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Samstag, 15. Aug. 20
RZ-Akademie

München - Frauen mit Kindern müssen im Bewer­bungs­gespräch mit bestimm­ten Fragen zu ihrem Fami­lien­leben rechnen. Dabei gehe es vor allem um das Alter und die Betreu­ung ihrer Kinder.

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Mehr als nur Skripte: E-Learning an Unis wird vielfältiger

Karls­ruhe/Bonn - Stu­die­ren ist schon lange mehr als im Hörsaal zu sitzen und dem Pro­fes­sor zu lau­schen.

E-Learning an den Unis

Obwohl sich bei den Medi­zinern viele Sach­ver­halte über das Netz gut dar­stel­len lassen, haben Prä­senz­ver­anstal­tun­gen nicht aus­gedient. (Bild: dpa/tmn)

Immer mehr Dozen­ten stellen zum Bei­spiel Skripte oder Übungs­mate­ria­lien ins Inter­net.

Doch damit sind die Möglichkeiten des soge­nann­ten E-Lear­ning an den Hoch­schu­len noch lange nicht genutzt, wie Exper­ten bei der Bil­dungs­messe „Learn­tec” in Karls­ruhe (29. bis 31. Januar) erläu­ter­ten. Die Zukunft gehört Ange­boten, zu denen die Stu­den­ten in erheb­lichem Maß selbst bei­tra­gen.

Schon heute können Stu­die­rende von im Prinzip allen Fach­rich­tun­gen E-Lear­ning - also das Lernen und Kom­muni­zie­ren mit Hilfe des Inter­net - nutzen. So setzen etwa die Medien­wis­sen­schaft­ler an der Uni Trier unter anderem auf „Tele­tea­ching”: Unter­richts­ein­hei­ten, bei denen der Dozent über das Netz per Video zuge­spielt wird. „Die arbei­ten viel mit exter­nen Dozen­ten”, erklärt Monika Leu­enha­gen von der Koor­dina­tions­stelle E-Lear­ning in der Mosel­stadt.

Wer in Trier Portugiesische Lite­ratur­wis­sen­schaft stu­diert, kann dank einer Koope­ration mit der Uni in Saar­brü­cken über das Inter­net auch auf Lehr- und Lern­inhalte von dort zurück­grei­fen. Doch nicht nur unter Teil­neh­mern an derart aus­gefal­lenen Stu­diengän­gen braucht es heute kaum mehr Über­zeu­gungs­arbeit: Wo es Ange­bote gibt, werden sie den Exper­ten zufolge von der Mehr­zahl der Stu­den­ten auch genutzt.

Laut Chri­stoph Rever­mann liegt das nicht zuletzt auch daran, dass Dozen­ten via Inter­net viele Sach­ver­halte leich­ter dar­stel­len und somit besser ver­ständ­lich machen können als im Hörsaal - etwa in Fächern wie Medizin. Rever­mann hat sich für das Büro für Tech­nik­fol­gen-Abschät­zung beim Deut­schen Bun­des­tag (TAB) in Berlin sys­tema­tisch mit dem Thema E-Lear­ning an Hoch­schu­len beschäf­tigt.

Zahlreiche künftige Angebote werden nach Über­zeu­gung der Exper­ten aber deut­lich darüber hin­aus­gehen, digital Inhalte zur Ver­fügung zu stellen. „Die Zeit des Berie­seln ist vorbei - ich denke es wird mehr in Rich­tung der Betei­ligung von Stu­den­ten gehen”, sagt Sabine Hemsing vom Vir­tuel­len Campus Rhein­land-Pfalz in Kai­sers­lau­tern. Die Ein­rich­tung ist an den zwölf Hoch­schu­len des Bun­des­lands etwa für die Bera­tung von Leh­ren­den zustän­dig, die E-Lear­ning-Pro­jekte umset­zen wollen. Immer stärker werde darauf gesetzt, dass über die vir­tuel­len Lern­platt­for­men etwa Prä­sen­tatio­nen gehal­ten und mode­riert werden.

