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Montag, 17. Juni 13

WarnstreikBerlin - Mehrere tausend Beschäf­tigte des öffent­lichen Diens­tes haben am Freitag die Warn­streiks fort­gesetzt, mit denen sie höhere Löhne erkämp­fen wollen.

Klaus und SvejnarPrag - Der EU-Kri­tiker Vaclav Klaus (66) bleibt tsche­chi­scher Prä­sident. Bei der Wahl des Staats­ober­haupts setzte er sich am Freitag gegen Her­aus­for­derer Jan Svejnar durch.

Washing­ton - Tiefe Trauer, Schock und Fas­sungs­losig­keit nach dem „Valen­tins-Massa­ker” : Ein schwer bewaff­neter 27 Jahre alter Ex-Student der Nor­thern Illi­nois Uni­ver­sity (NIU) in DeKalb hat am Don­ners­tag an der...

Han­nover/Berlin - Die Stasi-Äuße­run­gen einer nie­der­säch­sischen Linke-Abge­ord­neten haben die Partei unter Druck gesetzt und Verun­siche­rung in den eigenen Reihen aus­gelöst.

Berlin - Milch, Fleisch und Eier sind künftig für Ver­brau­cher leich­ter als gen­tech­nik­freie Lebens­mit­tel erkenn­bar. Der Bun­des­rat gab am Freitag trotz Kritik uni­ons­geführ­ter Länder grünes Licht für das Gen­tech­nik­gesetz...

Pristina/Belgrad/Brüssel (dpa) - Europa erwar­tet am Woche­nende die Aus­rufung eines neuen Staates. Die abtrün­nige ser­bische Provinz Kosovo will sich nach Infor­matio­nen aus Pris­tina und Belgrad am Sonntag für unab­hän­gig...

Amokschütze war vor Tat „launisch”: Sechs Tote

Washing­ton - Tiefe Trauer, Schock und Fas­sungs­losig­keit nach dem „Valen­tins-Massa­ker” : Ein schwer bewaff­neter 27 Jahre alter Ex-Student der Nor­thern Illi­nois Uni­ver­sity (NIU) in DeKalb hat am Don­ners­tag an der Hoch­schule fünf Men­schen und dann sich selbst mit Schüs­sen getötet.

Trauernde Studenten

Zwei Stu­den­tin­nen weinen während einer Trau­erkund­gebung in Illi­nois.

15 Stu­den­ten wurden ver­letzt, einige davon schwer. Am Tag nach dem jüngs­ten Blutbad an einer US-Uni­ver­sität herrschte Rät­sel­raten über das Motiv von Steven Kaz­mier­czak, der als Sozio­logie­stu­dent sogar zu aka­demi­schen Ehren gekom­men war.

„Wir haben keine Notizen gefunden und deshalb auch keine Vor­stel­lung über das Motiv”, sagte der Chef der Cam­pus­poli­zei, Donald Grady. Zeugen hätten Kaz­mier­czak aber als „lau­nisch” in den ver­gan­genen Wochen beschrie­ben, nachdem er Medi­kamente abge­setzt habe. Um welche Mittel es sich han­delte, wollte Grady nicht sagen. „Er war ein her­vor­ragen­der Student, der von Kom­mili­tonen bewun­dert wurde.”

Trauer

Amoklauf an US-Uni­ver­sität: Stu­den­ten legen Blumen und Kerzen an dem Ort des Gesche­hens nieder.

Wenige Stunden nach dem blu­tigen Amok­lauf am Valen­tins­tag ver­sam­mel­ten sich Stu­den­ten und Lehr­kräfte auf dem rund 100 Kilo­meter west­lich von Chicago gele­genen Campus in stillem Geden­ken. Viele ent­zün­deten Kerzen. „Wut, Schmerz, Angst, Frus­tra­tion und Ungläu­big­keit waren maßlos, als die Tragö­die bekannt­wurde”, beschrieb die Uni­ver­sitäts­zei­tung „Nor­thern Star” die Stim­mung. Die Hoch­schule mit ihren rund 25 000 Stu­den­ten habe einen Terror erlebt, „von dem wir hofften, ihn nie ken­nen­zuler­nen.” Ein Student ist sich sicher: „Nichts wird wieder wie vorher sein.” US-Prä­sident George W. Bush rief seine Lands­leute auf, für Hin­ter­blie­bene und Freunde der Opfer zu beten. Er sprach von einer „tra­gischen Lage”.

