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Montag, 17. Juni 13

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Dro­gen­beauf­tragte im Interview

Bätzing fordert ein Rauch­ver­bot ohne Ausnahmen

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Hat Sabine Bätzing recht oder überzieht sie? Dis­kutie­ren Sie mit ihr heute von 10.30 bis 11.30 Uhr unter Inter­net­chat. Foto: dpa

Rheinland-Pfalz - Für die Dro­gen­beauf­tragte der Bun­des­regie­rung, Sabine Bätzing (SPD, Alten­kir­chen), ist das Nicht­rau­cher­schutz­gesetz im Land nicht streng genug. Sie kri­tisiert Ausnahmen als großes Problem.

Warum muss sich der Staat überall ein­mischen?

Der Staat mischt sich nicht überall ein. Er muss nur handeln, wo not­wen­dige Maßnahmen auf frei­wil­liger Basis erfolglos sind. Beim Nicht­rau­cher­schutz hat die frei­wil­lige Lösung nicht funk­tio­niert. Die frei­wil­lige Selbst­ver­pflich­tung des Deutschen Hotel- und Gast­stät­ten­ver­ban­des, einen Min­destan­teil an rauch­freien Plätzen vor­zuhal­ten, ist 2007 deutlich geschei­tert. Daher können wir nur mit einem Gesetz wirksamen Nicht­rau­cher­schutz erreichen. Um effek­tiven Gesund­heits­schutz für Gäste und Mit­arbei­ter zu gewähr­leis­ten, kann es keine Dif­feren­zie­rung nach der Zahl der Räume oder der Qua­drat­meter­größe geben.

Wie beur­tei­len Sie die Ent­schei­dung des Ver­fas­sungs­gerichts­hofs, die das Rauchen in Eck­knei­pen noch erlaubt?

Die Ent­schei­dung bestätigt, dass wir mit den Nicht­rau­cher­schutz­geset­zen auf dem richtigen Weg sind. Der Gesund­heits­schutz ist höher zu bewerten als die Freiheit, überall zu rauchen. Daher sollten wir die vor­läu­fige Eil­ent­schei­dung zugunsten der inha­ber­geführ­ten Einraum-Kneipen nicht über­bewer­ten. Es zeigt sich aber bereits, dass die Aus­nah­mere­gelun­gen das Problem sind. Nicht alle Gastwirte sind in der Lage, einen Rau­cher­raum ein­zurich­ten. Diese Ungleich­behand­lung und damit ver­bun­dene Wett­bewerbs­ver­zer­run­gen könnte man vermeiden, wenn man wie Bayern auf Aus­nah­metat­bestände ver­zich­ten würde. Die Ent­schei­dung ist ein erstes Urteil gegen Ausnahmen, nicht gegen den Nicht­rau­cher­schutz.

Dabei wird die Suche nach Ausnahmen immer kurioser: In Memmingen "spielen" Wirt und Gäste jetzt Szenen einer Rau­cher­kneipe. Haben Sie mit solchen Protesten gerechnet?

Ich gehe davon aus, dass sich die Menschen sehr bald an die neue Situation gewöhnen werden. Mir ist bewusst, dass die Nicht­rau­cher­schutz­gesetze eine sehr emo­tio­nale Debatte ausgelöst haben. Denn die Raucher müssen lieb­gewon­nene Gewohn­hei­ten aufgeben. In anderen europäi­schen Ländern haben die Menschen die Nicht­rau­cher­schutz­gesetze trotz anfäng­licher Proteste gut ange­nom­men. Zuver­sicht­lich stimmt mich auch die Erfahrung mit dem Rauch­ver­bot im Flugzeug. Als es kam, wackelte die Republik, jetzt kräht kein Hahn mehr danach.

Erwarten Sie, dass mehr "Nikotin-Kon­trol­leure" auf Streife gehen?

Neben den üblichen Kon­trol­len wird es sicher viel stärker um einen Bewusst­seins­wan­del gehen. Wo Nicht­rau­chen der Nor­mal­fall ist, wird sich niemand mehr so ohne Weiteres eine Zigarette anstecken. Natürlich wird es auch um die soziale Kontrolle gehen. Aus den Ländern mit geltenden Nicht­rau­cher­schutz­geset­zen hört man bereits verstärkt, dass sich Nicht­rau­cher bei den Ord­nungs­ämtern beschwe­ren, weil das Gesetz nicht ein­gehal­ten wird.

Warum halten Sie auch rauch­freie Zonen im Stadion für absolut notwendig?

Frische Luft für Nicht­rau­cher ist auch bei einer Teilü­ber­dachung in den Stadien nicht selbst­ver­ständ­lich. Der Ziga­ret­ten­rauch zieht nicht so gut ab. Außerdem sitzen oder stehen die Zuschauer so dicht gedrängt, dass man zwangs­läu­fig den Rauch des Sitz­nach­barn einatmen muss. Das ist gerade für Familien mit Kindern ein Problem. Ich befür­worte frei­wil­lige Lösungen und sehe die Vereine, die DFL und den DFB in der Pflicht. Sportler, Vereine und Verbände haben eine wichtige Vor­bild­funk­tion. Rauchen und Sport passen nicht zusammen. Nicht­rau­cher­zonen in "Fami­lien­blocks" wären eine Mög­lich­keit.

Welchen Rat geben Sie Rauchern, die endlich aufhören wollen?

Es gibt ver­schie­dene Wege. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, sich von seinem Hausarzt beraten zu lassen, ob zum Beispiel eine medi­kamentöse Unter­stüt­zung zu empfehlen ist. Es gibt viele Ent­wöh­nungs­pro­gramme im Internet. Fach­kun­dige Beratung bietet auch die Taba­kent­wöh­nungs­hot­line.

Haben Sie selbst geraucht, können Sie Ihr erfolg­rei­ches Anti-Nikotin-Rezept nennen?

Ich habe nie geraucht. Im privaten Umfeld haben sich aber schon einige das Rauchen abgewöhnt - jeder auf seine Art und Weise. Besonders beein­druckt hat mich dabei mein Vater: Er war 20 Jahre lang starker Raucher. Er hat bis zu 40 Ziga­ret­ten am Tag geraucht und dann von einem Tag auf den anderen aufgehört und nie wieder damit ange­fan­gen.

Das Interview führte Ursula Samary

  • Taba­kent­wöh­nungs­hot­line: 01805/31 31 31
    (0,14 Euro/Minute im deutschen Festnetz)
  • anbieter-rau­cher­bera­tung.de
  • rauchfrei-info.de


  • http://rhein-zeitung.de/on/08/02/15/rlp/r/regio-1.html
    Freitag, 15. Februar 2008, 11:37 © RZ-Online (to)
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