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Montag, 17. Juni 13

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Interview mit St. Paulis Trainer Holger Sta­nis­law­ski

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Er gibt die Richtung vor: Holger Stanislawski trainiert seit November 2006 den FC St. Pauli. Mit großem Erfolg: Der Aufsteiger hält in Liga zwei mit, steht auf Rang elf. Foto: Imago

Koblenz - Der Kultclub zu Gast im Stadion Oberwerth: Erstmals kommt heute der FC St. Pauli zu einem Punkt­spiel nach Koblenz.

Seit November 2006 trainiert Holger Sta­nis­law­ski mit André Trulsen den FC St. Pauli. Das Urgestein des Vereins führte die Hamburger in die Zweite Liga. Dort macht der etwas andere Club von sich reden: durch über­zeu­gende Leis­tun­gen und natürlich seine Fans. Der Trainer im Interview:

In den ver­gan­genen Monaten spielte St. Pauli zu Hause nur vor drei Tribünen, die mitt­ler­weile neue Süd­tribüne wurde im Zuge des Stadion-umbaus abge­ris­sen. Gegen Jena am vorigen Spieltag dienten Kel­lerräume eines nahen Hal­len­bades als Ersatz-Umkleide. Wie ist es, auf einer Baustelle zu spielen?

Das habe ich eigent­lich noch nie als großes Problem gesehen. Natürlich müssen wir während des Umbaus mit ein paar Ein­schrän­kun­gen leben. Aber wir haben gelernt, da immer wieder zu impro­visie­ren, und bei uns allen überwiegt die Vorfreude auf das tolle neue Stadion.

Derzeit macht St. Pauli mal wieder von sich reden. Die Fans wollen keine "Mil­lern­taler", ein bar­geld­loses Zah­lungs­sys­tem. Sie wittern "Pro­fit­gier". Auch der Verkauf des Sta­dion­namens ist umstrit­ten. Haben Sie Ver­ständ­nis dafür oder hindert das den Verein daran, sich im Geschäft Pro­fifuß­ball zu eta­blie­ren?

Von beidem ein bisschen. In der heutigen Zeit kann man sich wirt­schaft­lichen Ent­wick­lun­gen nicht prin­zipi­ell ver­schließen, wenn man lang­fris­tig kon­kur­renz­fähig bleiben will. Aber gerade der Sta­dion­name ist ein sehr sensibles Thema. Das Mil­lern­tor gehört einfach zum FC St. Pauli, und ich kann die Bedenken unserer Fans da gut nach­voll­zie­hen.

Nach dem 2:2 gegen den Tabel­len­letz­ten Jena sagten Sie, dass Sie "lieber 0:4 verlieren", als Angst­hasen-Fußball sehen zu müssen. War das Ihr ernst?

Wir nehmen uns immer vor, mutig nach vorn zu spielen und so gut es geht dem Gegner unser Spiel auf­zuzwän­gen. Wenn wir dann an einem besseren Gegner scheitern, wir uns aber kämp­ferisch nichts vor­zuwer­fen haben, kann ich damit leben. Aber gegen Jena war das zu wenig.

Sie selbst haben für St. Pauli 260 Pflicht­spiele bestrit­ten. Als Auf­stiegs­trai­ner sind Sie eine "Instanz" im Verein. Ist es schwierig, mit dem Kult um "Stani" umzugehen?

Einen Kult um meine Person empfinde ich gar nicht. Ich bin jetzt seit 1993 hier, habe in der Zeit alles miterlebt und iden­tifi­ziere mich zu 100 Prozent mit diesem Verein. Da ist es doch ganz natürlich, dass man sehr tief im Club ver­wur­zelt ist und auch so wahr­genom­men wird.

Freibeuter der Liga, Freu­den­haus der Liga, Kultclub, Welt­pokal­sie­ger­besie­ger: Können Sie diese Etiketten eigent­lich noch hören?

Das gehört in der heutigen Zeit eben dazu. Die Medien und die Zuschauer brauchen diese pola­risie­ren­den Beson­der­hei­ten offenbar, und ein Stück weit pro­fitie­ren wir ja auch davon. Diese Etiketten können wir eh nicht beein­flus­sen, und insofern denken wir darüber auch nicht großartig nach.

Als Auf­stei­ger stehen Sie mit Ihrem Team auf Rang elf. Wie zufrieden sind Sie damit und wo wollen Sie nach 34 Spiel­tagen stehen?

Der bisherige Sai­son­ver­lauf hat uns gezeigt, dass wir in dieser Liga gut mithalten können. Unser Ziel ist in dieser Spielzeit der Klas­sen­ver­bleib, und je früher wir den erreicht haben, desto besser. Trotzdem müssen wir uns weiter ver­bes­sern. Wir haben insgesamt zu viele Fehler gemacht und damit leicht­fer­tig Punkte ver­schenkt.

Wenn für St. Pauli alles ideal liefe, könnte durch einen Sieg in Koblenz der Abstand auf die Abstiegs­zone acht Punkte betragen. Ein Schlüs­sel­spiel?

Nein, so sehe ich das nicht. So platt es auch klingen mag, aber jedes Spiel ist für uns ein Schlüs­sel­spiel, und mit der ent­spre­chen­den Ein­stel­lung muss man da reingehen. Die Saison ist ja nach der heutigen Partie nicht zu Ende.

Wie bewerten Sie die TuS Koblenz?

Ich schätze die Arbeit von Uwe Rapolder sehr. Koblenz ist eine gut orga­nisierte Mann­schaft mit einer klaren Spie­laus­rich­tung. Schon im Hinspiel haben wir uns sehr schwer getan. Ich hätte der TuS vor der Saison zugetraut, noch weiter oben mit­zuspie­len, aber ähnlich wie der FC St. Pauli hat auch Koblenz einige Punkte lie­gen­las­sen.

Das Gespräch führte Holger Schleper


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/15/sport/r/tus-2.html
Freitag, 15. Februar 2008, 11:13 © RZ-Online (to)
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