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Mittwoch, 18. Sept. 19

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Tunnelblick ab dem zweiten Bier - Unfallgefahr durch Alkohol

Frankfurt/Main (dpa) ­ Auch nach fünf Gläsern Bier und drei Schnäp­sen wirkt der Test­fah­rer eigent­lich noch kon­trol­liert und fahr­tüch­tig.

Alkoholkontrolle

Das Unfall­risiko ist laut TÜV schon bei 0,5 Pro­mille doppelt so hoch wie im nüch­ter­nen Zustand. (Bild: dpa)

Mit dem Fuß auf dem Pedal gibt er behut­sam Gas und fährt langsam los - nicht im Straßen­ver­kehr, sondern an einem Test­gerät.

Konzentriert verfolgt der junge Mann auf dem Bild­schirm eine Auto­fahrt durch die Straßen Wiens. Beim Infor­mati­ons­abend des TÜV Hessen erpro­ben er und sechs andere Teil­neh­mer im Selbst­ver­such, wie der Alko­hol­kon­sum ihre Fahr­tüch­tig­keit beein­flusst.

Überall auf dem Monitor können während der Test­fahrt Warn­hin­weise auf­tau­chen und zum Bremsen auf­for­dern. Trotz eines Blutal­kohol­werts von 1,0 Pro­mille über­sieht der Fahrer nichts, doch die sechs­minütige Fahrt endet für ihn ernüch­ternd: Er hat die Warn­schil­der nicht nur lang­samer wahr­genom­men, sondern auch das Pedal lang­samer gewech­selt als vor dem Alko­hol­genuss. „Die Zeit für Wahr­neh­mung und Reak­tion ist in zwei Stunden fröh­lichen Trin­kens um eine halbe Sekunde gesun­ken”, sagt Prüfas­sis­ten­tin Tanja Huf­nagel vom TÜV Hessen. Im Win­ter­sport ist das eine halbe Ewig­keit, und im Straßen­ver­kehr kann dieser ver­meint­lich kleine Unter­schied über Leben und Tod ent­schei­den.

Sekt, Bier und Spirituosen locken in der Fast­nachts­zeit an jeder Ecke. Schon ab einem Alko­hol­wert von 0,2 Pro­mille im Blut ver­schlech­tert sich die Wahr­neh­mung. Dafür reicht ein Glas Bier. Mehr Trink­ver­gnü­gen führt zum „Tun­nelblick” mit deut­lich ein­geschränk­tem Sicht­feld. Ab 0,5 Pro­mille ver­lang­samt der Alkohol deut­lich die Reak­tions­zeit. Für die Polizei liegt hier die Grenze des Erlaub­ten. Wer mit mehr Pro­mille hinter dem Lenkrad erwi­scht wird, dem drohen Fahr­ver­bot, Füh­rer­schei­nent­zug oder eine emp­find­liche Geld­strafe.

Die Fahr­tüch­tig­keit kann jedoch schon bei weniger ein­geschränkt sein. „Je nied­riger das Kör­per­gewicht, desto schlech­ter kann man den Alkohol ver­tra­gen”, sagt TÜV-Medi­zine­rin Han­nelore Hoff­mann-Born. Dabei sei das Ver­hält­nis von Muskel- zu Fett­gewebe ent­schei­dend. Ein zu hoher Fet­tan­teil mache schnel­ler betrun­ken. Außer­dem spiel­ten das Alter, der Magen­inhalt und die Trink­gewohn­hei­ten eine Rolle.

Das Unfallrisiko ist laut TÜV schon bei 0,5 Pro­mille doppelt so hoch wie im nüch­ter­nen Zustand. Ab einem Blutal­kohol­wert von 1,1 Pro­mille spreche man von abso­luter Fahr­untüch­tig­keit. „Viele, die mit mehr erwi­scht werden, haben ein Alko­hol­pro­blem”, sagt Ver­kehrs­psy­cho­loge Ewald Brisch. „Das bedeu­tet nicht auto­matisch Abhän­gig­keit.” Aller­dings setzten sich nur Viel­trin­ker in diesem Zustand hinter das Lenkrad. Anders als Durch­schnitts­bür­ger fühlten sie sich trotz der hohen Alko­hol­kon­zen­tra­tion im Körper noch nicht betrun­ken.

Brisch arbei­tet mit Auto­fah­rern, die zu einer medi­zinisch-psy­cho­logi­schen Unter­suchung (MPU) ­ im Volks­mund bekannt als Idio­ten­test - ver­pflich­tet wurden. Bun­des­weit waren das 2006 mehr als 100 000 Men­schen. Mehr als die Hälfte davon sind Fahrer, die mit 1,6 oder mehr Pro­mille Alkohol im Blut erwi­scht wurden, und Wie­der­holungs­täter.

Viele sind erstaunt, wenn der Psy­cho­loge mit ihnen über die schönen Seiten des Alko­hols spre­chen will. „Welche Vor­teile der Alkohol für sie hat, wollen viele gar nicht wissen”, sagt Brisch. Oft werde der Alkohol benutzt, um sich kind­liche Eigen­schaf­ten zurück­zuho­len. Spon­taneität, Fröh­lich­keit oder Emo­tio­nalität würden bei vielen Men­schen durch die Erzie­hung und gesell­schaft­liche Kon­ven­tio­nen ver­drängt. Brisch ver­sucht den Alko­hol­sün­dern zu helfen, diese Eigen­schaf­ten auch im nüch­ter­nen Zustand aus­zule­ben.

Bundesweit wurden 2006 rund 51 000 Unfälle mit Ver­letz­ten und Toten gezählt, die auf Alko­holein­fluss zurück­zuführen waren. Weil vor allem junge Auto­fah­rer gefähr­det sind, hat der TÜV die Kam­pagne „Guck genauer hin!” ins Leben gerufen. 200 Groß­pla­kate an Hessens Straßen sollen daran erin­nern, besser auf die Fahr­tüch­tig­keit zu achten. In der Fast­nachts­zeit will die Polizei vie­ler­orts ihre Ver­kehrs­kon­trol­len ver­stär­ken, aller­dings kann sie nur die wenigs­ten Alko­hol­sün­der stoppen. „Auf einen ertapp­ten Auto­fah­rer kommen rund 500, die trotz Alko­hol­kon­sums unent­deckt bleiben”, sagt Hoff­mann- Born. Von Tobias Goerke, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/05/service/auto/t/rzo399058.html
Dienstag, 05. Februar 2008, 11:49 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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