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Freitag, 22. Februar 08

Michael Ehnert liefert im UnterhMainz - Sturm über der Arktis. Ein Wal wimmert. Heli­kopter wummern heran. Schiffe brechen sich ihren Weg durchs Eis. Und in diesem kalten Inferno steht er, der Held.

Klaus Michel von Tunes For The TRegion - Klaus Michel war schon immer Mas­ter­mind der Huns­rücker Band Tunes For The Takin", die über die Jahre auch in Koblenz ihre Hörer fand - nicht zuletzt durch die Teil­nahme am "Rock­bus­ter" vor gut zehn Jahren.

Mainz - Drei Pin­guine, eine Taube und die Sint­flut: Das Thea­ter­stück "An der Arche um Acht" beschäf­tigt sich mit den exis­ten­ziel­len Fragen des Lebens − kind­gerecht, tem­poreich und mit viel Humor.

Neuwied - Schul­thea­ter- Pro­jekte gibt es viele - aber die Dimen­sion, die die Zusam­men­arbeit des Musik­gym­nasi­ums Mon­tabaur mit der Wal­dorf­schule Neuwied anstrebt, ist eine Klasse für sich.

Kai­ser­sesch - Musik ist die Lei­den­schaft vieler junger Men­schen. Sie tun sich zusam­men, gründen eine Band, singen Lieder bekann­ter Künst­ler nach oder schrei­ben eigene Songs und proben eifrig.

KÖLN. Die Wise Guys (zu Deutsch: Bes­ser­wis­ser) haben sich ein kom­for­tables Polster erar­bei­tet: Die Fan­kreise der A-cap­pella-Gruppe sind immens gewach­sen, was zur Folge hat...

Tanzen und musizieren für den Frieden

Neuwied - Schul­thea­ter- Pro­jekte gibt es viele - aber die Dimen­sion, die die Zusam­men­arbeit des Musik­gym­nasi­ums Mon­tabaur mit der Wal­dorf­schule Neuwied anstrebt, ist eine Klasse für sich.

Großer Auflauf für ein schulüber

Großer Auflauf für ein schulü­ber­grei­fen­des Projekt

Gemeinsam mit einem Thea­ter­päd­ago­gen erar­bei­ten 160 Jugend­liche ein neues Stück - sogar in ihrer Frei­zeit.

Silvia Vögele sitzt inmitten bunter Kostüme. In kräf­tigen Farben leuch­ten die Gewän­der, die ihre Schüler bei den Aufführun­gen von "Waitaha" tragen werden. "Das ist eine große Aufgabe, die wir bis zur Pre­miere bewäl­tigen müssen", erzählt die Leh­rerin der Neu­wie­der Wal­dorf­schule - und man ahnt in wenigen Sekun­den, wie sehr sie der Uraufführung des selbst ver­fass­ten Stückes im März ent­gegen­fie­bert. Am Anfang stand ein Angebot: Der Welt­lehrer­tag der Waldorf-Lehrer Ende März in Dornach bei Basel suchte eine pas­sende Aufführung - und fragte bei Silvia Vögele nach. Nicht ohne Grund: In den ver­gan­genen Jahren hatte sie schon zwei große Büh­nen­pro­duk­tio­nen erar­bei­tet, jeweils mit ihrem Mann, der am Lan­des­musik­gym­nasium in Mon­tabaur unter­rich­tet, und dem Regis­seur und Thea­ter­päd­ago­gen Rochus Schnei­der vom "Volx­thea­ter" aus Dörn­berg.

Inter­natio­nale Geschichte

"Die Waldorf-Lehrer kommen aus aller Welt - da stellte sich gleich die Frage nach dem Stück, das dazu passt", erzählt Silvia Vögele. Ein Stück auf Eng­lisch wäre also nicht schlecht - aber worum sollte es gehen?

"Wir wollten ein Stück, das für alle Kul­tur­kreise inter­essant ist, und das wurde schwie­rig. Wir hatten an die Bha­gavad Gita, eine zen­trale Schrift des Hin­duis­mus, oder den Gil­gamesh-Mythos gedacht - aber das war beides sehr umfang­reich, wir hatten beinahe schon auf­gege­ben."

