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Samstag, 15. Aug. 20
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Alles auf einmal - Multitasking kann man trainieren

München/Olden­burg (dpa/tmn) - Das Telefon klin­gelt Sturm, auf dem Bild­schirm erscheint das Fenster „Sie haben Post”, und ein Kollege möchte etwas Wich­tiges bespre­chen. Wer da nicht in Stress gerät, ist hart im Nehmen - oder ein Mul­titas­king-Genie.

Multitasking

Alles Mög­liche gleich­zei­tig zu tun, kostet Kraft und ver­ursacht Stress. (Bild: Diagen­tur/dpa/tmn)

„Viele Dinge par­allel zu tun, kostet Kraft, ver­ursacht Stress und ist eigent­lich gegen unsere Natur”, meint der Busi­ness-Coach Karsten Noack aus Berlin. Bestimmte Mul­titas­king-Vor­gänge kann man trai­nie­ren, bei allen anderen Auf­gaben sollte man Prio­ritäten setzen.

Der Begriff Multitasking kommt ursprüng­lich aus dem Com­puter-Bereich und beschreibt die Fähig­keit eines Betriebs­sys­tems, mehrere Auf­gaben gleich­zei­tig aus­zuführen. Das mensch­liche Gehirn hin­gegen ist nur bei der Kom­bina­tion bestimm­ter Aktio­nen mul­titas­king-fähig. „Ein­fache Infor­matio­nen können gleich­zei­tig wahr­genom­men werden”, erklärt Prof. Torsten Schu­bert, Neu­rowis­sen­schaft­ler an der Ludwig-Maxi­milian-Uni­ver­sität München. „Ent­schei­dun­gen können hin­gegen nicht gleich­zei­tig gefällt werden.”

So fällt es leicht zu tele­fonie­ren und neben­her Gegenstände über die Augen wahr­zuneh­men. Auch Spre­chen und Rou­tine­tätig­kei­ten wie Abwa­schen gehen gleich­zei­tig. „Sitzt man jedoch im Auto und über­legt, ob man nach links oder rechts abbie­gen muss, und soll gleich­zei­tig über ein Fuß­ball­spiel dis­kutie­ren, geht das nicht”, sagt Schu­bert. Das Nach­den­ken über das Fuß­ball­spiel wird für einen kurzen Moment gestoppt und die Rich­tungs-Ent­schei­dung zuerst bear­bei­tet.

Das Gehirn schaltet zwischen den ver­schie­denen Auf­gaben hin und her. „Wer die Wahl hat, sollte stän­dige Unter­bre­chun­gen am Arbeits­platz ver­mei­den”, sagt Prof. Schu­bert und emp­fiehlt, die Tätig­kei­ten nach­ein­ander abzu­arbei­ten. „Die Pop-Ups auf dem Bild­schirm kann man aus­schal­ten und dem Kol­legen ruhig sagen, dass man belegt ist”, rät auch Prof. Fried­helm Nach­rei­ner, Arbeits- und Orga­nisa­tions­psy­cho­loge an der Uni­ver­sität Olden­burg.

Bei ein­fachen Auf­gaben helfe es, eine gewisse Routine zu ent­wickeln. Dann könne man leich­ter auf weitere Auf­gaben umschal­ten. Kom­plexe Arbeits­abläufe hin­gegen gilt es zu struk­turie­ren und in eine Rang­ord­nung zu bringen: „Wich­tige Dinge, die die Auf­merk­sam­keit kom­plett erfor­dern, sollte man in der Rei­hen­folge der Wich­tig­keit nach­ein­ander erle­digen, ohne sich ablen­ken zu lassen”, sagt Prof. Nach­rei­ner.

Auch Business-Coach Karsten Noack emp­fiehlt, kon­sequent Prio­ritäten zu setzen und feste Abläufe zu planen: So sollte man zu festen Zeiten, zum Bei­spiel nur morgens oder nach­mit­tags, seine E-Mails abar­bei­ten. Dann stören die nicht alle fünf Minuten den Arbeits­fluss. Auch könne man sich einen festen Zeit­block für Tele­fon­gespräche reser­vie­ren: „Das hat den Vorteil, dass man sich schon warm gequatscht hat und es weniger Energie ver­braucht.”

Arbeitsabläufe in die rich­tige Rei­hen­folge zu bringen, ist auch eine Frage der Wahr­neh­mung: „Gerade in Führungs­posi­tio­nen, in denen viele Dinge koor­diniert werden müssen, gilt es, den Weit­blick nicht zu ver­lie­ren”, sagt George Pen­ning­ton, Mul­titas­king-Trainer aus Polling bei München. Kleine Übungen könnten die Wahr­neh­mung schulen: „Zählen Sie während nor­maler All­tags­tätig­kei­ten, bei­spiels­weise beim Spa­zie­ren, ihre Atem­züge”, sagt Pen­ning­ton - nicht endlos aller­dings, sondern von eins bis elf und dann wieder von vorn.

Das schnelle Umschalten zwischen ver­schie­denen Auf­gaben lässt sich durch­aus üben. Prof. Schu­bert emp­fiehlt, Sudokus oder Kreuz­wort­rät­sel unter Zeit­druck zu lösen oder zum Bei­spiel in einer halben Minute so viele Säu­getiere wie möglich auf­zuzählen. Auch das Spielen von Action-Video­spie­len kann eine Mög­lich­keit sein, die Mul­titas­king-Fähig­keit zu trai­nie­ren. „Es gibt Befunde, die zeigen, dass junge Erwach­sene, die schnelle Video­spiele spielen, Auf­merk­sam­keits­wech­sel schnel­ler voll­zie­hen können als jene, die lang­same Spiele spielen”, erläu­tert Prof. Torsten Schu­bert von der Ludwig-Maxi­milian-Uni­ver­sität München. Von Miriam Braun, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/11/service/berufbildung/t/rzo400582.html
Montag, 11. Februar 2008, 10:24 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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