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Montag, 27. Jan. 20

Toshiba-Präsident FujiiTokio/Hamburg - Nach langem Zögern ist es nun offi­ziell: Der Format-Streit um die DVD-Nach­folge ist beendet. Toshiba, größter Unter­stüt­zer des HD-DVD-Formats, stellt die Pro­duk­tion von Playern und Rekord­ern bis zum...

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Blu-ray Disc wird DVD-Nachfolgestandard

Tokio/Hamburg - Nach langem Zögern ist es nun offi­ziell: Der Format-Streit um die DVD-Nach­folge ist beendet.

Toshiba-Präsident Fujii

Das Archiv­foto zeigt den Toshiba-Prä­siden­ten Yos­hihide Fujii bei der Vor­stel­lung des ersten kom­mer­ziel­len HD-DVD-Players. Toshiba steigt aus dem Geschäft mit HD DVD aus.

Toshiba, größter Unter­stüt­zer des HD-DVD-Formats, stellt die Pro­duk­tion von Playern und Rekord­ern bis zum kom­men­den März ein.

Das Konkurrenzformat Blu-ray wird damit weithin zum Sieger erklärt. Doch mög­licher­weise könnte nach jah­relan­gem Streit um die Nach­folge der DVD der Sieg für die Blu-ray fast zu spät kommen.

Erst Anfang Januar traf es Toshiba und alle anderen Ver­tre­ter der Indus­tri­ela­gers um HD-DVD wie ein Schock. Kurz vor Eröff­nung der Con­sumer Elec­tro­nics Show in Las Vegas kün­digte das große Film­stu­dio Warner Bros. seine Unter­stüt­zung auf. Die Abkehr des welt­größten Anbie­ters von Video-Titeln bedeu­tete die Vorent­schei­dung. Ver­tre­ter der HD DVD waren dar­auf­hin während der ganzen Messe nicht mehr zu spre­chen. Zuletzt ver­bann­ten auch noch die großen US-Han­dels­ket­ten BestBuy und Wal-Mart die HD DVD aus ihren Regalen und ver­setz­ten der Tech­nolo­gie damit den Todess­toß.

Toshiba zeigt sich zwar weiterhin über­zeugt, die bessere Tech­nolo­gie ent­wickelt zu haben, hofft aber mit der jüngs­ten Ent­schei­dung, den Markt für hoch­auf­lösende Medien und Filme nach mona­telan­gem Patt vor­anzu­brin­gen. Das Unter­neh­men sei zu dem Schluss gekom­men, „dass eine schnelle Ent­schei­dung der Markt­ent­wick­lung am besten wei­ter­hilft”, sagte Atsu­toshi Nishida, Prä­sident und CEO der Toshiba Cor­pora­tion.

Tatsächlich könnte die Kapi­tula­tion im Kampf gegen die Blu-ray nun die lange anhal­tende Kauf­zurück­hal­tung der Kon­sumen­ten beenden. Weit ver­brei­tete Befürch­tun­gen, man könnte mit dem Kauf eines Players oder Rekorders auf das falsche Pferd setzen, hatten die Unter­neh­men zuletzt mit Preis­kämp­fen zu zer­streuen ver­sucht. Dennoch blieben die Anteile beider Formate am Video­markt extrem gering.

Ein Anziehen der Nachfrage nach Medien in hoher Auf­lösung erwar­ten Exper­ten aller­dings erst all­mäh­lich. Her­stel­ler, die bislang Filme auf HD-DVD pro­duziert haben, müssen sich erst auf die neue Tech­nolo­gie umstel­len. Für den ame­rika­nischen Markt rechne man bei HD- Medien in diesem Jahr mit einem Umsatz von 1,1 Mil­liar­den Dollar gegenü­ber 280 Mil­lio­nen Dollar im ver­gan­genen Jahr, sagte Tom Adams von der kali­for­nischen Adams Media Rese­arch dem „Wall Street Journal”.

Im Markt mit Abspiel­geräten wie Rekord­ern und Playern hatten die Unter­neh­men zuletzt auf attrak­tive Paket-Ange­bote und kräf­tige Preis­nach­lässe gesetzt. In den USA hatte Toshiba bereits zeit­weise Geräte für rund 100 Dollar im Angebot, während Blu-ray-Player zum Teil mehr als das Fünf­fache kosten. Der Preis der Geräte werde für die Ent­wick­lung des Marktes aber auch ent­schei­dend sein, schätzt Markt­for­scher Akio Mizu­tani von der japa­nischen Mizuho Cor­porate Bank. Für die Her­stel­ler der nächs­ten Gene­ration von DVD-Playern und Rekord­ern sei es ein Muss, die Preise auf ein für die Kon­sumen­ten akzep­tables Niveau zu senken. Ein echter Wett­bewerb unter den Indus­trie-Ver­tre­tern habe erst jetzt begon­nen.

Nach Jahren des Gerangels um die DVD-Nach­folge auf dem Rücken der Ver­brau­cher zeich­net sich inzwi­schen aber auch eine ganz andere Lösung im Umgang mit großen Daten­men­gen ab. Allein in Deutsch­land ist rund die Hälfte der Haus­halte mit einer schnel­len Breit­band­ver­bin­dung zum Inter­net aus­gestat­tet, Ange­bote wie Video on Demand erfreuen sich wach­sen­der Beliebt­heit. Wenn Filme übers Inter­net ver­trie­ben werden, benötigt der Kon­sument neben schnel­len Daten­lei­tun­gen nur noch ent­spre­chende Spei­cher­medien. Und hier will künftig auch Toshiba inves­tie­ren: Der Konzern inves­tiert gemein­sam mit SanDisk ins­gesamt 1,7 Bil­lio­nen Yen in die Pro­duk­tion von moder­nen Spei­cher­medien.

Der Soft­ware-Riese Micro­soft, seit Jahren Unter­stüt­zer des HD-DVD- Lagers, bietet für seine Spi­ele­kon­sole Xbox 360 neben einem exter­nen Lauf­werk auch online Filme zum Her­unter­laden an. Vor der end­gül­tigen Ent­schei­dung von Toshiba hielt sich der welt­größte Soft­ware­kon­zern mit Kom­men­taren zurück. Ohnehin sei die HD-DVD nur einer von meh­reren Wegen, über die Micro­soft seinen Kunden Bild­mate­rial in hoher Auf­lösung anbiete. „Wir werden den Kon­sumen­ten auch in Zukunft die Wahl lassen, Filme und Fern­seh­sen­dun­gen in hoher Auf­lösung über digi­tale Ver­brei­tungs­wege direkt in ihr Wohn­zim­mer zu holen, par­allel zur Wie­der­gabe von DVD-Filmen, die sie bereits besit­zen.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/19/service/computer/t/rzo402771.html
Dienstag, 19. Februar 2008, 15:26 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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