Die Rettung nahte in Form eines Buchs: 1994 erschien erst­mals die Geschichte der Waitaha, eines neu­seelän­dischen Volkes, das von den Maori ver­trie­ben wurde. Seine letzten Über­leben­den haben die Weis­hei­ten des Volkes zusam­men­gestellt und als "Song of Waitaha" - "Gesänge der Waitaha" ver­öffent­licht. Ein Fundus für die Macher des Schul­pro­jek­tes: "Die Geschichte ist unheim­lich span­nend", erzählt Silvia Vögele. "Sie enthält einen Schöp­fungs­mythos, der dem christ­lichen nicht unähn­lich ist - und erzählt viel von den Gebräu­chen und dem Leben der Waitaha, auch von ihren See­fahr­ten und ihrer Ver­nich­tung." Aus der Über­lie­ferung wurde in der Bear­bei­tung dann "Die Frie­dens­kul­tur der Waitaha", das euryth­misch-sin­foni­sche Thea­ter­pro­jekt für die Welt­lehrer­tagung. Win­fried Vögele hat die Musik geschrie­ben, Rochus Schnei­der erar­bei­tet die zen­tra­len Schau­spiels­zenen mit den Jugend­lichen der Wal­dorf­schule - und Silvia Vögele setzt vor allem die mys­tischen Szenen des Werkes in Euryth­mie um, die Tanz­kunst nach der Anthro­poso­phie-Lehre von Rudolf Steiner, auf dessen Thesen die Waldorf-Päd­ago­gik gründet.

Neun Monate üben

Insgesamt neun Monate werden die 160 Teil­neh­mer bis zur Uraufführung geprobt haben - und das mehr­mals pro Woche, auch an Woche­nen­den und schließ­lich sogar in den Ferien. "Da hängt noch ein ganzer Rat­ten­schwanz von Helfern dran, damit alles funk­tio­niert", erin­nert Silvia Vögele. Etwa die Eltern, die sich an den Pro­ben­wochen­enden um alle teil­neh­men­den Kinder kümmern und für die Ver­pfle­gung sorgen oder bei den Kostü­men mit­hel­fen.

Die 70 Schüler der Wal­dorf­schule kommen aus den Klas­sen­stu­fen 5 bis 12. Wie kann man Kinder für ein doch so abstrak­tes Thema wie Waitaha begeis­tern? "Da gibt es ganz unter­schied­liche Moti­vatio­nen", erzählt Silvia Vögele. "Die Klei­neren sind zum Bei­spiel begeis­tert, dass sie Wale oder Delfine tanzend dar­stel­len, weil das viel­leicht ihre Lieb­lings­tiere sind. Die Größe­ren können mit der Bot­schaft der Waitaha viel anfan­gen und iden­tifi­zie­ren sich mit ihr." Die Über­lie­ferun­gen des Volks lesen sich aber auch, als seien sie wie gemacht für das Projekt: ein Matri­archat, das mit der Natur pfleg­lichst umgeht und um Nach­hal­tig­keit bemüht ist - so wurden für jeden geschla­genen Baum gleich 15 neue gepflanzt. Noch dazu kannte die Sprache der Waitaha zwar unzäh­lige Worte für Pflan­zen und ihre Pflege, aber kein ein­ziges für "Krieg".

Auftritt vor 1000 Lehrern

In den letzten Pro­ben­wochen kommen jetzt die musi­zie­ren­den Jugend­lichen des Lan­des­musik­gym­nasi­ums mit den Tänzern und Dar­stel­lern zusam­men, damit für die Vor­stel­lung am 26. März in der Schweiz vor 1000 Päd­ago­gen alles auf den Punkt stimmt. Die Medien-AG der Wal­dorf­schule doku­men­tiert die Ent­ste­hung und das Schwei­zer Gast­spiel - und schließ­lich ist das Stück auch am 19. und 20. April in der Stadt­halle Rans­bach-Baum­bach zu sehen.

Claus Ambro­sius

In den kom­men­den Wochen berich­ten wir von den Vor­berei­tun­gen zu "Waitaha". Vor­ver­kauf unter 02602/134 980

RZO


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/20/magazin/szeneregional/t/rzo403186.html
Mittwoch, 20. Februar 2008, 12:48 © RZ-Online (NewsDesk)
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