio­nal­park erklärt. Mit Norquay und Suns­hine liegen zwei Ski­gebiete hier vor der Haustür, nach Lake Louise ist es nur rund eine Stunde. In Kanada ist das wie um die Ecke. Alberta ist nichts für Auto­muf­fel - wer mehrere Ski­gebiete ken­nen­ler­nen will, kommt sich vor wie in einem Road-Movie.

Norquay ist nach dem zehnstündigen Flug perfekt zum Ein­fah­ren - mehr aber nicht. Ein anderes Kaliber ist Suns­hine: 107 Abfahr­ten ziehen sich bis in die Nach­bar­pro­vinz British Colum­bia - leichte Touren durch den Wald, aber auch Höl­len­ritte wie der „Deli­rium Dive”. Das Gefälle von bis zu 50 Prozent lehrt fast jeden das Fürch­ten. Nach dem Husa­ren­ritt treffen sich dann alle an der Basis­sta­tion Suns­hine Village, Kanadas höchst­gele­genem Skiort in 2160 Metern Höhe.

Skifahren in Alberta

Wie ein Mär­chen­schloss im Schnee: Das Hotel am Lake Louise ist ein Blick­fang in der Win­ter­land­schaft. (Bild: Travel Alberta/dpa/tmn)

Das höchste Glück für Ski­fah­rer in Alberta ist Lake Louise, wo Ende Novem­ber die Welt­cupren­nen statt­fin­den. „Nir­gendwo ist das Pan­orama ein­drucks­vol­ler als von der Gip­fel­sta­tion des 'Top of the World'-Lifts”, ver­spricht Hans König. Der deutschstäm­mige Archi­tekt macht den Ski­leh­rer-Job am Woche­nende nur zum Spaß. Und den hat er offen­sicht­lich, wenn er in rasan­ten Schwün­gen in die „Powder Bowls” ein­taucht.

Im Norden reiht sich ein Bergrücken an den nächs­ten. Der Blick nach Süden dagegen schweift über sonnige Abfahr­ten zur Tal­sta­tion und bis zum zehn Kilo­meter ent­fern­ten Hotel „Fairmont Chateau Lake Louise”. Wie aus einem Disney-Win­ter­mär­chen ent­sprun­gen liegt es unter­halb des Vic­toria-Glet­schers. Auf dem zuge­fro­renen See, dem Lake Louise, wird Eis­hockey gespielt, Kanadas Volkss­port Nummer eins.

Skifahren in Alberta

Im Banff Natio­nal­park gibt es für Win­ter­urlau­ber in Alberta vie­ler­orts Ange­bote zum Schnee­schuh­wan­dern. (Bild: Travel Alberta/dpa/tmn)

Böse Zungen spotten, Lake Louise sei eine Kreu­zung mit Tank­stelle. Wer sich das Chateau als Unter­kunft nicht leisten will, ist daher in Banff besser auf­geho­ben. Dort lässt es sich zwi­schen Cafés und Bou­tiquen prima bummeln und ein­kau­fen.

Ein krasses Kontrastprogramm bietet Castle Moun­tain, vier Stunden mit dem Auto weiter südlich gelegen. Wer aus Banff in Castle Moun­tain ankommt, hat einen Kul­tur­schock zu ver­dauen: Das einzige Hotel ist eine bessere Jugend­her­berge. Es ist zwar günstig und sauber, aber es gibt klare Regeln: „Wer mit Schuhen durchs Haus läuft, zahlt 100 Dollar Strafe”, steht am Empfang. Im Ski­gebiet gibt es nur fünf Lifte, alles aus­gemus­terte Exem­plare aus Suns­hine und aus den USA.

Zehn Meter Pul­ver­schnee gibt es pro Jahr, und fast niemand ist auf der Piste. Das ist ein Para­dies für Könner wie Scott Mundell, der den Gästen scherz­haft einen Schnor­chel prä­sen­tiert, „um im tiefen Pulver über­haupt noch atmen zu können”. Nicht einmal 1700 Win­ter­sport­ler pro Tag ver­lie­ren sich in dem Skia­real. In St. Anton am Arlberg in Tirol sind manch­mal fast zehn Mal so viel unter­wegs.

Wirt­schaft­lich lohnen kann sich das für das Cowboy-Kaff nicht. Als die Gemeinde das Ver­lust­geschäft vor zehn Jahren aufgab, grün­deten fünf Ski-Fans eine Genos­sen­schaft und ret­teten dadurch das Ski­gebiet. Heute gibt es in Castle Moun­tain neben der ein­zigen Kneipe auch erste Feri­enwoh­nun­gen und sogar ein Steak­house. Trotz seines Wachs­tums will Castle Moun­tain seinen skur­rilen Charme behal­ten. Dafür sorgt zum Bei­spiel „Huggin Mary”: Statt die Lift­pässe per Scanner zu kon­trol­lie­ren, drückt „Umarm-Marie” jeden Ski­fah­rer fest an sich und wünscht „A great day!”. Sie ver­kör­pert das Kanada, das süchtig macht.

Infor­matio­nen: Kanada-Infor­mation, c/o Lange Tou­ris­tik-Dienst, Eichen­heege 1-5, 63477 Maintal; Telefon: 01805/52 62 32, 14 Cent/Min.

Kanadas offi­zielle Reise-Web­seite: www.canada.travel

Rei­sein­for­matio­nen über die Provinz Alberta: www.tra­vel­alberta.com

Infos über die Stadt Banff (eng­lisch): www.banff.ca

Infos zum Banff Natio­nal Park (eng­lisch): www.banf­fla­kelouise.com

Ski­gebiet Castle Moun­tain (eng­lisch): www.ski­castle.ca

Rei­sein­for­matio­nen über Kanadas West­pro­vin­zen: www.canadas-west.de Von Bern­hard Krieger, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/07/magazin/reise/traumziele/t/rzo399789.html
Donnerstag, 07. Februar 2008, 17:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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