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Montag, 17. Juni 13

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Teilgeständnis im Prozess gegen „Schwarze Witwe”

Göttingen (dpa) ­ Die „Schwarze Witwe” schweigt, ihr Gehilfe gesteht den ersten Mord: Der Prozess um eine der spek­takulärs­ten Mord­serien der jün­geren Ver­gan­gen­heit hat am Diens­tag in Göt­tin­gen mit einem Teil­geständ­nis begon­nen.

Prozess gegen «Schwarze Witwe»

Die Ex-Pro­sti­tuierte Lydia L. und ihr Ver­tei­diger Klaus Kunze im Land­gericht Göt­tin­gen.

Wegen vier­fachen heim­tücki­schen Mordes müssen sich die 68-jährige frühere Pro­sti­tuierte Lydia L. aus Boden­felde an der Weser (Nie­der­sach­sen) und der von ihr psy­chisch abhän­gige 53-jährige Gele­gen­heits­arbei­ter Siggi S. ver­ant­wor­ten. Die als „Schwarze Witwe” bekannt­gewor­dene Ex-Pro­sti­tuierte soll ihren Gehil­fen beauf­tragt haben, zwi­schen 1994 und 2000 vier ältere Männer zu ermor­den, auf deren Ver­mögen sie es abge­sehen hatte. Zu Pro­zess­beginn gestand der Gehilfe den ersten Mord aus dem Jahr 1994.

Das Opfer, ein 74-jähriger Mann aus Meppen im Emsland, war ein paar Tage zu Gast bei Lydia L. in Boden­felde. „Ihm hat sie ein starkes Beru­higungs­mit­tel unter das Essen gemischt,” sagte Siggi S., der seiner Auf­trag­gebe­rin regel­recht hörig gewesen sein soll. Als der Rentner zum Arzt gehen wollte, um sein Unwohl­sein unter­suchen zu lassen, habe Lydia L., aus Angst ent­deckt zu werden, gesagt: „Der muss weg, ganz weg.” Siggi S. sollte diese Aufgabe über­neh­men. Einige Tage später luden sie den 74-Jäh­rigen ­ mit Beru­higungs­mit­teln betäubt ­ in ein Wohn­mobil. Unter­wegs wurde er wach. „Dann habe ich ihn mit einer Plas­tik­tüte erstickt”, sagte der Ange­klagte. Bei Lut­ter­berg an der Auto­bahn Kassel-Göt­tin­gen zündete er die Leiche mit Rasen­mäher­ben­zin an.

Die Ex-Pro­sti­tuierte Lydia L. äußerste sich im Prozess zu den Anschul­digun­gen bisher nicht. Vor dem Gerichts­saal sagte ihr Anwalt Klaus Kunze aller­dings, dass sich Siggi S. die Auf­trags­morde nur aus­gedacht habe. Er sei „eifer­süch­tig” und habe nicht ertra­gen, dass seine Man­dan­tin Kontakt zu anderen Männern gehabt habe.

Laut Anklage hatte die Frau Anfang der 90er Jahre begon­nen, Kon­takt­anzei­gen in regio­nalen und über­regio­nalen Tages- und Wochen­zei­tun­gen auf­zuge­ben. Sie suchte darin nach „älteren, pfle­gebe­dürf­tigen Herren zwecks Alten­pflege”. Die Ermitt­ler gehen davon aus, dass es Lydia L. dabei aus­sch­ließ­lich ums Geld ging.

Die Staats­anwalt­schaft wirft den beiden Ange­klag­ten vor, die Morde an vier Männern gemein­sam geplant zu haben. Immer nach dem glei­chen Schema habe die Ex-Pro­sti­tuierte ihren Opfern Beru­higungs­mit­tel ins Essen gemischt, so Staats­anwalt Andreas Buick. Als diese sich nicht mehr wehren konnten, habe der der Gehilfe die Männer erstickt.

Nach dem Rentner aus dem Emsland brachte der Hilfs­arbei­ter laut Anklage eben­falls 1994 im Sep­tem­ber im nord­hes­sischen Mel­sun­gen den 84-jäh­rigen Ehemann der Ex-Pro­sti­tuier­ten um, wenige Monate nach der Hoch­zeit. Der Mann wurde damals beer­digt, ohne dass jemand Ver­dacht geschöpft hatte. Drittes Mor­dop­fer wurde 1995 ein 81- jäh­riger Unter­neh­mer aus Zwei­brü­cken in Rhein­land-Pfalz. Die Leiche wurde bei Vol­kerode in Nordthürin­gen ent­deckt. Sie war eben­falls mit Benzin über­gos­sen und ange­zün­det worden. Im Jahr 2000 schließ­lich tötete der Hilfs­arbei­ter einen 71-jäh­rigen Rentner aus einem Dorf bei Springe am Deister. Die Leiche dieses Mannes wurde im Garten seines eigenen Hauses aus­gegra­ben.

Der Gele­gen­heits­arbei­ter war im ver­gan­genen August rund sieben Jahre nach der letzten Tat in der Poli­zei­sta­tion seines Hei­mator­tes Boden­felde auf­getaucht und hatte die Morde frei­wil­lig zuge­geben. Die Ex-Pro­sti­tuierte Lydia L. habe ihn ange­wie­sen, die Männer zu töten.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/19/news/t/rzo402986.html
Dienstag, 19. Februar 2008, 16:48 © RZ-Online (NewsDesk)
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