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Donnerstag, 14. Februar 08

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Galiciens magische Dörfer: Im Land der „guten Hexen”

Cambados/Riba­davia (dpa/tmn) - Gali­cien ist ganz anders als der Rest Spa­niens.

Galiciens magische Dörfer

Galiciens Mee­res­früchte genießen Wel­truhm. (Bild: Meyer/dpa/tmn)

Durch seine kel­tischen Riten und Bräuche erin­nert die Region oft mehr an Irland als an ein süd­europäi­sches Mit­tel­meer­land.

Besucher erleben hier im Nordwesten der Ibe­rischen Halb­insel eine Region voller Mystik, und sie begeg­nen Frauen mit Berufen, die es anderswo in Spanien gar nicht gibt, etwa „Guten Hexen” und Muschel­suche­rin­nen.

Santa Trega

Keltisches Erbe - in Gali­cien gibt es noch viele Spuren der Kelten wie hier in der Sied­lung Santa Trega. (Bild: Meyer/dpa/tmn)

María Xosé Caca­belos legt einen Schritt zu, sie hat es eilig. Den Häusern von Cam­bados, einem Fischer­dorf an Gali­ciens Atlan­tik­küste, würdigt sie kaum Auf­merk­sam­keit. Selbst der Palast „Pazo de Fefiñáns” mit seinen ori­ginel­len Eck­bal­konen am Turm findet nur eine kurze Erwäh­nung, während María Xosé ihre Beglei­ter über den Dorf­platz führt. „Das können sie sich später in Ruhe anschauen. Uns läuft die Zeit davon, das Wasser steigt schon an.” María Xosé möchte ihr Dorf von der mari­timen Seite zeigen, denn María Xosé ist Muschel­suche­rin.

Rund 80 Prozent der knapp 6000 Ein­woh­ner in Cam­bados leben vom Fisch­fang und dem Verkauf von Mee­res­früch­ten. Zusam­men mit anderen orga­nisiert María Xosé Tou­ris­ten­tou­ren. Vom Sammeln der Muscheln übers Waschen bis hin zum Verkauf auf dem Fisch­markt zeigen sie den Besu­chern nicht nur, wie sie arbei­ten, sondern auch, wie sie leben.

Gaita

Viele Tra­ditio­nen in Gali­cien wirken nicht spa­nisch - ein typi­sches Instru­ment ist die Gaita, der gali­cische Dudel­sack. (Bild: Meyer/dpa/tmn)

Die anderen Muschel­suche­rin­nen stehen tief gebückt im Watt, als die Gruppe mit María Xosé ankommt. Mit Harken und Eimern bewaff­net, graben sie nach den Mee­res­früch­ten. Sie haben kaum Zeit für eine Pause - die Ebbe gibt den Mee­res­grund hier in der Ría de Arousa, einer fjordähn­lichen Mee­res­bucht, nur für drei Stunden frei. Dennoch freuen sich die Muschel­suche­rin­nen über die Besu­cher und fangen an zu plau­dern: „Das hier sind Almejas finas und das die Japo­nica. Die Almeja fina ist viel süßer im Geschmack und das Fleisch ist weicher”, erklärt eine. Immer wieder holt sie einige aus dem Schlamm, öffnet sie und reicht sie den Urlau­bern. „Frisch aus dem Wasser schme­cken sie fast am besten”, sagt María Xosé.

Galicien gehört zu den entlegensten Regio­nen Spa­niens. Selbst die Römer ver­schlug es selten hierher. Im sechs­ten Jahr­hun­dert vor Chris­tus wan­der­ten Kelten ein. Immer wieder stehen in der Nähe der Dörfer „Pal­lozas”, runde vor­römi­sche Stein­hüt­ten mit kegel­för­migem Stroh­dach, sowie kel­tische Och­sen­kar­ren und Holz­pflüge. Das typi­sche Instru­ment ist die Gaita, der gali­cische Dudel­sack. In Dörfern wie Catoira finden sogar Wikin­ger-Feste statt. Und noch heute baden sich zur Som­mer­son­nen­wende unfrucht­bare Frauen in der Nähe von Cam­bados an der Playa de la Lanzada, um doch schwan­ger zu werden.

