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Mittwoch, 12. Aug. 20
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München - Frauen mit Kindern müssen im Bewer­bungs­gespräch mit bestimm­ten Fragen zu ihrem Fami­lien­leben rechnen. Dabei gehe es vor allem um das Alter und die Betreu­ung ihrer Kinder.

TierpršparatorChem­nitz - Noch einmal greift Holger Rathaj zur Pin­zette und zupft das Feder­kleid des Papa­geien zurecht. Dann nickt der Chem­nit­zer Tier­präpa­rator zufrie­den. Der Vogel soll sein Pracht­exem­plar bei der Welt­meis­ter­schaft...

Saar­brü­cken - Die Uni­ver­sität des Saar­lan­des bietet den Stu­dien­gang His­torisch ori­entierte Kul­tur­wis­sen­schaf­ten (HOK) ab dem Win­ter­semes­ter 2008/09 für den Bache­lor-Abschluss an.

Berlin - Unter­neh­men erwar­ten von Uni­ver­sitäts-Absol­ven­ten vor allem Team­fähig­keit. Dies gaben rund 71 Prozent von mehr als 2000 Firmen an, die vom Deut­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mer­tag (DIHK) befragt worden waren.

Laubach/Lich - Mit wackeln­den Schlappoh­ren und gesenk­tem Kopf trottet Che­cheni hinter Michael Hen­trich her. Hen­trich zieht an der Leine und ver­sucht, den Hund bei Fuß zu halten.

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Kunst und Handwerk: Präparator erhält Tiere für die Nachwelt

Chem­nitz - Noch einmal greift Holger Rathaj zur Pin­zette und zupft das Feder­kleid des Papa­geien zurecht.

Tierpršparator

Holger Rathaj, Tier­präpa­rator im Natur­kun­demu­seum Chem­nitz, richtet an einem Grau­papa­gei das Gefie­der. (Bild: dpa)

Dann nickt der Chem­nit­zer Tier­präpa­rator zufrie­den. Der Vogel soll sein Pracht­exem­plar bei der Welt­meis­ter­schaft (22. bis 24. Februar) im öster­rei­chi­schen Salz­burg sein.

Mit weiteren drei Papageien will er die Juroren beein­dru­cken. Erst­mals nimmt der Präpa­rator des Chem­nit­zer Natur­kun­demu­seums an dem Wett­bewerb teil. Mehr als 100 Kon­kur­ren­ten aus 20 Natio­nen haben sich eben­falls ange­mel­det. „Ich bin eher Außen­sei­ter”, meint der 42-Jährige. Sein Haupt­ziel sei es, neue Erfah­run­gen zu sammeln und Kon­takte zu knüpfen. „Auch nach mehr als 20 Jahren im Beruf kann man immer noch etwas lernen.”

Rathaj hat sich ent­schie­den, mit seinen vier Papa­geien in den Wett­bewerb zu gehen. Dabei hätte er auch den erst vor kurzem aus­gestopf­ten Bären Taps aus dem Chem­nit­zer Museum mit­neh­men können. Oder die Tiger und Löwen, die er schon aus­gestopft hat und die zu den belieb­tes­ten Expo­naten der Aus­stel­lung zählen. „Bei Vögeln zeigt sich die ganze Kunst der Tier­präpa­ration”, erklärt Rathaj. „Da muss jede Feder hun­dert­pro­zen­tig genau sitzen, sonst sieht es schlecht aus.” An einem Vogel könne man sofort gute und schlechte Präpa­rato­ren von­ein­ander unter­schei­den.

Nicht der Tod, sondern das Leben fas­ziniere ihn an seinem Beruf, meint der 42-Jährige. „Wir Präpa­rato­ren wollen die Tiere dau­erhaft in ihrer Schön­heit für die Nach­welt erhal­ten.” Und so stellt Rathaj prak­tisch Tag für Tag das Leben wieder her, zumin­dest als Stand­bild. Künst­leri­sche Bega­bung und hand­werk­liche Fer­tig­kei­ten brauche ein Präpa­rator, erzählt der Inge­nieur für zoo­logi­sche Präpa­ration.

„Unver­zicht­bar für Natur­kun­demu­seen sind eigene Präpa­rato­ren”, sagt Muse­ums­chef Ronny Rößler. „Sie sind Ansprech­part­ner für Besu­cher, gestal­ten Aus­stel­lun­gen und helfen ganz ent­schei­dend mit, die Natur und deren lang­fris­tige Verän­derun­gen für die Wis­sen­schaft zu doku­men­tie­ren und ori­ginale Sach­zeu­gen für künf­tige Gene­ratio­nen zu bewah­ren.”

Nicht ein bei Rathaj abgegebenes totes Tier wird abge­lehnt. Selbst die hun­dertste Amsel wird zunächst fein säu­ber­lich in einen Plas­tik­beu­tel gesteckt, mit dem Datum des Fundes sowie Angaben zum Fundort ver­sehen und dann zunächst ein­gefro­ren. „Rund 2500 Tiere liegen derzeit bestimmt in meinem Eis­schrank”, sagt Rathaj. Platz sei noch für min­des­tens doppelt so viele. Seit dem Auf­tre­ten der Vogel­grippe frei­lich sei ein deut­licher Bruch auf­getre­ten. „Vor fünf Jahren haben uns die Leute jedes Jahr gut 400 Vögel gebracht.” Heute bekomme er viel­leicht noch 40. Diese Ent­wick­lung sei für die Doku­men­tation pro­ble­matisch.

Die Methode bei der Präpa­rie­rung ist immer gleich. Die Haut der Tiere wird gelöst. Das Fleisch wird danach nicht einfach weg­gewor­fen, sondern dient zunächst als Vorbild für die Model­lie­rung aus Ton, Gips oder Schaum­stoff. Wie ein Bild­hauer model­liert Rathaj dann den Körper der Tiere nach. Danach wird die Ori­ginal-Haut auf das Modell auf­gezo­gen und zugenäht, ehe es an die Fein­arbei­ten geht.

Rathaj ist in Chemnitz eine Pub­likums­attrak­tion. Mehrere Male im Jahr verlegt er sein Arbeits­zim­mer mitten ins Museum, um den Besu­cher sein fas­zinie­ren­des Hand­werk zu demons­trie­ren. Hun­derte Besu­cher kommen dann jedes Mal und staunen. Einen ähn­lichen Effekt erhofft sich Rathaj mit seinen Papa­geien in Salz­burg.

Museum für Natur­kunde: www.natur­kunde-chem­nitz.de

Die Welt­meis­ter­schaft der Präpa­rato­ren: www.wtc08.com Von Erik Nebel, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/19/service/berufbildung/t/rzo402929.html
Dienstag, 19. Februar 2008, 14:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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