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Donnerstag, 12. Dez. 19

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Nissan Tiida: Ein Kompakter für Konservative

Hamburg - Zwar feiert Nissan den Qashqai als großen Erfolg und spricht stolz von über 16 000 Bestellungen allein in Deutschland. Doch nicht bei allen Kunden kommt der eigenwillige Golf-Gegner an der Schwelle zum Geländewagen gut an.

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Das Fahr­werk des Tiida ist weich und kom­for­tabel abge­stimmt - so ist der Kom­pakt­wagen im Stadt­ver­kehr wendig und hand­lich. (Bild: Nissan)

Neues Modell ist ab 15 990 Euro zu haben

„Für manche war der Schritt beim Design einfach zu groß”, räumt Marketing-Chef Marcus Lüppens ein und verspricht baldige Abhilfe. Denn als Kompakten für Konservative bringen die Japaner Ende Januar zu Preisen ab 15 990 Euro den Tiida in Deutschland an den Start.

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Konkurrent von Golf, Focus oder Astra: Der fünftü­rige Tiida ist mit 4,30 Metern Länge ein typi­scher Ver­tre­ter der Kom­pakt­klasse. (Bild: Nissan)

Ganz bewusst ein Biedermann

Anders als der modische Qashqai gibt sich der andernorts bereits seit 2002 angebotene Tiida ganz bewusst als Biedermann. Das Design ist deshalb klassisch wie bei Golf, Focus oder Astra, und der Zuschnitt konservativ: Mit seiner Länge von 4,30 Meter passt der Fünftürer mit steil stehender Heckklappe genau in die Kompaktklasse, selbst wenn ihn die Kleinwagenplattform von Renault Clio und Nissan Note trägt. Wem sogar diese Form noch zu modern ist, der bekommt den Tiida auch als Stufenheck mit 4,48 Metern Länge, das in diesem Format allerdings eher exotisch als spießig ist.

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Das Platz­ange­bot im Tiida ist ver­gleichs­weise üppig, die Sitze können es im Komfort mit jedem Fern­seh­ses­sel auf­neh­men. (Bild: Nissan)

Viel Platz für aufwendig geföhnte Frisuren

Obwohl der Wagen außen kompakt ist, geht es innen sehr geräumig zu. Bei einem Radstand von 2,60 Metern bietet der Tiida die größte Innenraumlänge in diesem Segment, rechnet Nissans Marketing-Chef Lüppens vor. Deshalb hat man nicht nur in der ersten Reihe, sondern auch im Fond angenehm viel Kniefreiheit. Besonders gilt das für den Fünftürer, der serienmäßig eine um 24 Zentimeter verschiebbare Rückbank besitzt. Ganz nach hinten gerückt, verringert sich zwar der Kofferraum von 425 auf 300 Liter, doch reisen Hinterbänkler dann bequemer als in mancher Mittelklasse-Limousine. Außerdem stoßen bei 1,53 Metern Höhe selbst aufwendig geföhnte Frisuren nicht ans Dach. Nur um die Schultern wird es bei 1,70 Metern Breite etwas knapp. Vorn geht das noch in Ordnung, aber hinten will man lieber nicht zu dritt sitzen.

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Auf der Straße macht der Tiida eine ordent­liche Figur - trotz­dem wird er in der deut­schen Absatz­sta­tis­tik wohl eine Neben­rolle spielen. (Bild: Nissan)

Veredelter Kunststoff in einem lichtem Ambiente

Zum üppigen Platzangebot gibt es ein lichtes Ambiente, eine mit den üblichen Zierleisten veredelte Kunststofflandschaft für die Armaturen, stattlich dimensionierte Staufächer, bequeme Armlehnen vorn und hinten und eine vernünftige Grundausstattung. Zwar muss man für Ausstattungsdetails wie Xenon-Scheinwerfer, Navigationssystem, Lederpolster oder Klimaautomatik extra bezahlen. Doch sechs Airbags, der Schleuderschutz ESP und die elektrischen Helfer für Fenster, Türen und Spiegel sind bei allen Modellen Standard. Außerdem bekommt der Tiida betont breite und weiche Sitze. Sie können es zwar im Komfort mit jedem Fernsehsessel aufnehmen, bieten dafür aber wenig Seitenhalt.