Catoira

Galicien ist einfach anders - in Dörfern wie Catoira finden sogar Wikin­ger-Feste statt. (Bild: Meyer/dpa/tmn)

Im Pil­ger­land des Hei­ligen Jakob glauben vor allem die Men­schen in den Dörfern immer noch an „Meigas” (Hexen). Sie gelten als Nach­fah­ren der Druiden. In dem Ort Com­barro zum Bei­spiel hängen sie nicht nur als Mario­net­ten in Sou­venir-Shops, sondern nehmen auch am All­tags­leben der Dorf­bewoh­ner teil. Wenn ein Angehö­riger krank ist oder viel Regen die Wei­nernte bedroht, beten viele Men­schen in der Kirche zum Hei­ligen Jakob - und gehen ansch­ließend zur „Meiga”, ver­sichert Sou­venir­händ­ler José. Viele Fischer aus Com­barro lassen ihr Boot nicht nur von der Kirche segnen, sondern auch von einer „guten Hexe”, bevor es zum ersten Mal auf See geht.

Weniger mystisch, aber nicht weniger schön zeigt sich weiter südlich das Hafenstädt­chen Baiona. Herr­schaft­liche Villen im Alt­stadt­kern zeugen vom frühe­ren Reich­tum der Klein­stadt. Von hier aus star­teten Ent­deckungs­fahr­ten in die Neue Welt, hier traf die Kolum­bus-Galeone „Pinta” zum ersten Mal wieder auf europäi­sches Fest­land. Die meisten Angrei­fer schei­ter­ten beim Versuch, die Festung Castelo de Monte Real ein­zuneh­men, von dessen Anlage noch rund drei Kilo­meter Mauern, Wachtürme und der Statt­hal­ter-Palast erhal­ten sind.

Baiona

Baiona: Der Hafen war im Mit­tel­alter von stra­tegi­scher Bedeu­tung, von hier aus star­teten Ent­deckungs­fahr­ten in die Neue Welt. (Bild: Meyer/dpa/tmn)

Weiter südlich bildet der Río Miño die Grenze zu Por­tugal. Hier liegen auch Tui mit seiner sehens­wer­ten Alt­stadt und weiter im Lan­des­inne­ren dann Riba­davia. Die Klein­stadt liegt im Anbau­gebiet des Ribeiro-Weins. Die Kel­lereien am Ufer des Miño pro­duzie­ren seit dem Mit­tel­alter die teu­ers­ten Weine Spa­niens. Das Dörf­chen bezau­bert mit von Säu­lengän­gen gesäum­ten Plätzen, roma­nischen Kirchen und einer Festung aus dem neunten Jahr­hun­dert.

Rund um Ribadavia stößt der Besucher auf Ther­malbä­der und weitere Win­zerdör­fer. In Allariz wird am Abend das Flus­sufer der Arnoia zum magi­schen Anzie­hungs­punkt. Dorf­bewoh­ner mischen sich mit Tou­ris­ten auf der Fla­nier­meile. Über eine roma­nische Brücke führt der Weg bis zur ehe­mali­gen Ger­berei, die noch bis vor wenigen Jahr­zehn­ten in Betrieb war. Und wie in anderen Orten treffen sich auch die Dorf­bewoh­ner von Allariz abends in den uralten Taver­nen aus Stein und Holz und erzählen von Hexen, Wolfs­men­schen und alten Kel­ten­sagen.

Infor­matio­nen: Spa­nisches Frem­den­ver­kehrs­amt, Myli­uss­traße 14, 60323 Frank­furt, Telefon: 069/72 50 38, für Broschüren-Bestel­lung: 06123/991 34

Spa­nisches Frem­den­ver­kehrs­amt: www.spain.info

Tou­ris­mus in Gali­cien: www.tur­gali­cia.es

Muschel­sucher-Touren: www.gui­matur.org Von Manuel Meyer, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/08/magazin/reise/traumziele/t/rzo400054.html
Freitag, 08. Februar 2008, 15:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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