Eine andere Mög­lich­keit, die in Zukunft stärker genutzt werden dürfte, ist laut Elmar Schulz von der Hoch­schul­rek­toren­kon­ferenz (HRK) in Bonn, dass mehrere Stu­den­ten statt am Küchen­tisch über das Inter­net gemein­sam etwa Refe­rate aus­arbei­ten. „Es ist sogar denkbar, dass sich dann der Prof ein­schal­tet und zum Bei­spiel sagt: 'Ja, da seid ihr auf einem guten Weg'.”

An manchen Orten ist die verstärkte Teil­habe - die Grun­didee des „Mitmach-Netzes” Web 2.0 spielt hier eine ent­schei­dende Rolle - nicht mehr Zukunfts­musik, sondern schon Rea­lität: „Zu jedem Referat müssen die Stu­den­ten bei mir einen Video­pod­cast liefern - das Wesent­liche in vier Minuten”, sagt Prof. Uwe Beck, der an der Päd­ago­gischen Hoch­schule in Karls­ruhe etwa Mathe­matik lehrt. „Das hilft den anderen Stu­den­ten bei der Examens­vor­berei­tung.”

Anderswo ist man noch nicht so weit: E-Lear­ning müsse sich unter den Leh­ren­den noch stärker durch­set­zen, sagt Sabine Hemsing. Ihrer Ansicht hakt es häufig gerade noch bei der Nutzung von Web 2.0-Stan­dards wie Pod­casts. „Viele kommen noch nicht auf Ideen, wie man so etwas didak­tisch sinn­voll mit dem Lehr­stoff ver­knüpft.” Hinzu kommt nach Worten von Elmar Schultz: Wirk­lich aus­gefeilte E-Lear­ning-Module zu erstel­len, bedeu­tet einen großen Aufwand, für den nicht überall Zeit und Geld da sind.

Entsprechend bleibt es oft eben doch bei den ins Netz gestell­ten Skrip­ten. Aller­dings werden diese laut Prof. Beck auch in Zukunft als eines von zahl­rei­chen E-Lear­ning-Instru­men­ten ihre Berech­tigung behal­ten: „Gegen den Gedan­ken, dass Stu­den­ten von einem Exper­ten etwas sys­tema­tisch Auf­berei­tetes bekom­men und nach­arbei­ten, ist doch gar nichts zu sagen.”

Einig sind sich die Exper­ten darüber, dass es das Thema E-Lear­ning irgend­wann als solches gar nicht mehr geben wird - weil das digital unter­stützte Lehren, Lernen und Kom­muni­zie­ren bis dahin zum völlig selbst­ver­ständ­lichen Bestand­teil des Hoch­schulall­tags gewor­den ist. „Meine Vision lautet, dass E-Lear­ning in der Lehre eines Tages nichts Beson­deres mehr ist - so wie man früher ganz selbst­ver­ständ­lich immer mal wieder den Over­head­pro­jek­tor ein­geschal­tet hat”, sagt Hemsing.

Klar ist aber auch: Die elek­tro­nischen Ange­bote der Gegen­wart wie der Zukunft können noch so aus­gefuchst sein - die Semi­narräume oder Lehr­säle werden deshalb nicht leer bleiben. „Für die Prä­sen­zunis wird E-Lear­ning nie das einzige Mittel sein”, sagt Monika Leu­enha­gen von der Uni Trier. „Das soge­nannte Blended Lear­ning, also die Kom­bina­tion von Präsenz- und Online-Lernen, das wird der Weg sein.” Das liegt nicht zuletzt daran, dass zum Stu­die­ren mehr gehört als das Lernen - gemein­sam in die Mensa zu gehen zum Bei­spiel oder sich in der Cafe­teria zusam­men­zuho­cken. Und sei es nur, um über den Dozen­ten zu lästern oder über den Tele-Tutor. Von Florian Oertel, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/01/30/service/berufbildung/t/rzo397602.html
Mittwoch, 30. Januar 2008, 13:32 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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