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Dienstag, 17. Sept. 19

Chevrolet Aveo Mar­seille - Che­vro­let bringt im April den Nach­fol­ger des Kalos in den Handel. Wie der Her­stel­ler in Mar­seille mit­teilte, wird der Fünftü­rer künftig den Namen Aveo tragen.

ElektroautoSt. Niklau­sen (dpa/tmn) - Ein voll all­tags­taug­liches Elek­tro­auto will die Schwei­zer Firma Mindset bis zum Jahr 2009 auf den Markt bringen. Das alter­native Fahr­zeug­kon­zept soll sich von bis­heri­gen Elek­tro­mobi­len sowie...

Le Cas­tel­let - Saab bringt erst­mals ein Fahr­zeug mit All­rad­antrieb auf den Markt. In der Mit­tel­klasse-Bau­reihe 9-3 gibt eine soge­nannte Haldex-Kupp­lung ihren Ein­stand...

Le Cas­tel­let - Saab will im kom­men­den Jahr drei neue Modelle auf den Markt bringen. Das bestätigte der schwe­dische Auto­her­stel­ler bei einer Ver­anstal­tung in Le Cas­tel­let (Frank­reich).

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Köln - Ford bringt jetzt in Europa den ersten selbst ent­wickel­ten Gelän­dewa­gen an den Start. Das Sports Utility Vehicle (SUV) trägt den Namen Kuga und wird zum ersten Mal im März auf dem Genfer Auto­salon (6. bis 16....

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Chancen und Risiken von Ethanol-Umrüstungen

Langenzenn/Ratin­gen (dpa/tmn) - Der Kli­mawan­del und die stei­gen­den Sprit­preise zwingen Indus­trie und Ver­brau­cher zum Umden­ken.

Ethanol-Umrüstung

Bioethanol (E85) soll weniger CO2-Emis­sio­nen ver­ursa­chen und ist wegen der Steu­erbe­frei­ung güns­tiger als herkömm­liche Kraft­stoffe. (Bild: dpat/tmn)

So zählen umwelt­freund­liche Neu­ent­wick­lun­gen und bedach­tes res­sour­cen­scho­nen­des Fahr­ver­hal­ten zu den ersten Kon­sequen­zen.

Ein weiterer Ansatz ist, die Umwelt- und Kos­ten­bilanz schon zuge­las­sener Autos zu ver­bes­sern: Hier gewinnt neben Autogas das Umrüs­ten auf Bioetha­nol an Bedeu­tung. Bioetha­nol wird durch Destil­lation nach alko­holi­scher Gärung aus nach­wach­sen­den Roh­stof­fen gewon­nen - etwa aus Getreide oder Stroh. Ethanol kann in Rein­form oder als Misch­kraft­stoff mit einem Anteil an Otto­kraft­stoff - etwa als E85 mit 85-pro­zen­tigem Etha­nol­gehalt - in Otto­moto­ren ver­wen­det werden.

Zu den Vor­tei­len zählt laut dem Verein „Mobil ohne Fossil” in Weil­heim (Bayern) die Kli­maneu­tra­lität: Das ent­ste­hende CO2 wurde von Pflan­zen zuvor aus der Luft gebun­den. Ethanol lässt sich günstig her­stel­len und ist von der Mine­ralöl­steuer befreit. „Ins­gesamt errech­net sich ein Preis­vor­teil von 20 Prozent gegenü­ber Benzin.”

In Südamerika und Skandinavien sind viele ab Werk auf Ethanol aus­gelegte Autos unter­wegs. Dagegen fristet der Sprit in Deutsch­land noch ein Nischen­dasein - nur Saab und Ford bieten Ethanol-Wagen an. Ver­mut­lich vrsu­chen sich deshalb manche Firmen an der Nachrüs­tung. Im Inter­net werden Stan­dard-Zusatz­steu­ergeräte ange­boten - zu Preisen ab etwa 500 Euro. Nun sprin­gen die Tuner auf: Elia aus Lan­gen­zenn (Bayern) wird ab Mitte 2008 für mehrere Autos ein Nachrüst­kit anbie­ten.

Die Lösung soll auf den Fahr­zeug­typ abge­stimmt sein. Sie enthält einen Sensor, der den Etha­nol­gehalt ermit­telt und ans Steu­ergerät meldet. Je nach Mischungs­ver­hält­nis werden die Ein­spritz­zei­ten ver­ändert. Dazu modi­fiziert unter anderem Elia die Motor­steue­rung - und hebt die Leis­tung. Der Satz soll 1200 bis 1500 Euro kosten.

Auch Abt aus Kempten hat mit Ethanol-Umrüs­tun­gen expe­rimen­tiert. Laut Tech­nik­chef Andreas Zeil­beck wurde ein Audi A3 mit 2,0-Liter-TFSI-Motor auf E85 getrimmt und getes­tet - ohne Pro­bleme. Dennoch hat der Tuner das Projekt wieder auf Eis gelegt. „Ich als Tech­niker hätte das zwar gerne.” Doch die Nach­frage sei derzeit noch zu gering.

Kfz-Experte Magnus Geisler vom ADAC-Tech­nik­zen­trum in Lands­berg sieht Umrüs­tun­gen vom Tuner kri­tisch: „Ethanol ist ein Fei­gen­blatt.” Besser für die Umwelt wäre ein Ansatz, der den Ver­brauch ver­rin­gert. Geisler warnt zudem vor mög­lichen Gefah­ren: „Nachrüs­tung bedeu­tet häufig das nachträg­liche Ein­bauen von uni­ver­sel­len Sätzen. Das birgt ein gewis­ses Pan­nen­risiko.”

Auf Risiken weist auch Volker Schit­ten­helm vom Verband der Motorin­stand­set­zungs­betriebe (VMI) in Ratin­gen hin. Je nachdem, wie die Umrüs­tung gemacht ist, seien Motor­schä­den nicht aus­zusch­ließen. Und im Scha­dens­fall sei es schwie­rig, die Ursache nach­zuwei­sen - schlimms­ten­falls bleibe der Halter auf den Repa­ratur­kos­ten sitzen.

Wer eine Umrüs­tung wünscht, sollte sich an einen Spe­zia­lis­ten wenden, der eine genaue Abstim­mung vor­nimmt. „Eine indi­vidu­elle Anpas­sung kann immer nur besser sein als eine Lösung, die für alle Modelle geeig­net sein soll”, sagt Schit­ten­helm. Geisler nennt ein wei­teres Problem: In Deutsch­land gibt es noch zu wenige Tank­stel­len.

INFO: Wissenschaftler stellen Umwelt­vor­teil infrage

Bei aller Eupho­rie über den „grünen” Kraft­stoff Ethanol haben Wis­sen­schaft­ler auch Beden­ken: Bio­kraft­stoffe seien nicht unbe­dingt umwelt­freund­licher als fossile. So hat das Schwei­zer Insti­tut Empa die Öko­bilan­zen von Bio­kraft­stof­fen unter­sucht - und ermit­telt, dass zwar mancher Biosprit deut­lich weniger Treib­haus­gase ver­ursacht als Benzin oder Diesel. Bei Anbau und Ver­arbei­tung der Roh­stoffe fallen aber andere - teils schwer­wie­gende - Umwelt­belas­tun­gen an: von der Überdün­gung und Ver­saue­rung des Bodens bis hin zum Verlust der Arten­viel­falt, etwa durch Rodung von tro­pischem Regen­wald. Von Felix Rehwald, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/15/service/auto/t/rzo401857.html
Freitag, 15. Februar 2008, 10:23 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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