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Für den Antrieb des Tiida bietet Nissan zunächst zwei Ben­ziner und einen Diesel an. (Bild: Nissan)

Stadtbummel statt wilder Kurvenhatz

Kunden mit heißem Blut und hohem Puls mag das vielleicht stören. Doch der gemeine Tiida-Käufer dürfte der Sturm- und Drangzeit ohnehin entwachsen sein und wird die bequemen Polster deshalb ebenso schätzen wie das weich und komfortabel abgestimmte Fahrwerk. Und auch wenn er nicht für die wilde Kurvenhatz gemacht ist, so ist der Japaner wenigstens in der Stadt schön wendig und handlich.

Das Diesel-Modell ist reichlich teuer

Für den Antrieb des Tiida stehen zunächst zwei Benziner und ein Diesel zur Wahl. Der 78 kW/106 PS starke Selbstzünder passt zwar mit einem Normverbrauch von 5,2 Litern in die Zeit, hat aber keinen Filter und ist zudem mit einem Grundpreis von 18 940 Euro reichlich teuer. Deshalb lohnt der Blick auf die beiden Benziner, von denen vor allem der größere eine gute Figur macht. Ausstattungsbereinigt kostet der 1,8-Liter nur 650 Euro mehr als der 1,6-Liter, bietet dafür aber 93 kW/126 PS statt 81 kW/110 PS. Mit maximal 173 Newtonmeter Drehmoment beschleunigt er den Tiida - den geschickten Umgang mit dem Sechs-Gang-Getriebe vorausgesetzt - unaufdringlich und überraschend leise binnen 10,4 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h). Auch auf der Autobahn hält er mit einem Spitzentempo von 195 km/h tapfer mit. Nur der Verbrauch ist mit 7,8 Litern wenig zeitgemäß.

Fazit: Ein ordentliches Auto für einen ordentlichen Preis

Zwar kann man mit dem Tiida keinen Schönheitspreis gewinnen, und dem Zeitgeist fährt man meilenweit hinterher. Doch schämen muss sich für seine Kauf-Entscheidung niemand. Denn der Preis ist in Ordnung, die Platzverhältnisse sind großzügig, und auch auf der Straße macht der Kompakte für Konservative eine ganz ordentliche Figur. In der deutschen Absatzstatistik wird er zwar trotzdem nur eine Nebenrolle spielen, doch ein schlechtes Auto ist der Tiida deshalb beileibe nicht. Nicht umsonst hat er es im Rest der Welt zum meistverkauften Nissan in der Modellpalette gebracht.
Datenblatt: Nissan Tiida 1.8 Acenta
Motor und Antrieb: Vierzylinder-Benziner
Hubraum: 1798 ccm
Max. Leistung: 93 kW/126 PS bei 5200 U/min
Max. Drehmoment: 173 Nm bei 4800 U/min
Antrieb: Frontantrieb
Getriebe: Sechsgang-Handschaltung
Maße und Gewichte:
Länge: 4302 mm
Breite: 1695 mm
Höhe: 1533 mm
Radstand: 2597 mm
Leergewicht: 1307 kg
Zuladung: 428 kg
Kofferraumvolumen: 300 bis 425 Liter
Fahrdaten:
Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 10,4 s
Durchschnittsverbrauch: 7,8 Liter/100 km
Reichweite: 720 km
CO2-Emission: 188 g/km
Kraftstoff: Superbenzin
Schadstoffklasse: EU4
Kosten:
Basispreis der Modellreihe: 15 990 Euro
Grundpreis des Tiida 1.8 Acenta: 19 240 Euro
Typklassen: KH 18/VK 20 /TK 17
Kfz-Steuer pro Jahr: 121 Euro
Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke
Wichtige Serienausstattung:
Sicherheit: ESP, Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags
Komfort: Klimaautomatik, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, CD-Radio

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/01/09/service/auto/test/t/rzo391915.html
Mittwoch, 09. Januar 2008, 9:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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