Stück für Stück fügt sich das Mosaik des Horrors zusam­men: Augen­zeu­gen zufolge betrat der ganz in schwarz geklei­dete Schütze um kurz nach 15.00 Uhr Orts­zeit einen mit etwa 100 Stu­den­ten besetz­ten Hörsaal, wenige Minuten vor dem Ende einer Ein­führungs­vor­lesung im Fach Geo­wis­sen­schaf­ten. Wortlos eröff­nete der schlak­sige Kaz­mier­czak vom Podium aus das Feuer - vor allem in die ersten Sitz­rei­hen gab der Täter nach jüngs­ten Erkennt­nis­sen der Behör­den mehr als 50 Schüsse ab. „Ich glaube, er wollte so viele wie möglich treffen”, erzählte Student John Gio­vanni (20) der Zeitung „Chicago Tribune”. Nach Poli­zei­anga­ben hatte Kaz­mier­czak vier Waffen bei sich - drei Pis­tolen und eine Pumpgun. Von zweien wisse man, dass er sie sechs Tage vor der Tat legal in einem Laden gekauft habe, sagte ein Ermitt­ler.

FBI-Ermittler

EIn FBI-Ermitt­ler am Ort des Ver­bre­chens in der Nor­thern Illi­nois Uni­ver­sity.

„Er stand eine Sekunde da, schaute sich um und begann zu schießen”, berich­tete Meghan Murphy (22). „Sein Gesicht war leer, als ob er kein Mensch ist. Er sah aus wie ein Statue, die zielt.” Sofort brach Panik in dem weit­läu­figen Vor­trags­saal aus. Stu­den­ten warfen sich auf den Boden oder ver­such­ten die Tür zu errei­chen. Student Gio­vanni: „Eine Menge Leute sind hin­gefal­len. Ich bin einfach über sie hin­weg­gestie­gen und habe mit nie­man­dem gespro­chen.”

Nach Ermittlungen der Polizei fielen die Schüsse binnen weniger Sekun­den. Ver­mut­lich unmit­tel­bar danach brachte sich der Amo­kläu­fer um. „Es begann und endete sehr, sehr plötz­lich”, sagte Cam­pus­poli­zei- Chef Grady. Als die Poli­zis­ten die Leiche auf dem Podium des Saales ent­deck­ten, fanden sie noch unver­brauchte Muni­tion, die Kaz­mier­czak an einem Gürtel trug. Die Waffen hatte er den Ermitt­lun­gen zufolge in einem Gitar­ren­kof­fer auf das Gelände der Uni­ver­sität gebracht.

Amoklauf an US-Universität

Amoklauf am Valen­tins­tag: US-Poli­zis­ten sichern den Tatort ab

Bis zum Früh­jahr 2007 stu­dierte der Schütze an der Nor­thern Illi­nois Uni­ver­sity Sozio­logie. Für eine Arbeit über Selbst­ver­stüm­melun­gen von Häft­lin­gen war er dort aus­gezeich­net worden. „Er hatte sehr gute aka­demi­sche Leis­tun­gen”, sagte Uni­ver­sitäts­direk­tor John Peters. Bis zum Amok­lauf war er an einer anderen Uni­ver­sität in Illi­nois ein­geschrie­ben. Eine kri­minelle Ver­gan­gen­heit hatte Kaz­mier­czak nach Poli­zei­anga­ben auch nicht.

Das Blutbad weckte in den USA Erin­nerun­gen an den schreck­lichen Amok­lauf eines süd­korea­nischen Stu­den­ten an der Vir­ginia-Tech- Uni­ver­sität in Blacks­burg. Der see­lisch schwer gestörte 23-Jährige hatte aus Hass an der Hoch­schule 32 Men­schen und dann sich selbst getötet. Erst ver­gan­genen Freitag hatte eine Stu­den­tin an einer Hoch­schule in Baton Rouge (US-Bun­des­staat Loui­siana) zwei Kom­mili­ton­innen und ansch­ließend sich selbst erschos­sen.

Polizei an US-Universität

Polizisten bewa­chen den Eingang zur Cole Hall an der Nor­thern Illi­nois Uni­ver­sity, in der ein Amo­kläu­fer mehrere Stu­den­ten erschoss.

Hochschuldirektor Peters sagte, die Lehren aus dem Blacks­burg- Massa­ker hätten gehol­fen, schnell auf den Amok­lauf an der NIU zu rea­gie­ren. Die Stu­den­ten hätten dank eines ver­bes­ser­ten Alarm­sys­tems umge­hend über die Gefahr infor­miert worden können. Aller­dings äußerte er Sorge, was die neu­erli­che Bluttat an einer ame­rika­nischen Hoch­schule bedeu­ten könnte. „Uni­ver­sitäten sollen eigent­lich die offens­ten Insti­tutio­nen über­haupt sein”, sagte er. „Aber Vor­fälle wie diese zwingen uns, die Dinge, wie sie sind, zu über­den­ken.” dpa fb xx z2 hs/kp=offens­ten Insti­tutio­nen über­haupt sein”, sagte er. „Aber Vor­fälle wie diese zwingen uns, die Dinge, wie sie sind, zu über­den­ken.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/15/news/t/rzo401818.html
Freitag, 15. Februar 2008, 18:28 © RZ-Online (NewsDesk)
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